International
Liveticker

Iran-Krieg: Emirate: Grossbrand nach iranischem Drohnenangriff

Liveticker

Emirate: Grossbrand nach iranischem Drohnenangriff +++ VAE fangen iranische Raketen ab

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
04.05.2026, 06:1104.05.2026, 17:46
Schicke uns deinen Input
19:01
Oman meldet Angriff nahe der Strasse von Hormus
Inmitten wachsender Spannungen im Iran-Krieg hat der Oman einen Angriff auf ein Wohngebäude gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency berichtete, dass der Angriff die Region um Buch getroffen habe. Dabei handelt es sich um einer vom übrigen Staatsgebiet getrennte Exklave an der Strasse von Hormus. Zunächst war nicht klar, von wem der Angriff ausging.

Bei dem Angriff seien ausländische Arbeiter verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur weiter unter Berufung auf Sicherheitsquellen. Sie hätten schwere bis mittelschwere Verletzungen erlitten. Ausserdem seien vier Fahrzeuge beschädigt worden. In einem benachbarten Haus gingen demnach Fensterscheiben zu Bruch. Die Behörden nahmen Ermittlungen zu dem Vorfall auf. (sda/dpa)
17:43
Emirate: Grossbrand nach iranischem Drohnenangriff
In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Behördenangaben zufolge nach einem iranischen Drohnenangriff ein Grossbrand ausgebrochen. Betroffen ist ein Industriegebiet der Hafenstadt Fudschaira, wie das Medienbüro der Küstenstadt berichtete. Der Zivilschutz sei dabei, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Es ist die erste Warnung des Golfstaats vor einem iranischen Angriff seit Beginn der Waffenruhe zwischen den USA und Iran am 8. April.



Zuvor hatten sich die Spannungen wieder deutlich verschärft. Irans Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben mehrere Raketen als Warnung in Richtung von US-Kriegsschiffen ab, die sich im Meer vor der Südküste befunden haben sollen. (sda/dpa)
17:46
Vereinigte Arabische Emirate fangen iranische Raketen ab
Inmitten gefährlicher Spannungen am Persischen Golf hat die Armee der Vereinigten Arabischen Emirate nach eigenen Angaben drei iranische Raketen abgefangen. Eine weitere Rakete sei im Meer niedergegangen, hiess es in einer Erklärung des emiratischen Verteidigungsministeriums. In mehreren Regionen des Landes sei die Flugabwehr zu hören gewesen. Die Erklärung erfolgte kurz nachdem die Behörden mitgeteilt hatten, dass die Flugabwehr auf eine Bedrohung reagiere, und die Bevölkerung aufgefordert hatten, sich in Sicherheit zu bringen.

Es ist die erste Warnung des Golfstaates seit dem 8. April, als eine zwischen den USA und Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe begann, die von US-Präsident Donald Trump einseitig verlängert wurde. Die Vereinigten Arabischen Emirate waren unter den Golfstaaten besonders von iranischen Angriffen betroffen, mit denen Teheran seinerseits auf Angriffe der USA und Israels reagiert hatte.

Nutzer in den sozialen Medien hatten zuvor über den Start einer Rakete nahe der zentralen iranischen Metropole Isfahan berichtet. Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für Angriffe auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten. (sda/dpa)
12:29
Bericht: Iran soll US-Kriegsschiff angegriffen haben
Gemäss der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars soll der Iran in der Strasse von Hormus ein US-Kriegsschiff angegriffen haben. Gemäss Medienberichten soll es von zwei Raketen getroffen worden sein. Der Iran hatte bereits damit gedroht, amerikanische Schiffe anzugreifen, sollten diese die Blockade ignorieren.

Wie die Nachrichtenagentur berichtet, wollen iranische Streitkräfte US-Verbände daran gehindert haben, in die Strasse von Hormus einzufahren. Durch Warnungen seien die «feindlichen Zerstörer» an der Einfahrt gehindert worden.

Die Nachrichtenagentur Tasnim kündigte an, zeitnah nähere Details zu berichten. Unabhängig konnten die Angaben nicht überprüft werden. Von US-Seite gab es zu den angeblichen Vorfällen keine Angaben. (vro/sda)
12:22
Hisbollah-Chef: «Es gibt keine Waffenruhe»
Hisbollah-Chef Naim Kassim sieht keine Waffenruhe im Libanon und wirft Israel sowie den USA fortdauernde militärische Attacken vor.

«Es gibt keine Waffenruhe im Libanon, sondern eine andauernde israelisch-amerikanische Aggression», wurde Kassim in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung zitiert. Worte reichten nicht aus, um die Angriffe auf Zivilisten, Dörfer und Städte, die Zerstörung und die Tötung von Kindern, Frauen, Männern und Alten zu verurteilen. Es gebe darüber hinaus keine «gelbe Linie» oder Pufferzone, betonte er.

Das israelische Militär hat den Südlibanon – nach dem Modell des auch nach einer Waffenruhe weiter zur Hälfte von Israel besetzten Gazastreifens – in mehrere Zonen aufgeteilt. Die sogenannte «gelbe Linie» verläuft sechs bis zehn Kilometer entfernt von der israelischen Grenze. In dieser Zone, in der Dutzende von Dörfern liegen, führt Israel weiterhin militärische Einsätze durch, auch mit Bodentruppen.

Kassim betonte, ein Ausweg aus dem Konflikt könne nicht in einer Kapitulation liegen. Gespräche und Verhandlungen mit Israel kämen einer Kapitulation gleich. (sda/dpa)

9:54
Macron lehnt Beteiligung an Trumps Hormus-Mission ab
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Hilfe für in der Strasse von Hormus feststeckende Schiffe begrüsst, eine französische Beteiligung aber ausgeschlossen. «Wir werden uns nicht an irgendwelchen gewaltsamen Operationen beteiligen, zumal mir der Rahmen dafür nicht klar erscheint», sagte Macron bei einem Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) im armenischen Eriwan. «Ich weiss nicht, um welche Initiative es sich handelt.»

Macron verwies auf das unter Führung Frankreichs und Grossbritanniens geschmiedete internationale Bündnis für einen neutralen Marineeinsatz in der Meerenge nach einem Ende der Kampfhandlungen. Am Tag von Beratungen der rund 50 an dem Bündnis beteiligten Staaten hätten die USA eine Seeblockade in der Strasse von Hormus angekündigt. Wenn die Vereinigten Staaten die Strasse von Hormus nun wieder öffnen wollten, sei das sehr gut. «Das ist es, was wir von Anfang an gefordert haben», sagte Macron.

«Wir haben eine Ad-hoc-Mission aufgebaut, an der wir arbeiten. Die militärische Planung erfolgte in London, aber wir wünschen uns vor allem eine abgestimmte Wiederöffnung zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten», sagte Macron. «Das ist die einzige Lösung, die es dauerhaft ermöglicht, die Strasse von Hormus zu öffnen, die freie Schifffahrt zu gewährleisten und dies ohne Einschränkungen und ohne Mautgebühren zu tun.» (sda/dpa)

9:51
Irans Militärführung warnt USA wegen Strasse von Hormus
Vor dem Hintergrund einer neuen US-Initiative in der Strasse von Hormus droht Irans Militärführung mit Angriffen. «Wir warnen davor, dass jede ausländische Streitmacht, insbesondere die aggressive amerikanische Armee, angegriffen wird, sollte sie beabsichtigen, sich der Strasse von Hormus zu nähern und in diese einzudringen», sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.

Frachter, die die Meerenge passieren wollten, müssten dies mit iranischen Streitkräften absprechen, hiess es weiter. Aliabadi ist der faktische Generalstabschef. Er leitet das Hauptquartier Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.

Die USA wollen heute eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative «Projekt Freiheit» drohte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, dagegen mit Härte vorzugehen. Der Leiter der Sicherheitskommission im iranischen Parlament, Ebrahim Azizi, hatte sich bereits zuvor gegen US-Einmischung in der Meerenge ausgesprochen. (sda/dpa)
5:13
Iran warnt USA vor Aktionen in der Strasse von Hormus
Der Iran hat die USA vor Aktionen in der Strasse von Hormus gewarnt. Jede amerikanische Einmischung in der Meerenge werde als Verstoss gegen die Waffenruhe betrachtet, schrieb der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Ebrahim Azizi, auf der Plattform X. Die Strasse von Hormus und der Persische Golf würden nicht durch «Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert».

Zuvor hatte US-Präsident Trump angekündigt, ab diesem Montag eine Initiative «Projekt Freiheit» zu starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative drohte Trump, dagegen mit Härte vorzugehen.

Vor dem Krieg hatten Tanker etwa ein Fünftel der weltweit gehandelten Menge an Öl- und Flüssiggas durch die Strasse von Hormus transportiert. Der Iran kontrolliert die Meerenge seit Kriegsbeginn und hat den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen praktisch zum Erliegen gebracht.

Aktuell gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, doch bei den diplomatischen Bemühungen ist bislang kein Durchbruch in Sicht. (sda/dpa)

5:03
Behörde: Angriff auf Schiff in Strasse von Hormus
In der Strasse von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte auf der Plattform X mit, der Kapitän eines nordwärts fahrenden Massengutfrachters habe einen Angriff mehrerer kleiner Boote gemeldet. Zu dem Vorfall kam es demnach elf Seemeilen westlich der iranischen Stadt Sirik.

Alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf, und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden, hiess es.

USA haben Seeblockade gegen Iran verhängt
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete am späten Abend, ein Schiff sei auf Anordnung der iranischen Marine gestoppt worden, um Dokumente zu prüfen. Diese Massnahme sei im Rahmen der Überwachungsverfahren erfolgt. Von einem Angriff war nicht die Rede.
(sda/dpa)
4:00
Trump: USA wollen ab Montag feststeckenden Schiffen helfen
Die USA wollen nach Angaben von Präsident Donald Trump an diesem Montag eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken. Länder aus der ganzen Welt hätten die USA darum gebeten, ihnen dabei zu helfen, ihre Schiffe zu befreien, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

«Zum Wohle des Iran, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten haben wir diesen Ländern mitgeteilt, dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen blockierten Wasserstrassen herausführen werden», damit sie ihre Geschäfte unbehindert fortführen könnten, betonte Trump. Es handele sich dabei um Schiffe aus Regionen der Welt, die nicht in den Iran-Krieg verwickelt seien. Trump bezeichnete die Initiative als «Projekt Freiheit», das beginnen werde, wenn im Nahen Osten Montagmorgen sei. Wie genau die USA dabei vorgehen wollen, führte er in seinem Post nicht aus.

«Ich bin mir voll und ganz bewusst, dass meine Vertreter sehr positive Gespräche mit dem Iran führen und dass diese Gespräche zu etwas sehr Positivem für alle führen könnten», fuhr Trump fort. Auch in diesem Fall nannte er keine Details.

In den Verhandlungen mit Teheran drängen die USA seit längerem auf eine Öffnung der von Teheran weitgehend blockierten Strasse von Hormus – bislang allerdings ohne Erfolg: Die Schifffahrt in der für den weltweiten Ölhandel zentralen Meerenge ist weiterhin stark eingeschränkt. Zugleich haben die USA eine Seeblockade gegen den Iran verhängt. (sda/dpa)

11:35
Nato will Klarheit über US-Truppenabzug gewinnen
Die Nato versucht, Einzelheiten zum angekündigten US-Truppenabzug aus Deutschland zu erfahren. «Wir arbeiten mit den USA zusammen, um die Details ihrer Entscheidung zur Truppenpräsenz in Deutschland zu ergründen», teilte eine Nato-Sprecherin auf der Plattform X mit. Die Anpassung unterstreiche aber die Notwendigkeit, dass Europa sich stärker im Verteidigungsbündnis engagiere, verstärkt in die Verteidigung investiere und einen grösseren Teil der Verantwortung für die gemeinsame Sicherheit übernehme. Da gebe es bereits Fortschritte. «Wir bleiben zuversichtlich, dass wir unsere Abschreckung und Verteidigung gewährleisten können, während dieser Wandel hin zu einem stärkeren Europa in einer stärkeren Nato weitergeht», schrieb die Sprecherin weiter.



US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Abzug von etwa 5000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Nach Angaben eines Sprechers soll der Abzug innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate abgeschlossen sein. Die genauen Hintergründe der Entscheidung und welche Standorte betroffen sind sowie welches Personal genau verlegt werden soll, ist bislang unklar. (sda/dpa)
6:47
Libanon: Zwölf Menschen bei israelischen Angriffen getötet
Trotz Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz dauern die gegenseitigen Angriffe an. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA mit, bei israelischen Angriffen auf Orte im Südlibanon seien zwölf Menschen ums Leben gekommen und 25 weitere verletzt worden. Eines der Opfer sei ein Kind. Die israelische Armee äusserte sich zu den Vorfällen zunächst nicht.

Israels Armee teilte auf der Plattform Telegram mit, sie habe mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen und eine Rakete abgefangen, die ihre Soldaten im Südlibanon bedroht hätten. Mehrere Abfangraketen seien gestartet worden. Laut Medienberichten wurden im Südlibanon und in Nordisrael vier israelische Soldaten leicht verletzt.

Offiziell gilt im Krieg zwischen der Hisbollah und Israel eine Waffenruhe. Faktisch kommt es aber täglich zu Angriffen beider Seiten. Die israelischen Streitkräfte sind auch mit Bodentruppen im Südlibanon aktiv. Der Libanon selbst ist offiziell keine Konfliktpartei. Im Zuge des Iran-Kriegs war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah erneut eskaliert.

Die USA dringen angesichts der fragilen Waffenruhe auf direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon auf höchster Ebene. Die Waffenruhe hatte US-Präsident Donald Trump Mitte April nach Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun verkündet. (sda/dpa)
6:05
USA kündigen Abzug von 5000 Soldaten aus Deutschland an
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Abzug von etwa 5000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Man gehe davon aus, dass der Abzug innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate abgeschlossen sein werde, teilte ein Sprecher des Pentagons der Deutschen Presse-Agentur mit. (sda)
Mehr dazu erfährst du hier.
21:55
Trump an Kongress: Kämpfe im Iran sind beendet
US-Präsident Donald Trump hat die Kampfhandlungen im Iran in einem Brief an den US-Kongress für beendet erklärt. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte zwischen dem Iran und den USA gegeben, heisst es in einem von Trump unterzeichneten Brief des Weissen Hauses, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten sind beendet.»

Relevant sind Trumps Aussagen auch deshalb, weil zum Wochenende theoretisch das Zeitfenster ausläuft, in dem er den Krieg noch führen darf. Dem Gesetz War Powers Resolution von 1973 zufolge darf der Präsident maximal 60 Tage lang die Offensive befehligen - dann braucht er die förmliche Zustimmung des Parlaments.

Trump: Passen Truppenstärke falls nötig an
In dem Schreiben, das an den Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, adressiert ist, heisst es weiter: «Trotz des Erfolgs der Operationen der Vereinigten Staaten gegen das iranische Regime und der anhaltenden Bemühungen um einen dauerhaften Frieden bleibt die Bedrohung, die der Iran für die Vereinigten Staaten und unsere Streitkräfte darstellt, erheblich.» Entsprechend passe das Verteidigungsministerium seine Truppenpräsenz in der Region weiter an, sofern das nötig sei.

Er werde den Kongress weiter entsprechend der gesetzlichen Vorgaben über sein Vorgehen informieren. (sda/dpa)

21:35
Inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin nach Gesundheitskrise hospitalisiert
Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi wurde nach einer nach Angaben ihrer Stiftung «katastrophalen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands» aus dem Gefängnis in ein Spital verlegt. Die Narges-Stiftung teilte mit, Mohammadi sei vom Gefängnis in Zanjan in ein örtliches Spital in der gleichnamigen Provinz transferiert worden.

Familie und Unterstützerinnen hatten wochenlang auf dringende medizinische Versorgung gedrängt – offenbar ohne Erfolg, bis die Verlegung am Freitag erfolgte. Im Februar hatte die Stiftung mitgeteilt, Mohammadi befinde sich im Hungerstreik. Im März hiess es, ihr Gesundheitszustand sei sehr schlecht, sie habe möglicherweise einen Herzinfarkt erlitten und ihr werde spezialisierte medizinische Versorgung verweigert.

Mohammadi gehört zu den bekanntesten Menschenrechtsaktivistinnen des Iran. 2023 wurde ihr der Friedensnobelpreis für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen und für Menschenrechte und Freiheit zuerkannt. (mke)

21:34
Khamenei-Botschaft zum Tag der Arbeit: Iran sei «als Militärmacht aufgestiegen»
Der iranische Staatsmedien haben am Freitag eine Botschaft veröffentlicht, die dem Obersten Führer Mojtaba Khamenei anlässlich des iranischen Tags der Arbeit und des Lehrertags zugeschrieben wird. Khamenei, der seit seiner Ernennung zum neuen Obersten Führer vor mehr als sieben Wochen nicht öffentlich in Erscheinung getreten ist, lobte darin Arbeiter und Lehrer und rief die Bevölkerung zur Unterstützung einheimischer Produkte auf. Betriebe sollten Entlassungen wenn immer möglich vermeiden.

In der Botschaft heisst es, der Iran sei «nach jahrelangen Anstrengungen als Militärmacht aufgestiegen». Lehrende sollten die «iranisch-islamische Identität in die Gedanken und Seelen der Jugend» einpflanzen. Es ist bereits die zweite Khamenei zugeschriebene Erklärung innerhalb einer Woche. Am Donnerstag hatte er einen kompromisslosen Kurs für die Region bekräftigt und Nachbarländer provoziert. (mke)

21:01
Trump behauptet, USA hätten mehr Waffen denn je – Experten widersprechen
US-Präsident Donald Trump erklärte vor seiner Abreise vom Weissen Haus, die USA seien militärisch bestens ausgerüstet: «Wir sind vollständig bestückt und einsatzbereit. Wir haben mehr als das Doppelte von dem, was wir hatten, als dies begann.» Zudem kritisierte er seinen Vorgänger Joe Biden dafür, der Ukraine US-Waffen geliefert zu haben.

Interne Einschätzungen des Verteidigungsministeriums sowie eine Analyse des Center for Strategic and International Studies (CSIS) zeichnen jedoch ein anderes Bild: Demnach wurden in den sieben Wochen des Iran-Kriegs mindestens 45 Prozent der Bestände an Präzisionsraketen verbraucht, mindestens die Hälfte der THAAD-Raketenabwehrraketen sowie knapp 50 Prozent der Patriot-Luftabwehrraketen. Experten warnen vor einem «kurzfristigen Risiko», in einem künftigen Konflikt die Munition zu verknappen. Zwar hat das Pentagon Verträge zur Ausweitung der Raketenproduktion unterzeichnet, doch bis Ersatzsysteme geliefert werden können, dauert es laut CSIS drei bis fünf Jahre. (mke)
20:11
Israelische Angriffe im Südlibanon trotz Waffenruhe: Sechs Tote
Trotz bestehender Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah hat die israelische Armee die südlibanesische Ortschaft Habbouch angegriffen. Dabei wurden laut dem libanesischen Gesundheitsministerium sechs Menschen getötet, darunter eine Frau und ein Kind. Acht weitere Personen wurden verletzt.

Die israelische Armee bestätigte den Angriff und erklärte, vor dem Einsatz sei eine Evakuierungsanweisung ausgegeben worden. Die Auswirkungen der Angriffe würden noch untersucht.

Bereits am Vortag waren bei israelischen Angriffen im Südlibanon mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden. Seit Beginn des jüngsten Konflikts Anfang März wurden laut dem libanesischen Gesundheitsministerium mehr als 2600 Menschen getötet. (mke)
20:09
Trump: Iran-Optionen sind Deal oder «die Hölle aus ihnen herausbomben»
US-Präsident Donald Trump hat seine Optionen gegenüber dem Iran auf zwei Szenarien reduziert: einen Friedensdeal oder eine massive militärische Eskalation. «Wollen wir hingehen und einfach die Hölle aus ihnen herausbomben und sie für immer erledigen? Oder wollen wir versuchen, einen Deal zu machen. Das sind die Optionen», sagte Trump vor Journalisten beim Verlassen des Weissen Hauses. Er bestätigte dabei, am Vorabend ein aktualisiertes Briefing des US-Zentralkommandos zu militärischen Optionen erhalten zu haben.

Persönlich ziehe er einen Neustart der Bombardierungen nicht vor, so Trump: «Aus menschlicher Sicht würde ich es vorziehen, es nicht zu tun.» (mke)
20:03
Umfrage: Mehrheit der Amerikaner hält Iran-Krieg für einen Fehler
Laut einer neuen Umfrage von Washington Post, ABC News und Ipsos bezeichnen 61 Prozent der US-Bevölkerung den Militäreinsatz gegen den Iran als Fehler. Zum Vergleich: Im Mai 2006 sagten dasselbe 59 Prozent über den Irak-Krieg, 1971 äusserte sich rund ein Drittel ähnlich über den Vietnamkrieg.

Unter Demokraten lehnen rund 90 Prozent den Einsatz ab, bei Unabhängigen sind es 71 Prozent. Bei Republikanern bezeichnen ihn 19 Prozent als Fehler. Bei den nächsten Schritten sind die Meinungen gespalten: 48 Prozent befürworten einen Friedensdeal mit dem Iran, auch wenn er für die USA ungünstiger ausfällt; 46 Prozent sprechen sich für härtere Verhandlungen aus, notfalls mit Wiederaufnahme militärischer Massnahmen.

Wirtschaftlich zeigt sich die Bevölkerung zunehmend unter Druck: 23 Prozent gaben an, finanziell zurückzufallen – im Februar waren es noch 17 Prozent. Die gestiegenen Benzinpreise haben bereits Auswirkungen: 44 Prozent fahren weniger Auto, 42 Prozent haben Haushaltsausgaben gekürzt und 34 Prozent ihre Reisepläne geändert. Die Hälfte der Befragten erwartet, dass die Benzinpreise in den nächsten zwölf Monaten weiter steigen. (mke)
Liebe Userinnen und User

Wir schliessen in Liveticker-Artikeln die Kommentarfunktion nach einer Weile. Dies, weil sich die Gegebenheiten oft so schnell verändern, dass bereits gepostete Kommentare wenig später keinen Sinn mehr ergeben. In allen andern Artikeln dürft ihr weiterhin gerne in die Tasten hauen. Vielen Dank fürs Verständnis, Team watson

Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt weiterhin. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin blockiert.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Iran-Proteste 2026
1 / 16
Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf X teilen
USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
761 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
495123
Melden
Zum Kommentar
avatar
Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
513215
Melden
Zum Kommentar
avatar
SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
30276
Melden
Zum Kommentar
761
Diese Stadt kämpft ums Überleben – und macht einen radikalen Schritt
Kiruna hat ein Problem. Die nördlichste Stadt Schwedens droht einzustürzen. Es gab zwei Möglichkeiten: die Stadt versetzen oder den Hauptarbeitgeber der Gegend schliessen. Das Zweite war dann doch keine Option.
Die Sonne geht hier im Frühlingswinter langsam unter und sie taucht die Szenerie in ein wunderbares Licht. Ich spaziere mitten durch das Zentrum der Stadt. Niemand wohnt mehr hier. Die Geschäfte sind zu, Scheiben teilweise eingeschlagen. Die Weihnachtsbeleuchtung hängt noch immer an den Strassenlaternen. Nur eine Person begegnet mir.
Zur Story