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Begegnung zwischen Bürgermeister Mamdani und AOC löst Debatte aus

Alexandria Ocasio-Cortez und Zohran Mamdani
Der kurze Wortwechsel zwischen Alexandria Ocasio-Cortez und Zohran Mamdani löste eine Debatte über diesen Moment aus.Bild: screenshot x

Kurze Begegnung zwischen Bürgermeister Mamdani und AOC löst Debatte aus

An der Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York kam es zu einer seltenen Pause der heftigen Zerstrittenheit zwischen Demokraten und Republikanern. Überschattet wurde sie von einer Debatte über eine kurze Sequenz im Livestream.
12.09.2026, 15:2012.09.2026, 15:22

Die kurze Sequenz dauert etwa vier Sekunden. Trotzdem hat sie in den USA am 25. Jahrestag des 11. Septembers eine riesige Kontroverse ausgelöst.

Zu sehen in der Live-Videoübertragung ist die Begrüssung zwischen Zohran Mamdani, Bürgermeister von New York, und Alexandria Ocasio-Cortez, demokratische Abgeordnete. Die beiden lächeln dabei, während im Hintergrund die Namen der Opfer der Anschläge auf das World Trade Center verlesen werden.

Die Liveübertragung wechselte zwischen verschiedenen Kameraeinstellungen der Zeremonie hin und her, kurz vor der Mamdani-Ocasio-Cortez-Sequenz war ein Mann zu sehen, der weinte.

Video: watson/emanuella kälin

Der kurze Wortwechsel zwischen den beiden Politikern löste daraufhin eine Debatte über diesen Moment aus: Einige Republikaner kritisierten die beiden New Yorker für ihr «unangebrachtes Lachen». So teilte Senator von Texas, Ted Cruz, den Videoclip auf X und schrieb dazu: «Wie zum Teufel kann man lachen, während die Namen der Opfer des 11. September vorgelesen werden?»

Meghan McCain, konservative Fernsehpersönlichkeit und Tochter des verstorbenen republikanischen Senators John McCain, schrieb ebenfalls auf X: «Warum zum Teufel lachen die beiden?!?»

Rückendeckung für Mamdani und Ocasio-Cortez

Die Kritik an den beiden Demokraten blieb nicht unbeantwortet. So schrieb der ehemalige Sicherheitschef von Rudy Giuliani – der zum Zeitpunkt der Terroranschläge Bürgermeister der Stadt war –, Michael Ragusa, die Videos, in denen die beiden Politiker «lachen», seien «nicht echt». Er habe während der gesamten Zeremonie neben Mamdani und Ocasio-Cortez gestanden. «Die Kamera hat gerade eingefangen, wie sie ihn mit Hallo begrüsste. Hinter mir lachten und scherzten mehrere andere Politiker. Republikaner und Demokraten», schrieb Ragusa auf X.

Eine weitere Teilnehmerin, die ehemalige demokratische Abgeordnete der New Yorker Staatsversammlung Yuh-Line Niou, verurteilte die Kritik als «lächerlich». Die meisten Politiker seien nicht bis zum Ende der Zeremonie geblieben, Mamdani sei jedoch «bei jedem Namen» dabei gewesen und habe danach noch 45 Minuten lang mit den Familien gesprochen. Auch Ocasio-Cortez sei bis zum Ende geblieben.

Mehrere X-Posts merken zudem an, auch Vizepräsident JD Vance habe in der Liveübertragung gelacht.

JD Vance am 11. September 2026
Auch JD Vance lächelte im Gespräch mit einem Nachbarn. Bild: screenshot x

Mamdani reicht Giuliani die Hand – trotz Beleidigungen

Ebenfalls Aufmerksamkeit erregte ein kurzer Austausch zwischen Zohran Mamdani und Rudy Giuliani, dem früheren republikanischen Bürgermeister von New York. Mamdani, der erste muslimische Bürgermeister der Stadt, ging kurz vor der Gedenkfeier am Ground Zero auf Giuliani zu, um ihm die Hand zu schütteln.

epa13223500 Former New York City Mayor Rudy Giuliani attends the Never Forget September 11, 2001 Twenty-Five Years Later ceremony at the Department of Justice in Washington, DC, USA, 08 September 2026 ...
Rudy Giuliani an der Gedenkfeier am Freitag in New York. Bild: keystone

Die Szene war deshalb bemerkenswert, da Giuliani zuvor erklärt hatte, Mamdanis Teilnahme an der Gedenkfeier «beleidige» ihn. Auch der Republikaner George Pataki, der zum Zeitpunkt der Katastrophe Gouverneur des Bundesstaates war, sagte, Mamdani solle fernbleiben. Bruce Blakeman, ein Kandidat für das Amt des Gouverneurs, hatte zudem geschworen, dem Bürgermeister den Rücken zuzukehren, sollte dieser erscheinen.

In einem Interview mit Newsmax hatte Giuliani zuvor angemerkt, dass die Terroristen des 11. September ihre ideologische Opposition gegen die USA «im Namen der muslimischen Religion» zum Ausdruck brachten und «dies nicht verheimlichten, wie Mamdani es zu verheimlichen versucht». Er sei zudem der Überzeugung, dass der Bürgermeister die Vorstellung vertrete, der Islam solle die vorherrschende Religion sein.

(lak)

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9/11 – die Terroranschläge vom 11. September 2001
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9/11 – die Terroranschläge vom 11. September 2001

Es war der bisher schwerste Terroranschlag der Geschichte: Am 11. September 2001 entführten islamistische Terroristen vier Flugzeuge und steuerten sie in die Zwillingstürme des World Trade Centers und das Pentagon in den USA. Das vierte Flugzeug stürzte in Pennsylvania ab. Fast 3000 Menschen kamen ums Leben.

quelle: ap / chao soi cheong
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Video: watson
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