International
Iran

Trumps Ex-Berater Bolton: Iran auch Europas Problem

Former Trump administration national security adviser John Bolton, left, arrives for his arraignment at the federal courthouse in Greenbelt, Md., Friday, Oct. 17, 2025. (AP Photo/Rod Lamkey, Jr.)
John ...
Bild: keystone

Trumps Ex-Berater Bolton: Iran auch Europas Problem

29.03.2026, 20:3129.03.2026, 20:31

Der frühere Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, rät Europa zu einer stärkeren Rolle im Konflikt mit dem Iran. «Iran liegt näher an Europa als an den USA», sagte Bolton in einem Interview der «Augsburger Allgemeinen» (Montag). Zudem reichten Irans Raketen offenbar weiter als erwartet und könnten beinahe ganz Europa erreichen. Auch wirtschaftlich sei der Kontinent wegen der gestiegenen Ölpreise betroffen. Ausserdem sei Europa immer wieder Ziel iranisch gesteuerter Terrorangriffe.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte den Angriff Israels und der USA auf den Iran kritisiert und gesagt: «Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.» Bolton sagte dazu: «Europa sollte, was seine Reaktion auf Trump angeht, einmal tief durchatmen und sich fragen: Was ist am besten für uns?» Die nationalen Interessen der Amerikaner und Europäer lägen hier eng beisammen.

Der frühere Diplomat fügte hinzu: «Wenn die Europäer sagen, Iran ist nicht unser Krieg, dann erlaubt das Trump zu sagen, nun, die Ukraine ist nicht Amerikas Krieg.» Das helfe nur Russlands Staatschef Wladimir Putin.

Bolton war unter Trump 2018/2019 Nationaler Sicherheitsberater. Er trat im Streit mit dem Präsidenten zurück und wurde zu einem seiner schärfsten Kritiker. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
No Kings Proteste weltweit
1 / 11
Gegen Trump: Weltweite No-Kings-Proteste

Unweit des Kapitols in Washington D.C. wurden die No-Kings-Proteste an einer Gebäudewand angekündigt.

quelle: keystone / julia demaree nikhinson
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Polizei löst Protest gegen Iran-Krieg in Tel Aviv gewaltsam auf
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
85 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Amateurschreiber
29.03.2026 21:07registriert August 2018
Die USA hat bereits letztes Jahr die Unterstützung für die Ukraine fast vollständig eingestellt, weil Trump und vor allem Hegseth finden, der Ukrainekrieg sei Sache der Europäer.
Die USA unterstützen bei Verhandlungen auch eher Russland.
Von was faselt also der Opa da??
24613
Melden
Zum Kommentar
avatar
Kommissar Rizzo
29.03.2026 20:50registriert Mai 2021
«Iran liegt näher an Europa als an den USA»

Und?
Es ist unter anderem dieses eindimensionale US Denken, das immer und immer wieder zu katastrophalen Fehleinschätzungen führt.
2089
Melden
Zum Kommentar
avatar
Allkreis
29.03.2026 21:01registriert Januar 2020
Nein, Europa will keinen Krieg und Trump soll sich ganz einfach zurückziehen.
19213
Melden
Zum Kommentar
85
USA geben UN 1,8 Milliarden Dollar für humanitäre Hilfe
Die USA unterstützen die Vereinten Nationen mit 1,8 Milliarden Dollar (etwa 1,5 Milliarden Euro) für humanitäre Zwecke. Das Geld werde dabei helfen, «Millionen von Menschen in den grössten Krisenregionen mit lebensrettender Unterstützung zu erreichen», sagte UN-Generalsekretär António Guterres. Zuvor hatten die USA dem Nothilfebüro der Vereinten Nationen (Ocha) im Dezember bereits zwei Milliarden Dollar gegeben.
Zur Story