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Gespräche über Freihandel zwischen Kanada und USA vorerst geplatzt



Die Gespräche über ein neues nordamerikanisches Freihandelsabkommen zwischen den USA und Kanada sind vorerst gescheitert. Präsident Donald Trump habe den Kongress über die Absicht unterrichtet, das bisherige Abkommen der drei Länder USA, Mexiko und Kanada (Nafta) künftig durch ein neues Abkommen zu ersetzen.

Sollte Kanada nicht doch noch aufspringen, wäre dies ein bilaterales Abkommen zwischen den USA und Mexiko, teilte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Freitag mit. Darauf hatten sich die beiden Länder bereits am Montag geeinigt. Dennoch sollten die Gespräche mit Kanada an diesem Mittwoch fortgesetzt werden.

Möglicherweise hat eine Indiskretion die Gespräche zwischen den USA und Kanada zum Erliegen gebracht. Trump hatte am Donnerstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg unter dem Siegel der Vertraulichkeit gesagt, dass er zu keinerlei Kompromissen bezüglich Zöllen für Molkereiprodukte bereit sei.

Diese Informationen wurden am Freitag von Dritten an die Öffentlichkeit gebracht. Nach US-Medienberichten hatte dies das Gesprächsklima auf der Zielgeraden der Verhandlungen stark belastet. Trump sind die kanadischen Zölle auf Molkereiprodukte aus den USA ein Dorn im Auge.

Kanadas Interesse im Auge behalten

Die kanadische Aussenministerin Chrystia Freeland hatte vier Tage lang in Washington versucht, einen Kompromiss auszuhandeln. Nach anfänglichem Optimismus hatte sie jedoch am Freitag erklärt, am Ende müsse sie die Interessen ihres Landes im Auge behalten. Freeland wies darauf hin, dass Kanada einer der grössten Absatzmärkte für die USA sei – grösser als China, Japan und Grossbritannien zusammen.

Canada's Foreign Affairs Minister Chrystia Freeland speaks during a news conference at the Canadian Embassy after talks at the Office of the United States Trade Representative, in Washington, Friday, Aug. 31, 2018. (AP Photo/Jose Luis Magana)

Wies Trump auf die Wichtigkeit Kanadas als Absatzmarkt hin: Die kanadische Aussenministerin Chrystia Freeland. Bild: AP/FR159526 AP

Trump sandte noch am Freitag einen Brief an den Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, indem er das Abkommen ankündigt. Damit löst er eine 90-Tage-Frist aus, nach deren Ablauf ein Abkommen unterzeichnet werden kann. In dem Brief ist eine Wiedereinstiegsklausel für Kanada enthalten.

Medienberichten zufolge will Trump mit dieser Frist ermöglichen, dass ein Abkommen noch vor dem Regierungswechsel in Mexiko unterzeichnet werden kann. Der bisherige Präsident Enrique Peña Nieto hatte dem Abkommen mit den USA zugestimmt. Der künftige mexikanische Präsident, Linksnationalist Andres Manuel Lopez Obrador, gilt als kritischer gegenüber den USA. (sda/awp/dpa)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hoopsie 01.09.2018 14:06
    Highlight Highlight Ehm, bin leider nicht mehr so am Ball, was die Amis so machen.

    Aber ist es tatsächlich so, dass der "Dealmaker" im Weissen Haus bisher einen Deal ausgehandelt hat, einen einzigen, und das mit Mexiko???
  • Capslock 01.09.2018 13:20
    Highlight Highlight Wenn ein Politiker außer Drohungen keine annehmbare Lösungen auf den Tisch legen kann, dann heißt dieser Politiker Trump
  • Perimius 01.09.2018 01:43
    Highlight Highlight Trump sind die kanadischen Zölle auf Molkereiprodukte aus den USA ein Dorn im Auge.

    Welch wunderbare Ironie, wenn man bedenkt, dass Trump versucht, die Marktwirtschaft mit Straftöllen zuzupflastern.
    • reaper54 01.09.2018 14:56
      Highlight Highlight Naja trotz Strafzöllen auf Deutsche Wagen z.B. sind die Zölle welche die EU auf Amerikanische Wagen erhebt höher. Trump mag ein Trottel sein, in ein paar belangen ist aber nicht so dumm wie es den Anschein macht.
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 01.09.2018 01:25
    Highlight Highlight Selbst wenn. Das Theater geht weiter und die Clownparade läuft zeitgerecht in Schritt und Tritt. Das Trump-Bashing nimmt munter seinen Lauf, der September Deal mit Kanada ist gelaufen und in 70 Jahren wird man sich daran erinnern wie wir heute Präsident Nixon: eine Anekdote! Nicht mehr.

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