International
USA

Trump gratuliert Putin zu «grossartigem» Gefangenen-Deal

FILE - President Donald Trump meets with Russian President Vladimir Putin at the G-20 Summit in Hamburg, July 7, 2017. A Pew survey of democracies around the world finds that views of the U.S. as a mo ...
Putin und Trump bei einem Zusammenkommen am G-20-Gipfel 2017.Bild: keystone

Trump gratuliert Putin zu «grossartigem» Gefangenen-Deal

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat Kremlchef Wladimir Putin zum jüngsten Gefangenenaustausch mit dem Westen gratuliert.
04.08.2024, 05:2904.08.2024, 05:44

«Ich möchte Wladimir Putin dazu beglückwünschen, dass er wieder einmal einen grossartigen Deal gemacht hat», sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat bei einem Wahlkampfauftritt in Atlanta im Bundesstaat Georgia. Für die Vereinbarung seien einige der übelsten Killer auf der Welt freigelassen worden. «Wir haben unsere Leute zurückbekommen», sagte Trump, beklagte aber zugleich, die USA machten «schreckliche» Deals. Die Einigung schaffe einen schlechten Präzedenzfall.

Auch während seiner Amtszeit seien im Ausland inhaftierte Amerikaner freigekommen, sagte Trump weiter und betonte:

«Ich habe nie etwas bezahlt.»

Der Republikaner hatte den jüngsten Deal mit Russland bereits zuvor schlechtgeredet und ohne jeden Beleg impliziert, für den Austausch der Gefangenen sei Geld geflossen.

Bei einem beispiellosen Gefangenenaustausch hatten am Donnerstag Russland und Belarus 16 Menschen freigelassen, die unter anderem wegen ihrer Tätigkeiten als Journalisten, Künstler, Oppositionelle oder Aktivisten in Gefangenschaft geraten waren. Im Gegenzug wurden zehn Personen aus der Haft in verschiedenen Ländern an Moskau übergeben – darunter der verurteilte «Tiergartenmörder» Wadim Krassikow, der in Deutschland in Haft war. Die US-Regierung hatte den Austausch mit der Hilfe von mehreren anderen Ländern vorangetrieben, um unter anderem die US-Bürger Evan Gershkovich und Paul Whelan aus russischer Haft freizubekommen.

Trump wird einige Nähe zu Putin nachgesagt. Während seiner Amtszeit war der Republikaner immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, den Kremlchef zu hofieren. Unter anderem hatte Trump hatte bei einem Gipfel mit Putin in Helsinki 2018 Erkenntnisse amerikanischer Geheimdienste über Einmischungen Russlands in die US-Wahlen infrage gestellt. Das löste damals grosse Empörung in den USA aus. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
7. Oktober: Greta Thunberg bei Palästina-Demo in Berlin
Genau drei Jahre nach dem Hamas-Überfall auf Israel gehen in Berlin viele Menschen auf die Strasse. Mit dabei: Klimaaktivistin Greta Thunberg.
Am dritten Jahrestag des Terrorangriffs der islamistischen Hamas auf Israel haben in Berlin einige hundert Menschen für Palästina demonstriert. Die überwiegend jungen Frauen und Männer versammelten sich am Abend in Kreuzberg auf dem Oranienplatz und zeigten palästinensische Fahnen und Transparente. Polizeisprecher Florian Nath sprach zunächst von 700 Teilnehmern. Unter ihnen war auch die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg. Dann startete ein Demonstrationszug.
Zur Story