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epaselect epa07541629 Supporters of the Venezuelan opposition burn Venezuelan currency at a demonstration against President Maduro's Government, in the streets of Caracas, Venezuela, 01 May 2019. Venezuelan Parliament head Juan Guaido, recognized as interim president of Venezuela by 50 countries, reappeared in Caracas at a demonstration in which he celebrated that thousands of people are protesting against the government of Nicolas Maduro 'despite intimidation.  EPA/MIGUEL GUTIERREZ

Ein Anhänger der Opposition verbrennt venezolanische Geldscheine, Caracas am 1. Mai. Bild: EPA/EFE

Diese 6 Grafiken zeigen die Krise in Venezuela

Die politische Krise in Venezuela spitzt sich immer weiter zu. Zuletzt scheiterte ein Putschversuch durch den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaido. Was die Krise im Land angerichtet hat, zeigen folgende 6 Grafiken.



Inflationsrate

Man beachte die «Kurve» von Nachbarland Kolumbien. Im Vergleich zu Venezuela ist sie gar nicht zu sehen. Die 10 Mio. Prozent sind allerdings nichts im Vergleich zur Währungskrise in Simbabwe, als die Inflationsrate 500 Milliarden Simbabwe-Dollar erreichte und zum Kollaps der Währung führte.

Arbeitslosenquote

Bevor die Krise losging, waren 7,4 Prozent der Bevölkerung arbeitslos. Im Jahr 2019 sind etwa 44 Prozent arbeitslos, fürs Jahr 2024 sind etwa 55 prognostiziert. Diese Prognosen sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen.

Staatsverschuldung

Momentan liegt die Staatsverschuldung von Venezuela bei etwa 230 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Zum Vergleich: Die Schweiz ist mit etwa 40 Prozent des BIP verschuldet.

Veränderung BIP

Im April 2013 übernahm Nicolas Maduro die Macht im Land. Ab dem Jahr 2014 schrumpfte das BIP kontinuierlich, für das Jahr 2019 sind -25 Prozent vorausgesagt.

Bevölkerungsentwicklung

In den vergangenen 30 Jahren wuchs die Bevölkerung Venezuelas kontinuierlich, im Jahr 2016 kam dann die Wende. Wieso sinkt die Bevölkerung? Hauptsächlich, weil viele Menschen aus Not das Land verlassen. Das UNHCR geht momentan von 3 Millionen Flüchtlingen aus.

Ölproduktion

Nach der Machtübernahme durch Maduro konnte Venezuela die Ölproduktion noch bis ins Jahr 2015 auf gleichem Level halten, danach sank die Produktion von etwa 2,4 Millionen Barrel pro Tag auf eine Million. Die Voraussagen sehen noch bitterer aus.

Sämtliche Daten stammen vom Internationalen Währungsfonds (Englisch: International Monetary Fund) und können hier angesehen werden.

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Die Venezuela-Krise 2019

«Leute sterben in Spitälern»

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andrew1 07.05.2019 21:31
    Highlight Highlight https://images.app.goo.gl/p5pudRvJ7GqxzWnG8
  • karl_e 07.05.2019 14:50
    Highlight Highlight Die Chinesen und die Russen sind so klug, dass sie sich die Option auf das venezolanische Oel offen halten. Die USA haben das nicht nötig, denn ersten fracken sie auf Teufel komm raus, und zweitens halten sie die Potentaten der ölreichen Schurkenstaaten am Persischen Golf an der Macht. Die sind gegen innen und aussen (Jemen!) wesentlich übler als es Maduro je war oder sein wird. Der produziert im Gegensatz zum wahhabitischen Saudi-Arabien keine Islamisten und Massenmörder (9/11). Sein Fehler: Er ist nicht der Hellste - aber Trump auch nicht.
    • Basti Spiesser 07.05.2019 17:46
      Highlight Highlight Wer blitzt hier?
  • muto 07.05.2019 08:54
    Highlight Highlight kann man so was noch eigendlich retten? Oder gibt man da einfach auf und guckt nicht hin?
    • RandomNicknameGenerator 07.05.2019 09:09
      Highlight Highlight Es wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis das Land wieder aufgebaut ist. Solange die Grossmächte China & Russland die aktuelle Regierung halten wollen, wird aber nicht viel passieren.
    • loquito 07.05.2019 10:00
      Highlight Highlight Der einzig demokratisch legitime und korrekte Weg hat der ehem. Botschafter der Schweiz in Venezuela am Sonntag im Interview genannt. Vermitteln, statt putschen und so rasch als möglich neue Parlamentswahlen. Wenn dann Maduro gewinnt muss man aber langsam dann mal aufhören so zu tun als wären 80% der Venezolaner für die Opposition...
    • RandomNicknameGenerator 07.05.2019 11:15
      Highlight Highlight Ein neues Parlament wählen, damit Madruo es wieder entmachten kann, wie schon das alte? Was genau soll das bringen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • no-Name 07.05.2019 08:53
    Highlight Highlight Die Statistiken bestätigen mich etwas in der bisher subjektiven Ansicht, dass unter Chavez das Elend noch nicht in die Eskalation geriet... ich war von seinem Umgang z.B. mir den Gringos nämlich ziemlich begeistert! (Sprich: die Verstaatlichung der US-Amerikanischen Ölkonzerne... 😁) Viele meiner venezolanischen Freunde glauben die Krise rückblickend seit 1998 zu erkennen. Es gandelt sich aber dabei um Europareisende und Privatunis besuchende Venezolaner... 🤷🏽‍♂️🤔
    • RandomNicknameGenerator 07.05.2019 09:07
      Highlight Highlight Naja, schau dir mal die steigenden Staatsausgaben während Chavez Amtszeit an. Zusammen mit den mehr als halbierten Ölpreis um 2015 wäre es auch unter Chavez zu Problemen gekommen. Chavez aber war ein Charismatiker, der die Leute möglicherweise bei Laune hätte halten können.
    • loquito 07.05.2019 09:57
      Highlight Highlight Die Realität ist diese: vor 1999 ging es in Venezuela 75% der Bevölkerung nicht gut, 40%-50% waren Arm. Medizinische Versorgung war für 50% inexistent, Bildung für alle ein Traum... Alle, welche etwas anderes behaupten haben entweder kein Gedächtnis, wollen sich micht erinnern oder gehören zu den 25%
    • RandomNicknameGenerator 07.05.2019 11:17
      Highlight Highlight Stimmt, toller Fortschritt. Heute geht es 99% der Bevölkerung nicht gut. Nur Maduro und seinen Leuten, insbesondere seinen Generälen geht es super. Aber wenigstens sind 99% mehr als 75%. Oder in welcher Welt macht deine Logik genau Sinn, loquito?
    Weitere Antworten anzeigen
  • RandomNicknameGenerator 07.05.2019 08:47
    Highlight Highlight Sehr wichtig wäre in diesem Zusammenhang noch die Kurve des Ölpreises. Dann sieht man ziemlich gut, wo das grösste Problem von Venezuela liegt. (Spoiler: nicht auf dem nördlichem Teil des Kontinents.)
  • loquito 07.05.2019 08:43
    Highlight Highlight Wow, wiederholen der Oppositions und US Propaganda... Sehr gut, die Grafiken helfen super... Ob nun Maduro oder die Sanktionen seit 2015 und dann extrem ab 2017 schuld sind ist schwer zu sagen... Um Maduro die Schuld geben zu können, hätte man Venezuela nicht sanktionieren dürfen... Artikel vom Sonntagsblich bon Herrn Walther Suter war da schon auf einer etwas anderen Linie...
    • Joe 'Barack America' Biden 07.05.2019 09:28
      Highlight Highlight Dank Maduros totaler Misswirtschaft ging es mit Venezuela schon lange vor den US-Sanktionen nur noch bergab. Die PSUV sollte ihn dringend ersetzen. Maduro vernichtete alles was Chavez aufgebaut hat.
    • Hierundjetzt 07.05.2019 11:27
      Highlight Highlight „Sanktionen“ es wurden 5 Ministern das Konto gesperrt.

      Die Häfen sind bis heute offen.

      Es gibt einfach kein Geld zum etwas importieren.
    • loquito 07.05.2019 16:52
      Highlight Highlight Zu Sanktionen... Erkubdigen Sie sich... Aber das Gewisch von "es gibt ja gar keine Sanktioben" passt ihnen wohl... Aber der ehemalige Botschafter und 10facher, offizieller Wahlbeobachter ist wohl einfach Blind und unfähig. Die Kommentaroren hier alle viel besser informiert...
    Weitere Antworten anzeigen

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