Welt im Krisenmodus: Militärausgaben erreichen erneut Rekord
Angetrieben von zahlreichen Kriegen und Konflikten erreichten die globalen Militärausgaben dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri zufolge im elften Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Inflationsbereinigt stiegen die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent. Innerhalb eines Jahrzehnts wuchsen sie sogar um 41 Prozent.
Alle Staaten wandten 2025 zusammen knapp 2,89 Billionen US-Dollar für das Militär auf. Allerdings fiel der Anstieg deutlich geringer aus als 2024. Das führten die Friedensforscher auf einen Rückgang der US-Militärausgaben zurück. Der Hauptgrund dafür: die ausbleibenden Hilfen für die Ukraine. Dagegen investierten die USA mehr in ihre eigenen nuklearen und konventionellen militärischen Fähigkeiten.
Trotz des Rückgangs blieben die USA das Land mit den mit Abstand grössten Ausgaben für das Militär (umgerechnet knapp 749 Milliarden Franken). In Zukunft dürfte die Zahl zudem wieder nach oben gehen, sagte Sipri-Experte Diego Lopes da Silva. (sda/dpa)
