Wirtschaft
International

Ölpreise klettern nach Trumps Drohungen weiter

President Donald Trump speaks about the Iran war from the Cross Hall of the White House on Wednesday, April 1, 2026, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon, Pool)
Trump Iran US
Trump tickt aus und droht – die Ölpreise steigen. Bild: keystone

Ölpreise klettern nach Trumps Drohungen weiter

Die Ölpreise sind nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit weiteren Aufschlägen in die Woche gestartet.
06.04.2026, 06:2906.04.2026, 06:50

Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter).

Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate legte zu.

Trump hatte der iranischen Führung zuvor erneut mit heftigen Angriffen gedroht, sollte sie bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) nicht einlenken. Damit scheint die US-Regierung ihr Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Strasse von Hormus zwar zum dritten Mal zu verschieben. Doch die Drohungen werden schärfer.

«Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen», sagte Trump dem «Wall Street Journal». Auf seiner Plattform Truth Social hatte der Präsident seiner Forderung an den Iran auch mit Beleidigungen Nachdruck verliehen. «Öffnet die verdammte Strasse (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen», schrieb er in einem Post am Ostersonntag.

Opec+ besorgt über Angriffe

Die acht Kernstaaten des Öl-Kartells Opec+ zeigen sich derweil tief besorgt über iranische Angriffe auf die Energie-Infrastruktur. Die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen sei kostspielig und zeitaufwendig, was die allgemeine Versorgungssicherheit beeinträchtige, erklärten die Länder. Entscheidend für die Versorgung sei auch der Schutz internationaler Seewege, so das Bündnis mit Blick auf die weitgehende Blockade der Strasse von Hormus.

Zugleich drehen die acht Länder – zu ihnen gehören vom Iran-Krieg besonders betroffene Staaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate – den Ölhahn etwas auf. Die Tagesproduktion könne im Mai um 206'000 Barrel (je 159 Liter) gesteigert werden, hiess es. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
61 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
stronghelga
06.04.2026 07:32registriert März 2021
Es zeigt sich immer deutlicher, warum die Zeit für die Erneuerbaren längst gekommen ist.
857
Melden
Zum Kommentar
avatar
Thomas Melone
06.04.2026 06:59registriert Mai 2014
Etwas Schadenfreude bleibt bei dem Gedanken, dass die MAGA-Jünger jetzt beim Tanken auch tiefer ins Portemonnaie greifen müssen.
793
Melden
Zum Kommentar
avatar
Barth Simpson
06.04.2026 07:19registriert August 2020
Die Magas erhalten nun die Quittung für dass, was sie gewählt haben. In diesem Sinne: Erfahrung ist durch Nichts zu ersetzen. Leider betrifft es aber auch die weit überwiegende Mehrheit der Menschheit, welche mit Trump null und nichts am Hut hat. Aber da müssen wir nun leider gemeinsam durch.
753
Melden
Zum Kommentar
61
Mutmasslicher Mafiaboss bei Luxus-Osterferien geschnappt
Aus dem geplanten Luxus-Wochenende über Ostern an der italienischen Amalfiküste ist für einen der meistgesuchten mutmasslichen Mafiabosse ein Aufenthalt im Gefängnis geworden.
Zur Story