Irak
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Ban Ki Moon alarmiert

IS zerstört weiter Kulturgüter



UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Welt aufgerufen, gegen die Zerstörung des antiken Kulturguts im Irak durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einzuschreiten. «Die gezielte Zerstörung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes stellt ein Kriegsverbrechen dar», erklärte Ban am Sonntag.

epa04556871 UN Secretary-General Ban Ki-moon speaks at a lecture on 'India and the United Nations in a Changing World' in New Delhi, India, 12 January 2015. Ban Ki-moon is in India to attend an investment conference and is scheduled to meet top Indian politicians.  EPA/STR

Ban Ki Moon ist in grosser Sorge. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Er «rufe die internationale Gemeinschaft dringend auf, rasch diesen abscheulichen terroristischen Aktivitäten ein Ende zu setzen und dem illegalen Handel mit Kulturgütern entgegenzutreten». Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Die UNO-Kulturorganisation Unesco hatte zuvor mitgeteilt, dass die Dschihadisten nach antiken Stätten in Mossul und Nimrud nun auch Teile der historischen Stätte Hatra zerstört hätten. Der irakische Minister für Tourismus und Altertümer, Adel Fahad al-Scherschab, rief die internationale Militärallianz zum Einschreiten auf. 

«Wir müssen sehr präzise sein»

Der UNO-Sicherheitsrat hatte im Februar eine Resolution verabschiedet, um die Finanzierung der Dschihadisten durch den Handel mit Kulturgütern sowie den Verkauf von Öl und die Erpressung von Lösegeld einzudämmen.

Die US-geführte Militärkoalition teilte am Sonntag mit, sie habe zwölf Luftangriffe im Irak geflogen, wobei auch eine IS-Einheit bei Mossul und zwei Bagger zerstört worden seien. Der US-Oberkommandant Martin Dempsey rief zur «strategischen Geduld» auf.

Bei einer Ausweitung der Luftangriffe drohten mehr Zivilisten getötet zu werden, was den Dschihadisten in die Hände spielen würde, sagte der General. «Wir haben daher eine Verantwortung, beim Einsatz der Luftwaffe sehr präzise zu sein. Und das bedeutet, dass es Zeit braucht», sagt Dempsey. (feb/sda/afp)

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