Islam
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Wir haben genug!»

Auch wenn Sie genug vom Dschihad haben – dieses Video sollten Sie sich anschauen 



Masken, Mützen, Uniformjacke: Das Video beginnt wie irgendein bedrohliches Machwerk von islamistischen Fanatikern. Aber dann – doch sehen Sie selbst:

abspielen

«WARNING: A muslim message to the danish people!» Video: Youtube/darabbit333

Der dschihadbärtige Sprecher begrüsst zuerst die «muslimischen Brüder und Schwestern da draussen» sowie die Ungläubigen und stellt dann auf Dänisch fest: «Wir Muslime leben seit über 30 Jahren in diesem Land!» Man sei «Pakis», «Einwanderer», «Gastarbeiter» und Immigranten der «ersten, zweiten, dritten, vierten und fünften Generation» genannt worden. 

«Ihr habt Angst vor uns!», folgert er. «Ihr wollt nicht mit uns sprechen. Ihr habt Angst, mit uns zu interagieren.» Davon habe man genug, sagt der Mann. «Darum gehen wir dieses Jahr auf die Strasse, um ...» – nun folgt die überraschende Wende – «... allen ‹Frohe Weihnachten› zu wünschen!»

Ungute Erinnerungen

Die Aktion der jungen Muslime dürfte in Dänemark positiv aufgenommen werden, denn das Verhältnis zwischen der Mehrheitsgesellschaft und der muslimischen Minderheit war in der Vergangenheit nicht immer ungetrübt. Vor zwei Jahren hatte ein Streit zwischen muslimischen und christlichen Bewohnern einer Wohnanlage über einen Weihnachtsbaum international Schlagzeilen gemacht. 

Vor allem aber dürften die Geschehnisse um die Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung, die vor neun Jahren die islamische Welt in Rage versetzten, den meisten Dänen noch ungut in Erinnerung sein. 

Die rechtspopulistische Dänische Volkspartei («Dansk Folkeparti», DF) hält denn auch als drittstärkste Partei 22 von 179 Sitzen im dänischen Parlament. Bei der Europawahl 2014 wurde sie mit einem Stimmenanteil von knapp 27 Prozent sogar stärkste politische Kraft in dem skandinavischen Land. 

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Frauen der Geschichte

Macht, Mord und Monobrauen: Im Harem des persischen Schahs

Heute reisen wir in den Iran und lernen das Leben von Tâdsch os-Saltane kennen, der Tochter des persischen Schahs Nâser ed-Din. Gewidmet ist ihre Geschichte unserem treuen User Luca Brasi, dessen unermüdliche Eurozentrismus-Kritik nun endlich Früchte trägt.

«Das Leben der Frauen im Iran hat nur zwei Seiten: Die eine ist schwarz, die andere weiss. Wenn sich die Frauen nach draussen begeben und spazieren gehen, ist ihre Gestalt unter dem entsetzlichen Schwarz der Trauer verborgen, und nach ihrem Tod werden sie in das weisse Leichentuch gehüllt. Und ich, die ich eine dieser unglücklichen Frauen bin, ziehe das weisse Leichentuch jener schrecklichen Trauergestalten vor; ich weigere mich beharrlich, dieses Kleidungsstück zu tragen.»Tâdsch …

Artikel lesen
Link zum Artikel