Islamischer Staat (IS)
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screenshot: http://timesofindia.indiatimes.com

Indischer Dschihadist

Er wollte in den Reihen des IS kämpfen, doch die liessen ihn nur WC putzen



Ein junger Dschihadist ist am Freitag nach einem sechsmonatigen Aufenthalt im Irak von der indischen Bundespolizei verhaftet worden. Der 23-jährige Arib Madschid steht unter Verdacht, in den Reihen des Islamischen Staats (IS) gekämpft zu haben. Laut «Times of India» bestreitet er dies vehement: Zwar habe er bei der Terrorgruppe angeheuert, doch gekämpft habe er nie.

Im Gegenteil: Zwar wurde er laut eigenen Aussagen an Sturmgewehr und Minenwerfer ausgebildet, doch dann sei seine Statur als zu schwächlich eingestuft worden. Trotz wiederholtem Bitten hätten ihm die IS-Offiziere nicht erlaubt, an den Kämpfen teilzunehmen. Stattdessen musste er «niedere Arbeiten» wie WC Putzen und Wassertragen erledigen.

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Arib Madschid. bild via «Times of india»

Zudem hätten ihn Zweifel an der Aufrichtigkeit der frommen Kämpfer beschlichen: «Das war kein heiliger Krieg und die Gebote des Korans befolgte auch niemand», so Madschid. IS-Kämpfer hätten viele Frauen vergewaltigt. Endgültig desillusioniert war er, nachdem er eine Schusswunde erlitt und drei Tage lange nicht behandelt wurde. «Erst als ich sie anflehte, brachten sie mich in ein Spital.»

Madschid wird sich wegen Verstosses gegen mehrere Anti-Terrorgesetze verantworten müssen. Strafmildernd dürfte hinzukommen, dass er die Namen der IS-Rekrutierer in seiner Heimatstadt Kalyan preisgegeben hat.

Madschid war im Mai mit drei Komplizen unter dem Vorwand einer Pilgerreise in den Irak gereist und hatte sich dort dem IS angeschlossen. Nachdem zwischenzeitlich sein Tod vermeldet worden war, kontaktierte er seinen Vater, der seine Rückreise über die Türkei organisierte. (kri)

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