Keine Red Bulls mehr in der Migros – das steckt dahinter
Für viele Jugendliche – wie auch viele Journalistinnen und Journalisten – gehören Energy Drinks zu den Grundnahrungsmitteln. Wer nun aber mit kritischem Koffeinspiegel in der Migros auf der Suche nach einem Red Bull ist, wird bitter enttäuscht. So fehlen seit Anfang Woche die originalen gezuckerten Energy Drinks der Marke. watson hat nachgefragt, wieso immer öfters Produkte beim orangenen Riesen fehlen.
Gegenüber watson hat die Mediensprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir erklärt, dass die Migros sich in laufenden Preisverhandlungen mit dem Lieferanten befindet. «Diese Verhandlungen sind Teil der Strategie der Migros, faire und nachvollziehbare Preise sicherzustellen und Preisaufschläge für die Kundinnen und Kunden zu vermeiden», so Huguenin-dit-Lenoir. Sie führte aus, dass darum einige Produkte – darunter auch Red Bull – vorübergehend aus dem Sortiment genommen wurden.
«Ein konkretes Datum kann derzeit nicht genannt werden»
Auf die Frage von watson, wann die Energy Drinks wieder verfügbar sind, hat die Sprecherin keine befriedigende Antwort: «Ein konkretes Datum für die Wiederverfügbarkeit von Red Bull kann derzeit nicht genannt werden. Der Abschluss der Verhandlungen hängt von der Einigung zwischen der Migros und dem Lieferanten ab.» Sobald die Verhandlungen abgeschlossen seien, werden Red Bulls wieder normal verfügbar sein.
Die Red Bulls sind jedoch nicht die einzigen Produkte, die gerade in der Migros Mangelware sind. Seit Anfang Jahr gibt es immer wieder klaffende Löcher in den Regalen des Grosshändlers. So waren bereits die Mayonnaise-Tuben, Lindt-Schokoladen und Haferflocken betroffen. In den Tochtergesellschaften der Migros Migrolino und Denner fehlten zudem Feldschlösschen Biere.
Auch bei diesen fehlenden Produkten, gibt die Migros die Lieferverhandlungen als Grund an. «Die Migros führt regelmässig Verhandlungen mit Grosskonzernen, um nachvollziehbare Preise sicherzustellen und Preisaufschläge für Kundinnen und Kunden zu vermeiden», erklärt Huguenin-dit-Lenoir und weiter: «Es handelt sich dabei um mehrere grosse, international handelnde Konzerne. Gleichzeitig gewinnen Eigenmarken bei Migros an Bedeutung, da immer mehr Konsumenten auf Qualität zu einem guten Preis achten.»
Dieses Statement bestätigte auch Red Bull gegenüber watson. So meinte eine Sprecherin: «Die Migros-Gruppe und Red Bull verhandeln derzeit über ihre Konditionen und haben noch keine Einigung erzielt. Um ihre Forderung zu unterstreichen, hat die Migros-Gruppe beschlossen, einige Red Bull-Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Wir arbeiten derzeit an einer für beide Seiten konstruktiven Lösung und hoffen, dass die Produkte bald wieder in den Regalen stehen.»
