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Cuba's President Raul Castro attends a ceremony at the Palace of the Revolution in Havana May 19, 2015. Serbia's President Tomislav Nikolic was awarded the Jose Marti medal during his official visit to Cuba. REUTERS/Enrique de la Osa

Raul Castro führt Kuba immer noch mit harter Hand. Bild: ENRIQUE DE LA OSA/REUTERS

In Kuba gibt es wieder mehr Gewalt gegen Oppositionelle 



Die Annäherungen zwischen den USA und Kuba führt in dem kommunistischen Karibikstaat nach Angaben von Exilkubanern zu verstärkten Repressionen gegen Oppositionelle.

Orlando Gutierrez Boronat von der Exilkubaner-Organisation Directorio democratico cubano sagte am Mittwoch in Miami es sei in den vergangenen Wochen und Tagen eine Verschärfung der Repression in Kuba festgestellt worden.  

Allein vergangenen Sonntag seien den Exilkubaner-Organisationen in den USA mehr als hundert Festnahmen von Aktivisten in Kuba sowie eine Zunahme von Gewalt gegen Oppositionelle gemeldet worden.

«Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Politik einer Normalisierung der Beziehungen zum Castro-Regime und der Verstärkung der Repressionen», sagte Gutierrez Boronat. Das Regime habe «ein Gefühl der Straflosigkeit.» 

In dem Ende der Eiszeit mit den USA sehe die kubanische Staatsführung «grünes Licht für die Niederschlagung der Opposition und für ausländische Investitionen».

Kubanischer Dissident bestätigt Festnahmen

In der kubanischen Hauptstadt Havanna bestätigte der Dissident Elizardo Sánchez die Festnahme von etwa hundert Menschen um Rande eines Marsches der oppositionellen «Damen in Weiss» am Sonntag. Sie seien wie in diesen Fällen üblich nach ein paar Stunden wieder freigelassen worden.

Die sonntäglichen Demonstrationen der Organisation, die 2003 von Ehefrauen politischer Häftlinge gegründet wurde, sind seit 2010 grundsätzlich erlaubt. Hin und wieder gibt es aber wegen angeblichen «Ausuferns» der Proteste Festnahmen.

Neue Verahndlungen zwischen USA und Kuba

Die USA und Kuba hatten im Dezember nach anderthalbjährigen Geheimverhandlungen eine grundlegende Neuausrichtung ihrer Beziehungen bekanntgegeben, um ihre jahrzehntelange Feindschaft aus der Zeit des Kalten Kriegs zu überwinden. Am Donnerstag wollen die beiden Länder in Washington erneut über die Eröffnung von Botschaften verhandeln.

Die US-Verhandlungsführerin Roberta Jacobson sagte vorab, Defizite bei Demokratie und Menschenrechten blieben das Haupthindernis für eine weitere Annäherung an Kuba.

«Wir machen weiterhin unsere Sorgen hinsichtlich der Demokratie, der Menschenrechte und der Meinungsfreiheit deutlich», sagte sie am Mittwoch vor dem Auswärtigen Ausschuss im US-Senat. (feb/sda/afp)

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