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Mexiko Studenten
quelle: ap/ap / marco ugarte
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43 Studenten vermisst

Zehntausende Mexikaner fordern Rückkehr verschleppter Studenten

Zehntausende Demonstranten sind am Mittwoch in Mexiko-Stadt auf die Strassen gegangen, um die sichere Rückkehr der 43 verschleppten Studenten zu fordern.
06.11.2014, 09:5606.11.2014, 09:58

«Sie nahmen sie lebend, lebend wollen wir sie zurück», rief die Menge, die ein Banner mit den Bildern der 43 Studenten hochhielt. Die jungen Leute waren am 26. September im südlichen Bundesstaat Guerrero nach einer Spendensammelaktion in der Stadt Iguala von der Polizei gestoppt worden. Anschliessend wurden sie offenbar einer mit der Polizei verbündeten Drogenbande übergeben.

Am Dienstag wurde der frühere Bürgermeister von Iguala und seine Ehefrau, die als Drahtzieher des Verbrechens gelten, nach sechswöchiger Flucht in Mexiko-Stadt festgenommen.

Bürgermeisterpaar offenbar mitschuldig

José Luis Abarca und seine Frau María de Los Ángeles Pineda waren nach dem Verschwinden der Studenten abgetaucht. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass Abarca das Vorgehen gegen die Studenten anordnete, um zu verhindern, dass sie am nächsten Tag eine Rede seiner Frau mit Protesten stören.

Das Bürgermeisterpaar soll Verbindungen zur Drogenbande Guerrero Unidos unterhalten, die verdächtigt wird, die verschleppten Studenten ermordet zu haben. 

40 Polizisten unter Verdacht

Inzwischen wurden ein dutzend Massengräber mit insgesamt 38 Leichen gefunden, doch ergaben vorläufige DNA-Analysen laut den Behörden, dass zumindest 28 der Leichen nicht von den Studenten stammten. Nach der Festnahme von Abarca besteht die Hoffnung, dass er Hinweise zum Schicksal der Vermissten liefert.

Insgesamt wurden mit Abarca mehr als 50 Verdächtige festgenommen, darunter etwa 40 Polizisten. Die Demonstranten betonten am Mittwoch aber, ihnen reiche dies nicht.

Die Wut über das Verschwinden der Studenten verschwinde nicht mit Abarcas Festnahme, sagte Bardomiano Martinez, der Vize-Direktor des Lehrerseminars, aus dem die vermissten Studenten stammten. «Dies ist, was wir mit diesem Marsch zeigen wollen. Wir werden weiter mobilisieren, bis sie zurück sind - lebend», sagte Martinez. (pma/sda/afp)

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