«Es läuft mir kalt den Rücken runter»: Nachbarn des Aarauer Amoktäters berichten
Der Mann, der mit «an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit» am Aarauer Rave das Feuer eröffnete und dabei eine junge Italienerin tödlich verletzte, kommt aus dem Kanton Jura. Darüber informierte die Kantonspolizei Aargau am Mittwoch.
Das Westschweizer Fernsehen RTS hat den Wohnort des 43-jährigen mutmasslichen Attentäters besucht. Er lebte im 500-Seelendorf Montsevelier, nur wenige Kilometer östlich der Kantonshauptstadt Delémont.
«Er war sehr isoliert und sehr ruhig», berichtet ein Nachbar gegenüber RTS. Es sei sehr seltsam, sich vorzustellen, dass er 50 Meter entfernt von ihm gewohnt habe. «Nie im Leben hätte ich mir vorstellen können, dass er Waffen besitzt», sagt er. «Bei der Vorstellung läuft es mir kalt den Rücken runter».
Gemäss den beiden Augenzeugen, mit denen der RTS-Reporter gesprochen hat, wohnte der Amoktäter seit etwa einem Jahr in einem Wohnhaus mit vier Wohnungen.
Sie schildern, wie am Montagmorgen, wenige Stunden nachdem sich der mutmassliche Amoktäter selbst gestellt hatte, ein Autokorso mehrerer ziviler Polizeiautos vor der Überbauung vorfuhr. Sie führten eine Hausdurchsuchung durch, liessen keinen Stein auf dem anderen. Die Eingangstür zu seiner Wohnung sei seitdem versiegelt, berichten die Nachbarn.
(her)
