Schweiz
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An employee of the restaurant

Stimmt der Abstand? Eine Lausanner Brasserie bereitet sich auf den Neustart vor. Bild: KEYSTONE

Analyse

Coronavirus? War da was? Das gefährliche Gefühl von Normalität

Die Schweiz wagt am Montag den grossen Öffnungsschritt. Gleichzeitig fragen sich immer mehr Leute, ob der Corona-Lockdown überhaupt nötig war. Dabei gilt nach wie vor die Devise: Safety first!



Es herrscht so etwas wie Aufbruchstimmung im Land. Schulen, Läden und Restaurants werden auf Hochglanz geputzt und so eingerichtet, dass sie den Schutzkonzepten genügen. Das klappt nicht reibungslos. Viele Eltern ärgern sich über Kantone, die vorerst auf Halbklassen-Unterricht setzen, was ihren Alltag zusätzlich verkompliziert. Beizen und Shops stellen sich auf weniger Kunden ein.

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Insgesamt aber dominiert die Vorfreude. Nach acht Wochen Zwangsschliessung geht es am nächsten Montag wieder los. Der Öffnungsschritt fällt deutlich grösser aus als vom Bundesrat ursprünglich geplant, doch die Schweiz ist nicht allein. Viele europäische Länder beginnen, aus der Corona-Schockstarre zu erwachen, und getrauen sich langsam zurück in die Normalität.

epa08405474 A couple enjoys the sun on a street in Barcelona, Catalonia, northeastern Spain, 06 May 2020. Spain is carrying out the de-escalation phase at different speeds depending on health situation in each province.  EPA/TONI ALBIR

Endlich wieder raus: Ein Paar geniesst die Sonne in Barcelona. Bild: EPA

In den Ländern Italien und Spanien, die das Virus besonders heftig heimgesucht hat, dürfen die Menschen wieder auf die Strasse. In Deutschland, das die Krise bislang im Griff hat, werden die Regeln ab nächster Woche deutlich gelockert. Bald gibt es wieder Bundesliga-Fussball, wenn auch in Form von Geisterspielen. Selbst Grenzöffnungen sind eine realistische Perspektive geworden.

Die sinkenden Fallzahlen machen es möglich. Im Spital von Bergamo, wo die Zustände auf dem Höhepunkt der Krise jenseits des Erträglichen waren, herrscht wieder Normalbetrieb. Die positive Entwicklung der Infektionskurve spielt auch der vermeintlich riskanten Öffnungsstrategie des Bundesrats in die Hände. Seine Sitzung am Freitag dürfte die ruhigste seit Februar werden.

Vereinzelt räumen sogar Epidemiologen ein, dass die «Kollateralschäden» des Lockdown für Gesellschaft und Wirtschaft auf längere Sicht grösser sein könnten als die direkten Folgen der Pandemie. Allerdings mahnen sie weiter zur Vorsicht. Das sieht auch die Mehrheit der Bevölkerung so, doch die Stimmen, die dem Bundesrat fast blind vertrauten, sind leiser geworden.

Bundesrat Ueli Maurer, Bundesraetin Viola Amherd und Bundesrat Alain Berset, von links, waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates ueber die Situation des Coronavirus, am Mittwoch, 22. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ueli Maurer stellt den Corona-Kurs des Bundesrats in Frage. Bild: KEYSTONE

Dafür melden sich immer mehr Leute zu Wort, die dem Bund Übertreibung vorwerfen, so etwa der Andermatt-Investor Samih Sawiris («In der Schweiz gehen Milliarden von Franken verloren, damit es einige Hundert Tote weniger gibt»), DJ Antoine («Corona ist ein Medienhype»), und sogar Finanzminister Ueli Maurer himself zweifelt («Ich frage mich, ob das wirklich notwendig war»).

«Keine Hinweise auf Risiken»

Eine Tamedia-Journalistin findet sogar, man solle bei einer Rückkehr zum Normalbetrieb nicht ständig die Risiken betonen: «Wir brauchen Mut und Zuversicht. Keine Hinweise auf Risiken. Diese sind nicht nur müssig, sondern auch schädlich. Sie schüren Angst. Und Angst ist Gift.»

Corona? War da was?

Die Kollegin verlangt «gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse» als Grundlagen für unser soziales, politisches und wirtschaftliches Leben. Genau das aber ist das Problem. Wir wissen noch viel zu wenig über das neuartige Coronavirus. So ist nach wie vor unklar, ob das wärmere Wetter die Virulenz mindert und wir dafür im Herbst in eine umso heftigere zweite Welle schlittern.

So lange diese Gefahr besteht, ist ein unbeschwerter Aufbruch in die «neue Normalität» brandgefährlich. Erste beunruhigende Anzeichen in diese Richtung gibt es. So hat der Verkehr auf den Strassen deutlich zugenommen. Selbst am letzten Samstag, als das Wetter kühl und trüb war und erst die Gartencenter und Baumärkte geöffnet hatten, rollte er fast wie vor Corona.

Schwierige Durchhalteparolen

«Safety first» bleibt die Devise, nach der wir uns richten müssen. Das bedeutet im Minimum die bekannten Regeln, also Hände waschen und Abstand halten. Dem Bund und der von ihm beauftragten Zürcher Werbeagentur Rod wird es so oder so schwer fallen, sich mit ihren Durchhalteparolen weiterhin Gehör zu verschaffen. Irgendwann hat man es gesehen und gehört.

Video: watson

Problematisch bleibt deshalb auch die Kommunikation des Bundesrats, und das betrifft nicht nur Ueli Maurers «Querschläger-Interview» in der NZZ, das «zufällig» genau am Tag der letzten Bundesratssitzung erschienen ist. Selbst Justizministerin Karin Keller-Sutter hat im Interview eingeräumt, dass der Bundesrat die Ankündigung der schrittweisen Öffnung am 16. April verbockt hat.

Musterland Österreich

Wie man es machen sollte, zeigen die Österreicher. Dort hat die Rückkehr zur Normalität bereits am Dienstag nach Ostern begonnen, ohne dass es zu einer Zunahme der Infektionen gekommen wäre. Das liegt auch daran, dass die türkis-grüne Regierung bemerkenswert geschlossen auftritt und jeden Öffnungsschritt mit der klaren Warnung vor zu grosser Nonchalance verbindet.

Österreich ist damit zu einem Corona-Musterland geworden. Die Kehrseite ist die geringe Kundenfrequenz in den Läden und Shoppingcentern. Bis zu einer wirtschaftlichen Normalisierung ist es ein weiter Weg. Der Druck wird deshalb kaum nachlassen. Immerhin darf man dem Bundesrat attestieren, dass der weitere Öffnungs-Fahrplan ziemlich clever gestaltet ist.

Über den für 8. Juni geplanten nächsten Schritt will er am 27. Mai entscheiden. Bis dann wird man wissen, welche Auswirkungen das «Grand Opening» am Montag auf die Infektionskurve haben wird. Einen zusätzlichen Anreiz, sich diszipliniert zu verhalten, schafft der Bundesrat, indem er mit der Öffnung von Zoos und Bergbahnen zuwartet, die zu den beliebtesten Ausflugszielen gehören.

Das schwedische Modell

Vorerst begibt sich die Schweiz mehr oder weniger auf das Niveau von Schweden. Dort waren Grundschulen, Läden und Restaurants nie geschlossen. Am schwedischen Modell scheiden sich die Geister. Ist es vorbildlich oder verheerend? Die Sterberate ist deutlich höher als in den benachbarten skandinavischen Ländern, aber tiefer als in Grossbritannien oder Italien.

epa08377361 State epidemiologist Anders Tegnell of the Public Health Agency of Sweden talks during a daily news conference on the coronavirus, Covid-19 situation, in Stockholm, Sweden, 22 April 2020.  EPA/Jonas Ekstroemer ***SWEDEN OUT*** SWEDEN OUT

Staatsepidemiologe Anders Tegnell ist das Gesicht des liberalen schwedischen Modells. Bild: EPA

Die Schweden halten jedenfalls eisern an ihrem liberalen Modell fest, und zuletzt ist die Corona-Kurve gesunken. Und ein Aspekt dürfte ihre Bilanz stark getrübt haben: Zu lange wurde der Schutz der Senioren vernachlässigt. Erst am 31. März wurde ein Besuchsverbot in Altersheimen verhängt. Den mangelhaften Schutz der Risikogruppe räumen mittlerweile auch die Behörden ein.

Der schwedische Ansatz basiert auf einer hohen Eigenverantwortung. Andere Länder wie Grossbritannien und die USA, die traditionell zum Laissez-Faire tendieren, haben damit ein Desaster verursacht. Bei ihnen ist allenfalls ein schwaches Licht am Ende des Corona-Tunnels zu erkennen. Und die Schweiz ist vermutlich mehr USA als Schweden.

«Trotz der tiefen Fallzahlen müssen wir uns bewusst sein: Das ist noch lange nicht das Ende dieser Pandemie», meint die Epidemiologin Olivia Keiser im watson-Interview. Wir können die grosse Öffnung am Montag mit einer Portion Optimismus angehen. Und müssen unablässig auf die damit verbundenen Risiken hinweisen. Sonst stecken wir vielleicht bald wieder im Dreck.

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    Alle Leser-Kommentare
  • KoTaMo 08.05.2020 14:39
    Highlight Highlight Ganz gefäääääääährlich, diese Normalität.
  • Miriam F. 08.05.2020 12:43
    Highlight Highlight Die Gefährlichkeit des Virus hat nicht abgenommen, jedoch ist es gerade nicht mehr so akut wie vorher. Ich denke gewisse Verhaltensregeln bleiben uns schon noch eine Weile erhalten. Keine Küsschen und Händeschütteln zu Begrüssung, mehr Abstand, öfter Händewaschen. Das ist schon mal sehr effektiv. In engen Verhältnissen, wie Pendler ÖV zu Stosszeiten, wäre es super wenn die Leute eine zertifizierte Gesichtsmaske tragen würden,vielleicht können wir uns dies auch angewöhnen.
  • KoTaMo 08.05.2020 12:09
    Highlight Highlight Ich bin dafür, dass wir unsere Meinungen aufgrund von realen Zahlen, Daten und Fakten bilden. Und nicht aufgrund von Angst und Modellrechnungen für die Zukunft.
    • Herr J. 08.05.2020 15:33
      Highlight Highlight Das Problem hierbei ist, dass Du für die Zukunft nie reale Zahlen, Daten und Fakten hast. Die hast Du nur für die Vergangenheit. Zukunft vorauszusagen basiert auf Szenarien, Annahmen, Modellen. Dabei ist es nicht zwingend so, dass sich die Zukunft einfach aus der Vergangenheit extrapolieren lässt, auch wenn das viele Leute intuitiv meinen. Manchmal fällt man damit ganz furchtbar auf die Fr...
    • aglio e olio 08.05.2020 17:50
      Highlight Highlight Erfahrung hat man erst, nachdem man sie gebraucht hätte.
  • henk 08.05.2020 11:50
    Highlight Highlight Ich finde, der Bundesrat hat gute Arbeit geleistet. Ich habe viel Gejammer und Gemotze über den Lockdown gehört. Ich bin jedoch extrem dankbar, dass wir zu keiner Zeit in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt wurden. Wir durften uns jederzeit frei im ganzen Land bewegen. Sogar an Ostern wurden am Gotthard lediglich Empfehlungen durch die Polizei gegeben. Ich bin froh, wenn jetzt weitere Lockerungen kommen. Aber Disziplin ist weiterhin angebracht. Wenn wir wollen, dass die Geschäfte und die Schulen geöffnet bleiben, müssen wir uns an diese „neue Normalität“ gewöhnen
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 09.05.2020 00:58
      Highlight Highlight Fehlt dir der Konsumismus so sehr, dass du dich über die Lockerungen freust?
  • ThePower 08.05.2020 11:32
    Highlight Highlight Da jetzt die ganzen Reichen wie Sawiris rumheulen wegen ihrer "Verluste", will ich es einmal ganz deutlich sagen: Es ist mir völlig egal, wie viel euch das kostet. Ich habe keine Lust, für eure Dividenden und Aktiengewinne draufzugehen. Der BR hat das trotz zwei, drei Stolperer genau richtig gemacht.
    • Herr J. 08.05.2020 15:36
      Highlight Highlight Wenn Du immer noch das Gefühl hast, die Lockerungen seien nur im Interesse der "Wirtschaft", von Aktionären oder Schwerreichen: Guck die Arbeitslosenzahlen, die Armutszahlen, die Verluste für Kleingewerbler an. Wirtschaft sind wir alle, es trifft die Kleinen mindestens so wie die Grossen. Mir ist jedenfalls nicht egal, wieviel das Ganze kostet, wenn es um Aberdutzende Milliarden Franken geht.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 09.05.2020 01:07
      Highlight Highlight @Herr J.: Die Armuts- und Arbeitslosenzahlen gründen im Grundsatz von "Take it from the needy, give it to the greedy".

      Die Wirtschaft produziert Armut, indem sie Kapital ungerecht verteilt. Ein Prozent der Weltbevölkerung hat mehr Reichtum als 50% der Weltbevölkerung. Deinen Wohlstand bezahlen die, die ganz unten sind. Den Menschen wird das Land genommen, sie werden von der Wirtschaft unterjocht und von ihr abhängig gemacht. Die Leute haben nicht unrecht, wenn sie sagen, die Umverteilung geschehe von unten nach oben.

      Im Wirtschaftskapitalismus schwimmen nur wenige oben. Der Rest taucht.
  • Bernardo0815 08.05.2020 10:47
    Highlight Highlight Und jetzt alle im Chor: Masken nützen nichts, Masken nützen nichts, Masken nützen nichts...

    Play Icon
  • Vintage 08.05.2020 10:41
    Highlight Highlight Champagner trinken im Pelzmantel auf dem gefrorenem See in St. Moritz. DJ Antoine sollte die Klappe halten. Oder ist irgendwie qualifiziert?
  • Vecchia 08.05.2020 10:37
    Highlight Highlight "Eine Tamedia-Journalistin findet sogar, man solle bei einer Rückkehr zum Normalbetrieb nicht ständig die Risiken betonen..."

    Journis und ihre eigenen Befindlichkeiten...
    Nähme mich wunder, ob sie dies Menschen wie z.B. Stefan Büsser direkt ins Gesicht sagen würde.

    Man kann ja jetzt schon - nicht nur bei Parlamentspartys - beobachten, dass es viele gibt, die sich bei geringsten Lockerungen kopflos benehmen.
    Bis das Gesundheitssystem für einen weiteren Ausbruch zu 100% ausgerüstet wäre und man mehr über das Virus weiss, schadet es nicht, regelmässig an den Schutz zu erinnern.
  • Nonkonformist 08.05.2020 10:31
    Highlight Highlight Ja, war da wirklich was? Wenig Infizierte, wenig Tote, unterbeschäftigtes Gesundheitswesen. Man muss sich wirklich fragen, ob die ganzen Masnahmen nötig waren. Der Bundesrat wird sich rechtfertigen müssen. Ich vertraue da dem Parlament, dass es kritisch bleibt.
    Für uns geht das Leben zum Glück endlich wieder normal weiter. Corona ist vorbei. Die angebliche 2te Welle ist bloss Angstmacherei. Corona geht es wie zuvor SARS, Schweinegrippe, Vogelgrippe etc. Bald schon intressiert sich keiner mehr dafür.
    • soulpower 08.05.2020 12:16
      Highlight Highlight Sie lehnen sich aber mit Zukunftsprognosen ziemlich weit aus dem Fenster...
  • dorfne 08.05.2020 09:45
    Highlight Highlight Wenn es eine zweite Welle gibt, dann aus folgendem Grund: in jeder Sendung wurde gesagt, für die Jungen sei das Virus ungefährlich. Die Jugend, so wurde gesagt, müsse nun solidarisch sein mit den Ü65 usw.. und ab Montag denken die Jungen, Ende Lockdown = genug der Solidarität mit den Alten. Wir wollen unser Leben zurück.
    Wenn die Alten nicht freiwillig zu hause bleiben, werden sie halt von uns infiziert. Sagt denen endlich, dass es schwere Krankheitsverläufe auch bei jüngeren Menschen gibt. Verläufe mit Dauerschädigungen an Lunge, Darm, Blutgefässen usw..
    • Bernardo0815 08.05.2020 09:58
      Highlight Highlight Ist so wie Du schreibst, aber gut, "wir", faktisch gehöre ich auch zu dieser jungen Generation, sind eben so, sprich immer war alles da, immer konnte alles gemacht werden, nie musste man verzichten oder kämpfen, zumindest hierzulande. Woher soll da ein flächendeckendes Gefühl von Solidarität und Awareness kommen? Ich habe da wenig Hoffnung, leider. Dem 28-Jährigen Südkoreaner fehlt es auch an nichts, und doch ist er anders als ein 28-Jähriger Schweizer.
    • Snowy 08.05.2020 10:22
      Highlight Highlight @dorfne:
      Bitte Dich um ein konkretes Bsp aus der Schweiz eines U50 Menschen, der gestorben ist oder einen sehr schweren Verlauf hatte mit bleibenden Schäden.
    • Bernardo0815 08.05.2020 10:28
      Highlight Highlight Ah, nur bleibende Schäden sind ein schwerer Verlauf? Das erkläre ich gleich mal meinem 57-Jährigen kerngesunden Kollegen ohne Vorerkrankung, der seit nunmehr sechs Wochen nicht richtig auf die Beine kommt und immer noch Fieberschübe hat, das wird ihn trösten. Aber er ist ja auch Ü-50, sprich irrelevant.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 08.05.2020 09:44
    Highlight Highlight Drüben beim Tagi - die etwas andere Analyse:

    «Das Virus fungiert als Vorwand für fragwürdige Kontrollmechanismen»

    https://www.tagesanzeiger.ch/das-virus-fungiert-als-vorwand-fuer-fragwuerdige-kontrollmechanismen-319258611746
    • Notabik 08.05.2020 11:27
      Highlight Highlight Verschwörungstheoretiker? Haben sie schon einmal darüber nachgedacht, was passiert wäre, wenn die Landesregierung keinen Lockdown veranlasst hätte? Nur wegen der Disziplin vom Grossteil der Bevölkerung ist es zu verdanken, dass wir bis jetzt mit einem blauen Auge davonkommen sind.
    • Ohniznachtisbett 08.05.2020 11:37
      Highlight Highlight Auch wenn der Herr in meinen Augen etwas gar extrem ist, so ist es in meinen Augen tatsächlich so, dass wir gut aufpassen müssen. Während bei der pösen Bedrohung durch den Terrorismus immerhin noch wirklich Liberale und die Linken sich gegen Massenüberwachung und Einschränkungen der persönlichen Freiheit einsetzten, so sind beim auch pösen Virus plötzlich alle bereit mitzumachen. Selbst Liberale und Linke. Bsp. Wir diskutieren nicht ob App-Tracing sondern nur noch über technische Details und Freiwilligkeit. Dabei müsste man klar dagegen sein, egal wie die technische Lösung genau aussieht.
    • dorfne 08.05.2020 11:42
      Highlight Highlight Hab das auch gelesen und finde es ziemlich überrissen. Wir mussten uns schon vor Corona Sorgen machen um die Demokratie. Und schon vor Corona konnte man Alles über mich wissen über meinen Online-Konsum usw..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bernardo0815 08.05.2020 09:39
    Highlight Highlight Ist ein zweischneidiges Schwert. Ich bereise den Fernen Osten seit vielen Jahren beruflich, die gehen mit solchen Situationen einfach viel "sozialer" um, sprich tragen sie überall Masken, um den Mitbürgern zu signalisieren, dass man sich der Situation bewusst ist. Für die Schweiz bin ich da pessimistisch und denke nicht, dass es perspektivisch auf einem niedrigen Level bleiben wird. Wenn ich mich umsehe, dann habe ich kein gutes Gefühl, daher bin ich auch froh, dass ich im Home-Office bleiben kann, denn meine Kollegen leben weitestgehend bereits jetzt wieder so als hätte es Corona nie gegeben.
    • dorfne 08.05.2020 11:47
      Highlight Highlight Am Anfang der Pandemie gabs zu wenig Masken. Da sagte man uns, die schützen nicht den Träger, nur die andern. Eine Halbwahrheit als Schutzbehauptung! Jetzt darf man natürlich nicht das Gesicht verlieren und ein Maskenobligatorium für ÖV und Läden aussprechen! 🤔
  • Unicron 08.05.2020 09:29
    Highlight Highlight Also ich nehme das ganze weiterhin sehr ernst und bin genervt von den Leuten die wieder wie normal auf den Strassen herumstehen und quatschen.

    In anderen Ländern sterben immer noch Tausende von Menschen, und wir tun schon so als wäre nie etwas gewesen.
    • Toerpe Zwerg 08.05.2020 10:05
      Highlight Highlight Auf der Strasse rumstehen und quatschen zählt nicht wirklich zu riskantem Verhalten.
    • Unicron 08.05.2020 10:12
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg
      Ich denke es ist klar was ich meine.
    • Bernardo0815 08.05.2020 10:44
      Highlight Highlight Doch, wenn eine Sechsergruppe ohne Abstand auf der Straße rumpalavert, dann zählt genau das zu riskantem Verhalten, es sei denn, sie hatten 14 Tage keine Sozialkontakte zu anderen Menschen. Wenn sie aber in den Tagen zuvor im Gym, bei der Hausparty oder bei IKEA waren, dann zählt genau das zitierte Rumquatschen auf der Strasse - ich gehe ja nicht davon aus, dass im fiktiven Beispiel Masken getragen werden - zum riskanten und vollkommen unnötigen Verhalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kanischti 08.05.2020 09:26
    Highlight Highlight Der Lockdown des BR war richtig - aber dennoch unnötig.
    Am 17. März wussten wir noch nichts über Covid. Wir wussten zwar, da kommt was. Wussten aber nicht wie heftig es uns erwischt und welche Personen gefährdet sind. Deshalb hat der BR richtig gehandelt.

    Inzwischen haben wir einiges gelernt. Nun glaubt jeder, er könne das Risiko daran zu erkranken, selbst abschätzen. Noch vor 2 Monaten wagte das keiner von uns.

    Ich glaube auch, dass die wirtschaftlichen Folgen für unsere Gesundheit gravierender sind, als die direkten Folgen dieser Krankheit.

    Darum wünsche ich mir eine raschere Öffnung.
    • Phrosch 08.05.2020 10:32
      Highlight Highlight Kanischti, woher weisst du, dass die Massnahmen unnötig waren? Wir wissen jetzt, wie es bisher mit den Massnahmen herausgekommen ist. Was passiert wäre ohne, darüber können wir nur spekulieren. Spekulationen sind aber schlechte Ratgeber.
    • Kanischti 08.05.2020 11:03
      Highlight Highlight Klar ist es im Nachhinein einfach zu sagen, die Massnahmen waren unnötig. Aber in der Ungewissheit des Moments waren sie richtig.
      Richtig ist auch, dass ohne diese Massnahmen viel mehr Opfer zu beklagen wären.
      Ich bin mir aber sicher, dass der BR mit dem Wissen welches wir zwischenzeitlich über Covid erlangt haben, andere weniger einschneidende Massnahmen getroffen hätte.
    • dorfne 08.05.2020 11:50
      Highlight Highlight Die Behörden wussten schon ab Anfang Februar, dass das Virus in der Schweiz ist, sprich in der Romandie. Man unternahm nichts. Wen wunderts da, dass die Kantone, Genf und Waadt nebst dem Ticino die meisten Infizierten hatten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 08.05.2020 09:22
    Highlight Highlight Nö, da war doch nix... gab für viele viel zu wenige ernsthaft Erkrankte und Tote. Die 2. Welle wird matchentscheidend sein. Sollte sie nicht kommen, ist erst recht der Teufel los... Verkehrte Welt...
    • ZimmiZug 08.05.2020 09:58
      Highlight Highlight Ist schon so, wäre jetzt alles vorbei, dann wären die Massnahmen masslos übertrieben gewesen. Aber ich sehe kein Anzeichen, dass es jetzt einfach vorbei sein wird. Leider schauen viele nur akutelle Zahlen an und können diese nicht werten und aufrechnen sowie in Relation zu den Massnahmen setzen. Ich hoffe, dass relativ viel möglich ist, ohne den R-Wert über 1 zu bringen, aber einfach so zur Normalität werden wir wohl lange nicht zurück kommen. Es wird lange dauern, bis man auch mit effektiven Zahlen den ewigen Nörglern parieren kann. Man höhre sich Köppels dämliche Rede der Sondersession an...
    • De-Saint-Ex 08.05.2020 11:06
      Highlight Highlight Ja, ist leider so... viele benehmen sich wie kleine trotzige Kinder, denen man für ein paar Wochen das Spielzeug weggenommen hat.
      Und all jene können respektive wollen sich nicht vorstellen, was los wäre, würde es sich hier um ein echtes Killervirus handeln. Entsprechend war für sie alles für die Katz und Lehren aus dieser Krise, wie sich der Mensch in Zukunft besser dagegen wappnen kann interessiert kein Schwein. Hauptsache zurück zu den alten Gewohnheiten... ich find’s nun mal ärgerlich...
    • Eiswalzer 08.05.2020 11:32
      Highlight Highlight Auch das ist falsch. Matchentscheidend wird sein, wie es der Welt und den Ländern in 3-5 Jahren geht. Vorher wissen wir gar nichts.
      Und genau darauf muss eine Strategie ausgerichtet sein: Den Gesamtschaden auf den mittelfristigen Zeitraum versuchen zu erahnen. Da hilft es weder, einfach gar keine Massnahmen zu ergreifen, nich blind zu versuchen, jedes (westliche) Leben vor Corona zu schützen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 08.05.2020 09:19
    Highlight Highlight "Coronavirus? War da was?"

    Ja. Absurde Massnahmen.
    • De-Saint-Ex 08.05.2020 11:09
      Highlight Highlight Ja genau... absurd... keine Massnahmen hätte nur zur Folge gehabt, dass wohl lediglich ein paar Tausend mehr Hopps gegangen wären... und da es in erster Linie die Alten betroffen hätte... so what? Frage mich ob so ein Kommentar einfach nur dumm oder sch**ss-arrogant ist.
  • Saerd neute 08.05.2020 09:13
    Highlight Highlight Erst noch sprachen alle von Klimaerwärmung und Ökologie. Und jede Wette nach dem Corona Hype wird es wieder zum Thema.
    Was auffällt ist viele haben eine verklärte ja fast kindlich naive Einstellung zur Natur.
    Die Natur ist gut, der Mensch böse so ist in etwa der Grundtenor.
    Nun kann man sich fragen; ist es in der Natur nicht natürlich dass alte, kranke und geschwächte Lebewesen zuerst sterben? Oder ist ein Virus nicht auch etwas natürliches?
    Die Natur reguliert, sie ist Schöpfung ( ich weiss dieses Wort provoziert) und daher weder gut noch böse.

    • Ohniznachtisbett 08.05.2020 11:49
      Highlight Highlight Naja, ganz falsch ist das nicht. Ich staune immer über die Überhöhung "jedes Leben". Der Mensch war nicht immer so. Heute muss jeder 100 werden. Noch vor 80 Jahren, gab es einen gesellschaftlichen impliziten (nicht explizit und dieser Implizit wurde danach natürlich negiert) Grundkonsens, dass es für verschiedene Ziele OK ist Millionen junger Männer in fremde Länder zu schicken, wo sie dann sterben oder verkrüppelt wieder heim kommen. Heute ist es verboten zu sagen, dass es nicht so schlimm ist, dass ein paar Alte und Kranke etwas früher sterben. Alles nicht wertend sein sondern feststellend!
    • dorfne 08.05.2020 11:56
      Highlight Highlight Der Tod bedeutet Kränkung, Kontrollverlust. Ja nicht sterben und sterben lassen. Dann aber immer klagen über Überalterung und Rentner, die den Jungen hohe Kosten verursachen.
  • weissauchnicht 08.05.2020 09:10
    Highlight Highlight „ Wir wissen noch viel zu wenig über das neuartige Coronavirus.“

    Und: Wir wissen noch viel zu wenig über die sozialen Folgekosten eines weltweiten Lockdowns.

  • Faceoff 08.05.2020 09:06
    Highlight Highlight Hört doch endlich mal auf mit Schweden. Das Land liegt Corona-technisch am Ende der Welt, weit weg von allen Infektionsherden. Die Länder drumherum haben alle die Grenze geschlossen und Schweden ist alles andere als dicht besiedelt. Das Modell kann für Schweden funktionieren, das heisst noch lange nicht, dass man daraus für das eigene Land viel ableiten kann.
    • Dr. Unwichtig 08.05.2020 09:38
      Highlight Highlight Das stimmt grundsätzlich. Allerdings wurden (und werden) die Massnahmen für CH ebenfalls immer wieder mit der Lage in anderen Ländern (Italien, GB, USA) begründet, die bzgl. Geografie und insbesondere Gesundheitswesen nur sehr bedingt mit der Schweiz vergleichbar sind. Fakt ist, dass anhand der Erfahrungswerte eine katastrophale 2. Welle für die Schweiz kein realistisches Szenario ist - insbesondere, wenn nicht alle Beschränkungen von heute auf morgen fallengelassen werden.
    • Faceoff 08.05.2020 12:01
      Highlight Highlight @ Dr. Unwichtig: Das ist natürlich auch nicht schlauer, einverstanden. Ich wollte einzig festhalten: Es gibt sehr gute Gründe, warum die Schweiz und andere Länder nicht handeln wie Schweden.

      Und selbst wenn Schweden Erfolg hat, was ich mir wünsche: Das ist kein Grund, um neidisch nach Stockholm zu schauen und sich zu ärgern. Das schwedische Modell kann funktionieren. Aber eben halt in Schweden.
    • soulpower 08.05.2020 12:55
      Highlight Highlight Faceoff, du sagst "das schwedische Modell kann funktonieren. Aber eben halt in Schweden". Wie gut es funktoniert ist aber im Moment auch noch schwer zu eruieren, das wird man erst später abschliessend beurteilen können. Genau so schwierig ist es im Moment zu beurteilen, ob deren Model anderswo gut oder schlecht funktionieren würde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dave1974 08.05.2020 09:03
    Highlight Highlight Ich warte noch immer auf zuverlässige Antikörpertests und damit verbunden auf eine punktuelle Testung von schon nur mal Leuten, die ständig einem grösseren Risiko ausgesetzt waren, aber nicht an Tests kamen (weil keine Symptome) wie z.B. Supermarktpersonal.
    Obwohl man noch nicht viel weiss über eine mögliche Immunität könnte man mehr über die möglichen Ansteckungswege erfahren.

    Vielleicht würden dann auch die Leute wieder etwas vorsichtiger, die sich jetzt schon so verhalten als wäre nie etwas gewesen oder aber sie behalten unabsichtlich sogar recht.
    • dorfne 08.05.2020 11:58
      Highlight Highlight Mich würde interessieren, wieviele Angestellte von Lebensmittelläden und Bauarbeiter bisher positiv getestet wurden.
  • WHYNOT 08.05.2020 09:02
    Highlight Highlight Eigenverantwortung vs Vollkaskomentalität
  • WHYNOT 08.05.2020 09:01
    Highlight Highlight Nach dem zu langen Lockdown, ist es Zeit für Zuversicht und Tatendrang und die Journalisten, welche die erste Geige im Panikorchester spielen, sollten wirklich nicht noch weiter Ängste schüren. Wir brauchen ja mehr Infektionen, damit wir im Winterhalbjahr einen höheren Immunitätsgrad aufweisen. Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Schaden (Depressionen, Existenzängste, Einsamkeit, Trennungen...) ist gross genug und wird mit einem Heer an Arbeitslosen nicht kleiner. Für Jung (mangelnde Perspektiven) und Alt (Isolation) muss dieser Zirkus ein Ende haben und zwar jetzt. STOPITNOW
    • Sven O 08.05.2020 10:13
      Highlight Highlight Über die Immunität weiss man rein gar nichts. Kann eine geben oder nicht, wie lange, 6 oder Mte immun, man weiss es nicht. Fast 2 Millionen CH Bürger gehören der Risikogruppe an, alleine 500000 Diabetes.
    • WHYNOT 08.05.2020 14:48
      Highlight Highlight @Sven; 2 Mio. in der Risikogruppe??Ja und jetzt willst du die für allenfalls mehrere Jahre vom öffentlichen Leben fernhalten? Wo ist da die Eigenverantwortung? Wie soll dies von sich gehen? Man weiss nicht alles, stimmt, aber es nicht versuchen, zu immunisieren wäre noch schlimmer.
  • David Rüegg 08.05.2020 08:59
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist für mich das beste Beispiel wieso wir uns endlich vom angst-getriebenen Umgang mit dieser Pandemie verabschieden sollten; sie lässt uns jegliche Verhältnismässigkeit vergessen. Angenommen Corona kostet unser Land 100Mrd. Fr. (nicht so hoch geschätzt). und ein Lebensjahr rechtfertigt normalerweise Kosten von 200k Fr. dann müssten sich mit den Massnahmen 50k Menschen retten lassen die im Durchschnitt noch 10 Jahre leben. Bisher hatten wir gut 30k Fälle mit einer Mortalität von ca. 5%... das Stimmt einem doch nachdenklich, oder? Und das ist nur der finanzielle Aspekt...
    • Chloetira 08.05.2020 09:24
      Highlight Highlight Gut geschrieben. Leider wird immer gesagt, dass sich ein Leben nicht mit Geld aufwiegen lässt, was aber so nicht ganz stimmt. Unser Gesundheitssystem macht solche Kosten Nutzen Rechnungen ständig. Es ist nun mal rein finanziell kaum möglich, jede Massnahme bzw. Therapie anzuwenden, um einzelne Leben zu verlängern. Das ist leider Tatsache und viele Leute vergessen das gerne mal.
      Normalerweise wird in der Politik immer damit gerechnet, wie viele Lebensjahre mit Massnshmen gerettet werden können und so entschieden. Bei Corona wurde diese Rechnung kaum angestellt, wenn man die Kosten betrachtet.
    • eldorak 08.05.2020 09:35
      Highlight Highlight So einfach lässt sich das nicht rechnen.
      Viele wären krank geworden und ebenfalls ausgefallen.
      Viel mehr Leute wären in der Intensivstation. Wenn die voll gewesen wäre, wäre die Sterberate wohl stark angestiegen.
      Selbst wenn hauptsächlich Altersheime betroffen gewsen wären, wenn man nur die abgeriegelt hätte, wär das Gejammer vermutlich noch grösser gewesen als es jetzt schon ist.
    • Bee89 08.05.2020 09:41
      Highlight Highlight Ein Menschenleben mit Geld gleichzusetzen. Wow.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Militia 08.05.2020 08:48
    Highlight Highlight Ich war von Anfang an ein Verfechter von sinnvollen Einschränkungen und Sensibilisierung der Bevölkerung. Alles andere wäre eine ethische und moralische Bankrotterklärung unserer Gesellschaft. Nur weil der worst case nicht eingetroffen ist bedeutet nicht, dass er auch ohne Massnahmen nicht eingetroffen wäre.
    Aber auf Dauer ist es verdammt hart. Die einfachste Massnahme ist auch die schlimmste: Social Distancing
    Langsam aber sicher vermisse ich meine Familie, Freunde und das Vereinsleben wirklich sehr. Wie gerne würde ich meine Eltern wieder einmal umarmen...
    • Hier Name einfügen 08.05.2020 09:30
      Highlight Highlight Dann tun Sie es doch einfach...
    • Militia 08.05.2020 10:41
      Highlight Highlight Ihre Antwort beschreibt das Dilemma eigentlich sehr gut: Es geht eben leider nicht immer nur um einen selber. Es gibt Risikopatienten die sich besonders schützen müssen und deshalb keinen körperlichen Kontakt wünschen. Ist absolut vernünftig, aber auf Dauer verdammt hart. Immerhin ist es nicht dunkler Winter... 😀
  • Bee89 08.05.2020 08:39
    Highlight Highlight Der einzige Vorteil, den diese ganzen Verschwörungstheoretiker, die nun aus ihren Löchern kriechen, bringen, ist dass man ganz genau weiss, wen man in Zukunft einfach ignorieren muss.
    Und wer DJ Antoine mehr glaubt als einem Experten, der das Thema jahrelang studiert und untersucht hat... na dem ist eh nicht mehr zu helfen.
    • BigMic 08.05.2020 09:44
      Highlight Highlight Wer oder was ist dieser DJ Antoine?
  • Extremisten Beseitiger 08.05.2020 08:39
    Highlight Highlight so etwa der Andermatt-Investor Samih Sawiris («In der Schweiz gehen Milliarden von Franken verloren, damit es einige Hundert Tote weniger gibt»)

    Was ist das bitte für eine Aussage!!!

    Jedes Menschenleben sollte mehr Wert sein als Geld!
    und es gäbe bestimmt mehr Tote als nur paar Hundert weniger.

    Samih Sawiris -> Sollte man zur Rede stellen.
    • d10 08.05.2020 09:40
      Highlight Highlight So einfach ist es nicht, die wirtschaftliche Krise kostet auch Menschenleben. Dein Name macht dich übrigens selbst zum Extremisten.
    • Snowy 08.05.2020 09:53
      Highlight Highlight Menschenleben werden immer abgewägt - wer etwas anderes behauptet lügt.

      Weltweit sowieso aber auch ganz konkret hier im Inland:

      Nun wird beispielsweise Geld für den Aufbau eines Forschungslabors am UNISpital zu experimenteller Krebstherapien in Zukunft fehlen.
    • David Rüegg 08.05.2020 09:54
      Highlight Highlight Die Frage nach der Verhältnismässigkeit ist sehr wohl berechtigt; diese finden unter normal Umständen ebenso statt, wenn entschieden wird, mit welchem (Kosten-)Aufwand eine Krankheit behandelt werden kann. Im Moment geht es sicher nicht darum eine konkrete Zahl festzulegen aber Intressensabwägungen müssen endlich (wieder) gemacht werden. Schliesslich wird die ganze Bevölkerung auch massiv in ihren Grundrechten eingeschränkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 08.05.2020 08:35
    Highlight Highlight Solange keine Impfung verfügbar ist wird uns das Virus noch Jahre beschäftigen.
    • soulpower 08.05.2020 14:24
      Highlight Highlight WID ...gucke auch soeben in meine Kaffeetasse um darin etwas über die Zukunft zu lesen..
  • ELMatador 08.05.2020 08:34
    Highlight Highlight Der Grosse unterschied zwischen Norditalien/Schweiz/Brandherde USA (NYC/SF/LA) zu Schweden ist die Dichte und Mobilität.

    Die Lombardei alleine hat 20% mehr Einwohner als die Schweiz auf einer Fläche die halb so gross ist (Bergenbereinigt evtl nicht ganz halb). Schweden hat weniger Einwohner auf der 10 fachen Fläche.

    In der Schule hiess es immer wir sollen Birnen und Äpfel nicht vergleichen.
    • Herr Ole 08.05.2020 09:30
      Highlight Highlight Schweden hat 10.3 Mio. Einwohner, die Lombardei 10.1 Mio. Ansonsten hast du völlig recht.
  • Quacksalber 08.05.2020 08:23
    Highlight Highlight Wie der Autofahrer der am Ziel aussteigt und sagt: anschnallen, ABS und Rückspiegel waren vollkommen unnötig und Panikmache. Nicht mal Scheibenwischer brauchts.
  • Super8 08.05.2020 08:09
    Highlight Highlight Das Problem bei safety first (oder precautionary principle) ist, dass man gar nichts mehr machen kann. Man würde im Bett verdursten.
  • FrancoL 08.05.2020 08:08
    Highlight Highlight "Vereinzelt räumen sogar Epidemiologen ein, dass die «Kollateralschäden» des Lockdown für Gesellschaft und Wirtschaft auf längere Sicht grösser sein könnten als die direkten Folgen der Pandemie"

    Was versucht man da zu vergleichen?

    Geld, Verluste, Einschränkungen

    versus

    Tote (weil es vorwiegend nur Alte waren?), Menschen die keine oder schlechtere sanitäre Betreuung erfahren hätten und somit auch Folgeschäden bis hin zum Tod haben könnten?

    Ein gefährlicher und untauglicher Versuch.
    • BVB 08.05.2020 08:16
      Highlight Highlight Und du glaubst wirklich, dass bei weltweiten wirtschaftlichen Schäden nirgends die Zahl der Leute die z.B. an Hunger sterben massiv steigt?
    • soulpower 08.05.2020 08:28
      Highlight Highlight Ich finde solche Vergleiche auch pietätslos und bin von derartigen "Ethikdiskussionen" überhaupt nicht begeistert. Bin ich aber auch von den Folgeschäden eines erweiterten Lockdowns nicht, wenn ein solches nicht mehr unbedingt nötig ist. Das erkennen inzwischen auch die Regierungen. Diese Folgeschäden beinhalten auch sehr viel menschliches Leid und Not, und ich spreche dabei überhaupt nicht von Toten.
    • blong 08.05.2020 08:44
      Highlight Highlight Wer selber wohlhabend ist oder es sich in seinem krisenresistenten Angestelltenleben gemütlich gemacht hat, kann die Kollateralschäden natürlich locker mit „Geld, Verluste, Einschränkungen„ beziffern. Dass die Volkswirtschaft etwas komplexer funktioniert, zeigen die Essensvergaben an die Sanspapier in der Westschweiz. Etwas nachstudieren und man merkt: unter einer Wirtschaftskrise leiden die Ärmsten und Schwächsten unter uns am meisten. Arbeitslosigkeit treibt viele in den Suizid, dessen Rate dann natürlich (und zum Glück!) nicht bequem via Lifeticker verfolgt werden kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Terraner 08.05.2020 08:07
    Highlight Highlight Ich hoffe die Vernunft siegt und wir bleiben vorsichtig genug. Wenn wir das Virus wieder verbreiten, weil wir uns nicht an dringlich empfohlene Massnahmen halten, dann haben wir doppelt verloren. Dann haben wir am Ende den Wirtschaftlichen und Gesundheitlichen Totalschaden.
  • koalabear 08.05.2020 07:50
    Highlight Highlight Die Berner Zeitung vetöffentlichte gerade einen interessanten Artikel, das Virus ist seit etwa einem halben Jahr in Europa aktiv. Bis im März wurde einfach nicht getestet. Deshalb nochmals über die Bücher gehen und sich fragen, ob mit den neuen Erkenntnissen die Massnahmen noch notwendig sind. Dann wäre nämlich im März die zweite Welle gewesen.
    • FrancoL 08.05.2020 08:28
      Highlight Highlight Das geht m.E. an der Realität vorbei. ES gibt in der Bevölkerung 2 Gruppen; die die den Virus unterschätzen, die Gefahr die von ihm ausgeht herunterspielen und die die dem Virus, da sein Wirken immer noch nicht gesichert ist (zB Langzeitimmunität) eher vorsichtig gegenüber treten.

      Das Problem ist dass die eher sorglose Gruppe, das sein darf, aber die Auswirkungen, zB einer unnötigen Ansteckung, dann nicht trägt, da meistens andere dann betroffen sind.

      Beispiel; Ein mir naher KMU, 35 MA, hat einen Fall registriert und nun Mühe das UN zu führen weil MA und eben auch Kunden des UN meiden.
    • bcZcity 08.05.2020 09:16
      Highlight Highlight Wenn das Virus scho vor 6 Monaten aktiv war, warum gab es erst jetzt stellenweise eine Überlastung der Spitäler in manchen Ländern?

      Und eine merkwürdige Häufung der Todesfälle wäre auch publik geworden.
  • Gooner1886 08.05.2020 07:47
    Highlight Highlight Es war doch immer normal. Ich musste arbeiten und die Sicherheitsvorkehrungen konnten keine Sekunde eingehalten werden.
  • Varanasi 08.05.2020 07:39
    Highlight Highlight Warum nimmt man sich eigentlich immer Schweden zum Vorbild? Die liegen jetzt an der siebten Stelle Todesrate/Einwohner und der Wirtschaftseinbruch ist auch noch immens.

    Warum nicht Norwegen? Oder Taiwan, Südkorea und Neuseeland? Die haben es meiner Meinung nach Besten geschafft mit Corona umzugehen.

    Es bleibt ein Rätsel....
    • FrancoL 08.05.2020 08:10
      Highlight Highlight Ein tauglicher Vergleich wäre zB Norwegen+Finnland vs Schweden. Eklatanter Unterschied bei gleicher geographischer Lage und ähnlicher Bevölkerungszahl.
    • rodolofo 08.05.2020 08:25
      Highlight Highlight Jedes Land hat seine besonderen Eigenheiten und allgemeinen Bedingungen.
      In Norditalien haben sie zum Beispiel eine massive Umweltverschmutzung und eher dürftig unterhaltene Später und Altenheime, verglichen mit Schweden.
      Und die USA und GB haben im Zuge ihrer ultra-liberalen Deregulierungen und Vollprivatisierungen "Drittwelt-Bedingungen" integriert, mit bestens versorgten Eliten und verwahrlosten Massen. Da wäre dann "Nichts tun" ev. besser, als die Armen mit Schlagstöcken in ihre Slumbehausungen zurück zu prügeln, wie das indische "Sicherheitskräfte" tun.
      Verschiedene Sitten und Bräuche...
  • Gubbe 08.05.2020 07:36
    Highlight Highlight Noch mal. In Schweden leben die Leute, wenn sie nicht in der Stadt wohnen, viel weiter von einender weg. Jeder EH-Besitzer hat min 1'000m2 Land. Hier die Hälfte. Man hockt sich nicht auf der Pelle. Die jungen 'Wilden' treffen sich höchstens am Wochenende. Früher soffen sie, heute ziehen sie schwarzen Gummi auf den Asphalt und saufen auch.
    Im Grossen und Ganzen hat es unser BR gut hingekriegt.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 08.05.2020 15:47
      Highlight Highlight Rund 8400 Personen teilen sich in schweden 76% der Landesfläche. Der Rest lebt in Städten. Dein Kommentar ist Makulatur.
    • Gubbe 09.05.2020 12:00
      Highlight Highlight Antinatalist
      Glaubst du tatsächlich, das sich die Schweden die freie Landfläche teilen? Hast halt nicht kapiert, was ich schrieb. Es gibt nämlich auch Dörfer in Schweden. Bitte geh nicht hin...
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 08.05.2020 07:30
    Highlight Highlight Lockdown Fan-Club hier. ✋🏻

    Mehr davon bitte!
  • Thomas G. 08.05.2020 07:24
    Highlight Highlight Die Verharmloser und Besserwisser sollen sich und ihre Familien anstecken lassen, in Isolation gehen und - ohne Spital - die Krankheit in Isolation erleben. Am besten etwa 10'000 an der Zahl. Dann sehen wir in 6-8 Wochen wie die Sterblichkeit ist. Wieso ohne Spital? Weil wenn es richtig los geht die meisten von uns kein Spital mehr zur Verfügung haben, weil das Gesundheitssystem überlastet wäre. Das vergessen die Verharmloser immer. Also sollen sie es mal selbst erleben.
    • Gubbe 08.05.2020 09:23
      Highlight Highlight Thomas G.
      Hast du Angst, noch angesteckt zu werden?
    • Thomas G. 08.05.2020 18:09
      Highlight Highlight @Gubbe Nö, habe keine Angst. Aber ich will das Virus trotzdem nicht. Ich weise nur darauf hin, dass die Sache nicht vorüber ist. Angefangen hat alles mit 1 Fall in China. Seither sind mehr als 250'000Menschen daran gestorben - und es wären noch viel mehr wenn man dem Virus freien Lauf gelassen hätte.
  • Varanasi 08.05.2020 07:20
    Highlight Highlight Die Tage habe ich ein interessantes Interview mit der Volkswirtschaftlerin Dorothea Kübler gehört.
    Sie meinte, die Volkswirtschaftler weltweit sind sich einig, dass es der Wirtschaft mittel- bis langfristig weniger schadet, wenn man zuerst einen lockdown macht und dann wieder auf.
    Das hätten Erfahrungen aus der Spanischen Grippe gezeigt.
    Weil, wenn viele Leute krank sind, kann eine Wirtschaft auch nicht funktionieren.
    • Super8 08.05.2020 08:11
      Highlight Highlight Die zweite Frage wäre dann, ob ein Was-auch-immer-down überhaupt nötig ist.
    • Varanasi 08.05.2020 09:22
      Highlight Highlight Super 8
      Hm, was denkst du denn was passiert wäre wenn nicht?

      Das hat uns Spanien, Frankreich (gleich um die Ecke das Elsass mit überlasteten Spitälern), New York, die Lombardei usw gezeigt.

      Denkst du denn, die Menschen gehen bei solchen Zuständen ins Restaurant, Kino oder einkaufen in die Stadt?

      Gross Britannien lernt das auch gerade. Gar nichts gemacht und jetzt kommt die Quittung:

      „Die Bank of England stellt sich auf eine der tiefsten Rezessionen in ihrer 325-jährigen Geschichte ein.“

      https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/coronavirus-grossbritannien-wirtschaft-1.4900260
  • DomKi 08.05.2020 07:20
    Highlight Highlight Schlimm sind die Restriktionen der Freiheiten, ich denke da werden Fliegen mit Kanonen getötet. Und noch schlimmer ist dass wir auf für immer a Freiheit verzichten werden müssen weil plötzlich eine riesen Angst umgeht, und das ist der schlimmste Virus
    • Och 08.05.2020 07:44
      Highlight Highlight Tote können Freiheit schlecht geniessen...

      und was meistens vergessen geht: Auch zahlreiche Corona-Überlebende tragen bleibende Schäden davon, welche sie den Rest des Lebens in ihrer Freiheit einschränken werden...

      Würden die Leute weniger auf ihre 'Freiheit' pochen und sich stattdessen wenigstens solidarisch an die Hygiene- und Abstandsvorschriften halten, müsste man die Unvernünftigen weniger bevormunden.
    • sowhat 08.05.2020 07:55
      Highlight Highlight Was für Freiheiten? Die Freihet angesteckt zu werden und andere anzustecken?
      Das zu verhindern geht nun mal nur mit physischer Distanz. Und zwar nicht nur mit 2m Abstand, die im Alltag ohne Vorangegangenes Training niemals eingehalten worden wären.
    • Nick Name 08.05.2020 08:41
      Highlight Highlight Das ist jetzt auch mit (Immaginations-)Kanonen auf (Realitäts-)Spatzen geschossen.
  • Jein 08.05.2020 07:19
    Highlight Highlight Na wenn Sawiris, irgendwelche Tamedia-Jounos UND DJ Antoine den Bundesrat kritisieren muss schon was dran sein, v.a. bei Sawiris der ja überhaupt kein wirtschaftliches Interesse an einer schnellen Eröffnung.

    Danke für den differenzierten Artikel Herr Blunschi. Einziger Punkt den man gerne erwähnen kann: Niemand weiss wie genau die Todesrate ausgesehen hätte ohne Lockdown, denn sogar Schweden hatte letztendlich auch einen Lockdown light gemacht, aber sicher ist das es sich um ein vielfaches gehandelt hätte.
  • franzfifty 08.05.2020 07:08
    Highlight Highlight Wirtschaft ist grösser als das Individuum, die Politik ist von der Wirtschaft gelenkt. Muss sie auch. Ein Individuum kann ersetzt werden. Eine kaputte Wirtschaft nicht. Man muss sich also nicht fragen, was objektiv betrachtet wichtiger ist. Aber der Mensch schaut zuerst auf sich selber und dann die anderen. Wenn ich keine Probleme habe mit dem Job, dann ist mir alles egal, ausser meiner Familie, Freunden etc. Wenn ich meinen Job verliere, dann ist mir das wichtiger als die Toten der anderen... Deshalb wird es NIE ein volles Vertrauen geben in die politischen Entscheide...
    • Super8 08.05.2020 08:13
      Highlight Highlight Leider wahr, auch wenn es die Blitzer nicht wahrhaben wollen.
    • Peter R. 08.05.2020 08:36
      Highlight Highlight "Wenn ich keine Probleme habe mit dem Job, dann ist mir alles egal, ausser meiner Familie.."
      Also auch scheissegal was mit den Mitmenschen passiert! - schöne egoistische Einstellung.
    • Sparkle Darkle 08.05.2020 09:26
      Highlight Highlight Diese Krise hat auch was Entlarvendes, denn sie zeigt auf, dass viele marktfundamentalistische und menschenverachtende Einstellungen haben. Mich schauderts bei Leserkommentaren, die ultraneoliberale Dogmen propagieren und jegliche Menschlichkeit vermissen lassen.

      O-Ton Leserkommentare:

      "Über 200 Milliarden Franken zur vermeintlichen Rettung von ein paar hundert Menschenleben. Das Macht (sic) pro Nase mehrere hundert Millionen Franken."

      "Da die Alten an allem schuld sind, sollen sie es auch mit einer Coronasteuer bezahlen."

    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 08.05.2020 07:07
    Highlight Highlight <Österreich ist damit zu einem Corona-Musterland geworden. Die Kehrseite ist die geringe Kundenfrequenz in den Läden und Shoppingcentern.>

    Österreich hat eben eine Maskenpflicht in Geschäften und ÖV, damit bleibt den Menschen besser bewusst, dass Corona immer noch eine Gefahr darstellt und man Regeln wie Abstandhalten und Händewaschen weiterhin strikt beachten sollte.
    • Och 08.05.2020 07:47
      Highlight Highlight Und Masken sind auch ein Zeichen der Solidarität, dienen sie doch gerade dem Schutz der Mitmenschen!
    • Bernardo0815 08.05.2020 09:46
      Highlight Highlight @Och: Das ist absolut korrekt und genau so sollte man es eigentlich auch betrachten. Ich bin zwar noch jung, allerdings wäre eine Infektion aufgrund meiner Situation fatal, daher trage ich eine FFP2-Maske, wann immer ich das Haus verlasse. Die Blicke, die mir hier im Kaff mit 5000 Einwohnern begegnen, als pikiert und verächtlich zu bezeichnen, wäre noch untertrieben.
    • fidget 08.05.2020 11:54
      Highlight Highlight Dann sollen Masken als reine Gedankenstütze getragen werden? Dafür müssen nicht täglich Millionen von Masken verschwendet werden, die dann im Gesundheitswesen fehlen. Ich habe in den letzten Tagen öfters beobachtet, wie Leute mit Masken das Abstandhalten nicht mehr beachten, also so zu sagen fahrlässiger wurden. Und wenn ich dann noch sehe, dass viele die Masken falsch tragen, ständig dran rumzupfen und sie zu guter Letzt am Boden liegen lassen, befürworte ich keine Maskenpflicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 08.05.2020 07:02
    Highlight Highlight Aus dem "Corona-Musterland" Österreich gibt es auch kritischere Stimmen, die darauf hinweisen, dass die Coronaviren-Pandemie von gewissen einflussreichen Kreisen dazu benutzt wird, eine gross angelegte Umverteilungsaktion durchzuführen, das Kleingewebe und das Kulturschaffen gegen die Wand zu fahren und autoritäre Entscheidungswege, sowie noch nie dagewesene Überwachungsmethoden einzuführen:
    Im Tagi von heute:
    "Das Virus fungiert als Vorwand"
    Robert Praller Das brachiale Agieren sei kein Zeichen staatlicher Stärke, sondern Ausdruck von Schwäche und mangelnder Souveränität, sagt der Philosoph.
  • Selbstverantwortin 08.05.2020 06:54
    Highlight Highlight Nun schon „Safety First“ ohne Güter- und Folgeabwägung.
    Eine sehr unvollständige Sicht.
  • Arneis 08.05.2020 06:49
    Highlight Highlight Ich verstehe die Kritik nicht.

    Wir haben es, aus Regierungssicht und aus der Sicht der Bevölkerung, bisher ganz anständig bewältigt.
    Jetzt gehen die Läden, unter sauber ausgearbeiteten Auflagen, wieder auf.

    Der Punkt ist, Hr. und Fr. Schweizer gehen ohne Vertrauen nicht konsumieren, und ich denke, das haben wir einigermassen gut gelöst.

    Wir könnten, auf mittlere Sicht, sogar wirtschaftlich profitieren.


  • Green Eyes 08.05.2020 06:47
    Highlight Highlight Es ist erst im Nachhinein einer Kriese möglich zu sagen, ob und wie die Massnahmen genützt oder geschadet haben. Meiner Meinung nach brauchte es Massnahmen, welche Situationen wie in Bergamo verhinderten.
    Ist die Wirtschaft höher zu gewichten als ein Menschenleben? Oder sind die Exsistenzen von einigen Geschäften wichtiger, als ein paar "Korateralschäden"?

    Ich denke, wir sind bis jetzt relativ glimpflich davon gekommen. Was die Zukunft bringt, werden wir sehen.
    • pali2 08.05.2020 07:11
      Highlight Highlight Dieser dumme Vergleich von "Ist die Wirtschaft höher zu gewichten als ein Menschenleben?". Hört doch endlich damit auf. Wir alle sind die Wirtschaft, wenn es der Wirtschaft schlecht geht, geht es auch uns schlechter. Und wir werden auch gar nie wissen, wie viele Menschenleben "gerettet" (oder zumindest verlängert) wurden mit der Lockdown-Strategie.
    • Hangover 08.05.2020 07:14
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Green Eyes 08.05.2020 07:46
      Highlight Highlight @pali2; Was wäre den die Wirtschaft ohne Menschen? Kann die Wirtschaft aufrecht erhalten werden, wenn viele Menschen wegen Krankheit zu Hause bleiben müssen?
      Ohne Mensch keine Wirtschaft, ohne Wirtschaft kein Leben. Es braucht beides.

      @Hangover; Vielen Dank für deinen Hinweis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • soulpower 08.05.2020 06:43
    Highlight Highlight Vereinzelt räumen sogar Epidemiologen ein, dass die «Kollateralschäden» des Lockdown für Gesellschaft und Wirtschaft auf längere Sicht grösser sein könnten als die direkten Folgen der Pandemie. (aus diesem Artikel)

    Im Nachhinein weiss man immer mehr, aber ich glaube der BR hatte zu wählen zwischen dem Schweden-Modell oder Lockdown. Für etwas musste man sich entscheiden. Wichtig ist nun, ihn bei der Lockerung zu unterstützen, weiterhin Abstand zu halten, und dass die Medien vorsichtiger bei der Verbreitung von Angst und Schrecken sind.
    • sowhat 08.05.2020 08:06
      Highlight Highlight Ich habe nicht den Eindruck, dass Angst und Schrecken verbreitet wird.
      (Ok, mag an meinem Medienkonsum liegen)
      Ich finde aber schon, dass die Medien gut daran tun, die Wichtigkeit der Vorsichtsmassnahmen weiterhin zu betonen. Und darin sollten sie mMn auch nicht nachlassen.
    • Projektionsfläche 08.05.2020 08:10
      Highlight Highlight Zuerst las man diese Aussage häufig von jenen, die alles für einen Hype hielten und teilweise noch immer halten. Nun also auch „vereinzelte Epidemiologen“.

      Allein: Auf welches wissenschaftliche oder zumindest argumentativ belastbare Fundament baut denn nun eigentlich diese Feststellung, die Schäden des Lockdowns seien grösser (oder kleiner) als die Schäden ohne Lockdown? Und weshalb ist da meist nur von Schaden und nicht auch von Nutzen die Rede?

      Ich wünsche mir zu dieser richtigen und wichtigen, aber hochkomplexen Fragestellung mehr Substanz und weniger Bauchgefühl.
    • soulpower 08.05.2020 08:33
      Highlight Highlight sowhat: habe rein gar nichts gegen faktische Berichterstattung, aber was da alles von "Angst vorzweiter Welle" in etlichen Medien verbreitet wird. "Vorsicht bei der Oeffnung ist geboten, um eine zweite Welle zu verhinden" tönt anders, oder nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • elco 08.05.2020 06:30
    Highlight Highlight Von welchem Gefühl der Normalität reden Sie? In welcher Welt leben Sie eigentlich??
    • neutrino 08.05.2020 07:36
      Highlight Highlight zB. von Verkäufern, Ärzten, Polizisten, etc. die jeden Tag normal weiterarbeiten.
    • elco 08.05.2020 08:15
      Highlight Highlight @neutrino, mit 2 Meter Abstand, kein Feierabendbier usw. dem sagen sie normal???
    • neutrino 08.05.2020 09:14
      Highlight Highlight Es steht "Gefühl von Normalität". D.h. für diese Berufsgruppen geht der Berufsalltag unter Einhaltung verstärkter Hygienemassnahmen weiter.
  • Töfflifahrer 08.05.2020 06:20
    Highlight Highlight Hängt doch mal überall einige Bilder der Intensivstationen und Krematorien in Norditalien auf, wie es dort vor Kurzem noch war. Oder berichtet einfach mehr über die USA und Brasilien.
    Es sind Bilder, die aufrütteln, nicht Interviews etc.
    Wenn nicht jedem klar ist, dass wir noch mitten drin sind, wird die 2te Well unaufhaltsam kommen.
    • Harry Zimm 08.05.2020 06:39
      Highlight Highlight Bezeichnend, dass solche - notabene korrekten - Kommentare immer die meisten Blitzer abbekommen, sei es hier oder in anderen Medien. Die Pandemie hängt uns allen zum Hals raus, aber die Augen vor den Fakten und der grausamen Realität der Erkrankung zu verschliessen, wird uns auch nicht helfen. Nein, es ist keine Grippe und nein, Schweden macht es nicht besser 🤦🏻‍♂️...
    • Goldjunge Krater 08.05.2020 06:40
      Highlight Highlight 😂😂😂
    • maylander 08.05.2020 07:03
      Highlight Highlight Interessant wäre vor allem: Was ist in Bergamo und Umgebung so falsch gelaufen? Der Rest von Italien hatte ja weniger Probleme.

      Distanz und Hygienemassnahmen weiter einhalten, dann braucht man keine Angst vor der zweiten Welle zu haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hardy18 08.05.2020 06:13
    Highlight Highlight Ja, vielleicht.

Interview

«Noch lange nicht das Ende»: Das sagt die Epidemiologin zu den tiefen Covid-Fallzahlen

Die Covid-19-Fallzahlen in der Schweiz sinken, mehrere Kantone melden seit Tagen keine neuen Infizierten. Die Epidemiologie-Professorin Olivia Keiser von der Universität Genf ist Mitglied der wissenschaftlichen Task Force des Bundesrates. Sie erklärt, was die tiefen Zahlen jetzt bedeuten.

Frau Keiser, vergangenen Dienstag wurden schweizweit nur noch 28 Fälle gemeldet. Die Zahl der Covid-19-Erkrankten geht immer mehr zurück. Besteht Grund zur Freude?Olivia Keiser: Unsere Modellrechnungen haben gezeigt, dass die Massnahmen des Bundesrates sicher einen Effekt haben werden. Wie gross dieser sein wird, konnten wir vorab nicht genau abschätzen, da viele Faktoren mitspielen können. Dass die Zahlen jetzt relativ schnell zurückgehen, ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen.

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