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Bild: KEYSTONE
Sicherheitsstudie der ETH

Die Schweizer fühlen sich sicher – eine militärische Bedrohung halten fast alle für unwahrscheinlich

30.05.2014, 11:3930.05.2014, 12:58
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Die Schweizer Bevölkerung hat eine positive Einstellung zur Armee – deutlich positiver als in früheren Jahren. Zu diesem Schluss kommt die Studie «Sicherheit 2014» der ETH Zürich. Bedroht sieht sich die Schweizer Bevölkerung aber nur in geringem Masse. Die Resultate der diesjährigen Studie zeigten, dass sie sich weiterhin sehr sicher fühle und zuversichtlich in die Zukunft schaue, schreiben die Verfasser. 

Sicherheitsstudie
Die jährlich erscheinende Sicherheitsstudie wird von der Militärakademie an der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit dem Center for Security Studies der ETH erstellt. Sie stützt sich auf die repräsentative Befragung der Stimmbevölkerung. Die diesjährige Datenerhebung fand im Januar bei 1200 Stimmberechtigten in allen drei Sprachregionen statt. 

Für relativ wahrscheinlich halten die Schweizerinnen und Schweizer eine Bedrohung durch einen Cyber-Angriff. Dahinter rangieren die Bedrohung durch Verbrechen, organisierte Kriminalität und Migration. Bei der Einschätzung der Bedrohung durch Migration vermuten die Autoren einen Einfluss des Abstimmungskampfes über die Masseneinwanderungsinitiative. Für praktisch ausgeschlossen hält die Bevölkerung eine militärische Bedrohung.

Möglichst unabhängig bleiben 

Wieder stärker gefordert werden in diesem Jahr laut der Studie sowohl eine wirtschaftliche und politische als auch eine verteidigungspolitische Autonomie. Vier von fünf Befragten sind der Ansicht, dass die Schweiz wirtschaftlich und politisch möglichst unabhängig von anderen Staaten bleiben sollte. 

Einen Beitritt zur EU befürworten wie im Vorjahr lediglich 17 Prozent. 34 Prozent wünschen sich eine politische Annäherung an die EU, 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Breit akzeptiert wird dagegen eine wirtschaftliche Annäherung an die EU: 81 Prozent möchten, dass die Schweiz die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der EU verstärkt, ein Prozent mehr als im Vorjahr. 

Militärische Autonomie 

Die militärische Autonomie ist umstrittener, wird aber stärker gefordert als in früheren Jahren: 52 Prozent sind der Meinung, dass sich die Schweiz nur auf ihre eigene Landesverteidigung verlassen sollte. 70 Prozent wünschen eine intensivere Vermittlung der Schweiz bei Konflikten.

Doch nur gerade mal neun Prozent der Schweizerinnen und Schweizer wollen das Armeebudget erhöhen. Grund genug für die GSoA, die Beschränkung der Armeeausgaben zu fordern: «Die massiven Erhöhungen müssen wieder rückgängig gemacht werden», schreiben die Armeegegner in einer Mitteilung. (dwi/sda)

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