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Hinter Armeechef Süssli hat das grosse Sesselrücken stattgefunden



Der Bundesrat ernennt den obersten Cyberkrieger zum Chef der Armee. Bevor Thomas Süssli Chef der Führungsunterstützungsbasis wurde, war er als Informatiker und Bankmanager tätig.

Der neue Chef: Thomas Süssli. Bild: KEYSTONE

Nach der Ernennung von Thomas Süssli zum neuen Armeechef kommt es zum grossen Sesselrücken an der Spitze der Armee. Aldo Schellenberg, der heutige Stellvertreter des Armeechefs, wird ab 2021 Zugeteilter Höherer Stabsoffizier des Armeechefs.

Das hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. Heute leitet Schellenberg das Kommando Operationen. Wer nach 2020 Süsslis Stellvertreter wird, ist unklar. Über die Besetzung dieser Funktion wird später entschieden, wie der Bundesrat mitteilte. Zuvor war der 61-jährige Schellenberg Kommandant Luftwaffe und Projektleiter der Armeereform WEA für den Bereich Operationskommando.

Schellenbergs Platz als Chef Kommando Operationen nimmt 2021 Laurent Michaud ein, der heute stellvertretender Kommandant Kosovo Force ist. Michaud kommt von den Kampftruppen: 2006 wurde er Kommandant der Grenadier- und Fallschirmaufklärer-Schulen, von 2012 bis 2013 führte er das Kommando Spezialkräfte. Heute ist er Stabschef des Kommandos Operationen.

ZUR MELDUNG, DASS LUFTWAFFENCHEF ALDO C. SCHELLENBERG AM USTERTAG 2016 DIE SICHERHEITSLAGE IN EUROPA NACH DER WAHL VON DONALD TRUMP FUER UNBERECHENBAR HAELT, STELLEN WIR IHNEN AM SONNTAG, 20. NOVEMBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Korpskommandant Aldo Schellenberg, Kommandant der Schweizer Luftwaffe, orientiert an einer Medienkonferenz ueber den Absturz eines Kampfflugzeuges vom Typ F/A-18 oestlich der franzoesischen Stadt Besancon, in einem unbewohnten Gebiet, am Mittwoch, 14. Oktober 2015, in Bern. Der Absturz ereignete sich um 11.30 Uhr auf dem Gemeindegebiet von Glamondans. Die Absturzursache ist zur Zeit unbekannt, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) mitteilte. Die F/A-18 und zwei Tiger-Kampfjets waren fuer eine Luftkampfuebung in den grenzueberschreitenden Trainingsraum aufgestiegen. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Aldo Schellenberg. Bild: KEYSTONE

Süsslis Posten als Chef der Führungsunterstützungsbasis übernimmt ab nächstem Jahr Alain Vuitel. Dieser ist heute Chef Militärischer Nachrichtendienst & Dienst für Präventiven Schutz der Armee. Als Chef der Führungsunterstützungsbasis ist Vuitel neu für den Bereich Cyber der Armee verantwortlich.

Auch einige von Süsslis unterlegenen Konkurrenten bekommen neue Posten. So wird Hans-Peter Walser, zurzeit Kommandant Territorialdivision 2, Anfang nächsten Jahres Chef Kommando Ausbildung. Er übernimmt den Posten von Daniel Baumgartner, der über eine Spesenaffäre gestolpert war und nun Verteidigungsattaché in Washington wird.

Divisionaer Hans-Peter Walser fotografiert vor dem Jahresrapport der Territorialregion 2, Ter Reg 2, am Freitag, 15. Januar 2016, in der Kaserne Liestal BL. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Hans-Peter Walser Bild: KEYSTONE

Germaine Seewer, die ebenfalls in der engeren Auswahl als Nachfolgerin des heutigen Armeechefs Philippe Rebord war, wird neue Kommandantin Höhere Kaderausbildung der Armee und Stellvertreterin Chef Kommando Ausbildung. Seewer ist heute Kommandantin der Führungsunterstützungsbrigade 41.

Daniel Keller, der heutige Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee und Stellvertreter Chef Ausbildung, folgt auf Walser als Kommandant der Territorialdivision 2. Zuvor war Keller Kommandant Zentralschule der Höheren Kaderausbildung der Armee gewesen.

Der Bundesrat hatte Süssli Anfang September zum neuen Chef der Armee ernannt. Die Wahl kam etwas überraschend, ist der Ex-Banker und Informatikspezialist doch erst seit 2015 Berufsoffizier. Rebord tritt Ende Jahr aus gesundheitlichen Gründen zurück. (aeg/sda)

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