Schweiz
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Ein Mann schiebt einen Schubkarren im Asylzentrum Juch AOZ, aufgenommen am Mittwoch, 11. Juni 2014, in Zuerich. Seit Anfang Jahr testet das Bundesamt fuer Migration in Zuerich beschleunigte Asylverfahren. Ueber erste Ergebnisse wurden die Medien heute informiert. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Ein Mann schiebt einen Schubkarren im Asylzentrum Juch in Zürich – Ende September sind 17'710 Asylgesuche hängig. Bild: KEYSTONE

Zahlen des Bundesamts für Migration

45 Prozent mehr Asylgesuche im dritten Quartal



Zwischen Juli und September sind in der Schweiz total 7'825 Asylgesuche eingereicht worden – 2'441 oder rund 45 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2014. Grund dafür ist die anhaltende Welle von Flüchtlingen, die über das Mittelmeer in Italien eintrafen und danach nach Norden weiterwanderten.

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GrafiK: Watson, Daten: BFM

In den ersten neun Monaten des laufendes Jahres trafen mehr als 140'000 Migrantinnen und Migranten in Süditalien ein, wie das Bundesamt für Migration (BFM) am Montag mitteilte. Während des ganzen Jahres 2013 landeten rund 43'000 Personen in Süditalien.

Entsprechend deutlich ist der Anstieg der Asylgesuche in der Schweiz. Allein im September wurden 2'399 neue Asylgesuche registriert. Das sind zwar 116 weniger als im August, dennoch deutlich mehr im Vergleich zu den Monaten im zweiten Quartal.

Am meisten Asylgesuche aus Eritrea

Im dritten Quartal waren fast die Hälfte der Gesuche von Personen aus Eritrea (3'531 Gesuche) und Syrien (816 Gesuche). Im Vergleich zum Vorquartal haben sich die Gesuche von Personen aus Eritrea verdoppelt. Bei den Gesuchen aus Syrien ist eine leichte Abnahme zu verzeichnen. 369 Gesuche gingen zudem von Flüchtlingen aus Sri Lanka ein – 155 mehr als im zweiten Quartal.

Gleichzeitig konnten 4 Prozent weniger Gesuche in erster Instanz erledigt werden. Ende September 2014 waren 17'710 Asylgesuche in erster Instanz hängig, rund 11 Prozent mehr als nach dem zweiten Quartal.

Auch die Zahl der Ausreisen oder Rückführungen ist im Vergleich zu den Monaten April bis Juni – um rund 12 Prozent. 500 Gesuche wurden im Rahmen des Dublin-Verfahrens an den zuständigen Staat überstellt. (wst/sda)

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