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epa08827424 Paramedics unload a stretcher with a potential COVID-19 patient from an ambulance at the Geneva University Hospitals (HUG), during the coronavirus disease (COVID-19) pandemic, in Geneva, Switzerland, 18 November 2020. Switzerland, as many countries in Europe, requisitioned members of the Civil Protection, the Swiss army and also firefighter to help medical workers in hospitals as cases of Covid-19 patients spike in a second wave of pandemic.  EPA/LAURENT GILLIERON

In Genf wurden bis am 16. Dezember 2020 rund 41'000 positive Coronatest gemeldet. Bild: keystone

Weit weg von der Herdenimmunität: Ein Fünftel der Genfer Bevölkerung weist Antikörper auf



22 Prozent der Genfer Bevölkerung haben sich mit dem Coronavirus infiziert und eine Immunabwehr entwickelt. Dies geht aus der zweiten Phase der Seroprävalenzstudie der Universitätskliniken und der Universität Genf hervor.

Für die Studie wurde zwischen Ende November und Mitte Dezember das Blut von 2000 Personen auf Antikörper getestet, die auf eine durchgemachte oder bestehende Infektion hindeuten. Am häufigsten mit dem Virus in Kontakt kamen junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren, mehr als ein Viertel dieser Altersgruppe wiesen Antikörper auf. Kinder unter sechs Jahren (15 Prozent) und alte Menschen (10 Prozent) waren hingegen seltener betroffen.

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Die Seroprävalenzrate bei älteren Kindern hingegen war fast gleich hoch wie bei Erwachsenen. «Diese Quote weicht stark von den Ergebnissen am Ende der ersten Welle ab und lässt sich wahrscheinlich dadurch erklären, dass die Schulen während der zweiten Welle geöffnet blieben», sagte Silvia Stringhini von den Genfer Universitätskliniken (HUG) gemäss einer Mitteilung.

Vorsicht an Weihnachten

Aufgrund der Daten ruft die Epidemiologin zu Vorsicht zwischen den Generationen während den Feiertagen auf, da Kinder genauso leicht infiziert werden können wie Erwachsene – die meisten älteren Menschen über 65 Jahren aber noch keinen Immunschutz aufweisen.

Im Juni wiesen elf Prozent der Genferinnen und Genfer Antikörper gegen Sars-CoV-2 auf. Obwohl sich der Anteil inzwischen verdoppelt habe, reiche die Immunität nicht aus, um die gesamte Bevölkerung in den kommenden Monaten zu schützen, hiess es in der Mitteilung weiter. Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine Ansteckungsrate von 50 bis 60 Prozent die Ausbreitung des Virus begrenzen kann.

Wie lange die Immunität gegen das Virus nach einer durchgemachten Infektion anhält, ist noch unklar. (sda)

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