Schweiz
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Verschwieg Lauber noch ein Treffen mit Infantino? Bundesanwalt immer mehr in Bedrängnis



epa07561118 Swiss Federal Attorney Michael Lauber leaves a press conference at the Media Centre of the Federal Parliament in Bern, Switzerland, 10 May 2019. Federal Attorney Michael Lauber is criticised for informal meetings with FIFA head Gianni Infantino. The supervisory authority for the Federal Prosecutor's Office is opening a disciplinary investigation against Lauber.  EPA/PETER KLAUNZER

Bild: EPA/KEYSTONE

Bundesanwalt Michael Lauber steht seit Wochen wegen mehrerer Treffen mit FIFA-Präsident Gianni Infantino unter Druck.

Lauber hatte zwei solcher Treffen zugegeben, ein Drittes aber erst unter öffentlichem Druck eingestanden. Seine Erklärung, sich nicht mehr daran erinnern zu können, überzeugte nicht alle.

Und nun droht ihm noch mehr Ärger. Und dies von unerwarteter Seite. Es ist der ehemalige Uefa-Boss und französische Fussball-Star Michel Platini, der im Gespräch mit Journalisten im Vorfeld des FIFA-Kongresses in Paris schwere Anschuldigungen gegen die Bundesanwaltschaft und Infantino ausspricht. Dies berichtet die NZZ.

Platini erwähnt ein Treffen zwischen Lauber und Infantino im Juli 2015 – also rund ein halbes Jahr bevor der Walliser FIFA-Chef wurde und zwei Monate bevor die Bundesanwaltschaft ein Verfahren gegen Blatter und Platini wegen einer illegalen Zahlung von 2 Millionen Franken einleitete.

Zuerich, 28.5.2015, Fussball FIFA Kongress - PK Michel Platini, Michel Platini spricht an der Medienkonferenz zu den Journalisten.  (Melanie Duchene/EQ Images)

Michel Platini. Bild: Melanie Duchene

Laut Platini habe Lauber Informationen vom damaligen Uefa-Generalsekretär Infantino erhalten, die zu den Ermittlungen führten. Platini sieht sich als Opfer einer Verschwörung, zumal die Ermittlungen seine Ambitionen auf das FIFA-Präsidium zunichte machten. Beweise liefert der Franzose jedoch keine.

Und trotzdem gibt es Indizien, die für ein solches Treffen sprechen. Es gibt nämlich Beweise, dass sich Lauber mit Infantinos Jugendfreund Rinaldo Arnold getroffen hat. Arnold hat bewiesenermassen spätere Kontakte zwischen Lauber und Infantino vermittelt.

Arnold hat sich am 8. Juli mit Lauber getroffen, wie aus Aussagen von Laubers Sprecher André Marty hervorgeht. Auch Lauber habe zwei Treffen mit Arnold zu Protokoll gegeben, wie die Bundesanwaltschaft mitteilt. Sie korrigiert die Meldung der NZZ, wonach Lauber diese Treffen in Aussagen gegenüber der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft und des ausserordentlichen Staatsanwaltes Damian Graf verneinte.

Das wirft Fragen auf. Fragen, die sehr ungemütlich für Bundesanwalt Lauber werden könnten und mit Gedächtnislücken wohl nicht abgetan werden können. (aeg)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 06.06.2019 02:05
    Highlight Highlight In der Schweiz ist Alles ein bisschen verschwiegener und teurer, selbst die Korruption.
  • manhunt 05.06.2019 22:18
    Highlight Highlight und munter weiter geht das kasperletheater. und es passiert weiterhin einfach nichts. herr lauber wird immer unglaubwürdiger, schadet dem ansehen der schweiz und seiner behörde. und es passiert weiterhin einfach nichts.
    aber immerhin hört man den bananen bei wachsen zu im bundeshaus.
  • Hans Jürg 05.06.2019 14:50
    Highlight Highlight Also ich würde mir persönlich grosse Sorgen um mich und mein Befinden machen, wenn ich mich nicht an solche Treffen erinnern könnte. Aber wenn mir das passiert, ist es mir höchstens peinlich.

    Allerdings ist bei einem Bundesanwalt das Erinnerungsvermöglich von beruflich höchster Wichtigkeit und unabdingbar. Wenn also ein Bundesanwalt Probleme mit dem Erinnern hat, sollte er sich ernsthaft fragen, ob er so seinen Beruf noch ausüben kann.
  • Linus Luchs 05.06.2019 14:07
    Highlight Highlight Die FIFA und die UEFA sind korrupte Systeme, und unser Bundesanwalt scheint kräftig mitgespielt zu haben. Auch wenn nicht alle Indizien, die gegen Lauber sprechen, den Tatsachen entsprechen sollten, sind seine Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit ruiniert. Zurücktreten bitte!
  • N. Y. P. 05.06.2019 14:01
    Highlight Highlight Herr Lauber

    Langsam wird es peinlich.

    Sie schaden dem (noch) guten Ruf der Schweiz.

    Treten Sie zurück.
    Benutzer Bild
    • youmetoo 05.06.2019 15:00
      Highlight Highlight Die neue Schweizerfahne gefällt mir sehr gut!
    • Spooky 05.06.2019 16:56
      Highlight Highlight Das wäre eine schöne Schweizerfahne.
      Benutzer Bild
  • Bosshoss 05.06.2019 14:01
    Highlight Highlight Also wenn plötzlich ich 2 Mio auf dem Konto hätte, würde ich schon wissen von wem und für was die Kohle ist. Ausser ich hatte 500-600Mio drauf dann könnte ich es noch vestehen.
  • youmetoo 05.06.2019 13:49
    Highlight Highlight Ich kann mich nicht erinnern, was ich letzte Woche alles getan habe. Genügt dies als Qualifikation für den Posten des Bundesanwaltes?
    • N. Y. P. 05.06.2019 14:21
      Highlight Highlight Ja

    • Mätse 05.06.2019 14:33
      Highlight Highlight nein, du musst auch noch Einfluss auf die Wahlen bei einem grossen, privaten Verein nehmen und dafür sorgen, dass dort der richtigte Mann gewählt wird, indem die Gegenkandidaten geschickt ausgeschaltet werden.
    • wasps 05.06.2019 16:04
      Highlight Highlight Jein. Die Erinnerungslücke ist zu kurz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Im Diskurs Versunken 05.06.2019 13:29
    Highlight Highlight 😂😂😂😂😂😂😂😂
    • bebby 05.06.2019 13:54
      Highlight Highlight Sport ist Mord 😊
  • Jean-Michel 05.06.2019 13:04
    Highlight Highlight Kann mir mal jemand helfen, ich kapier' die Sache nämlich nicht? Immer wieder höre und lese ich diese Geschichte von Treffen, die angeblich stattgefunden haben, aber an die sich Lauber gemäss eigenen Angaben nicht erinnern vermag. Aber worum soll's bei diesen Treffen denn gegangen sein? Was ist so kritisch an der Angelegenheit?
    • Sagittarius 05.06.2019 14:22
      Highlight Highlight Die Treffen waren informell und per se nicht verboten, Lauber hat es aber unterlassen diese zu protokollieren und das wiederum ist eine Amtspflichtverletzung.
    • Mätse 05.06.2019 14:42
      Highlight Highlight Gemäss Bericht der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) haben sich Arnold (Jugendfreund von Infantino) und Lauber/Marty 2015 über "allgemeine strafrechtliche Fragen ohne Bezug zur Fussballthematik" unterhalten.
      Jetzt kann jeder selber denken, was sie wohl besprochen haben...
    • Mätse 05.06.2019 14:47
      Highlight Highlight @Sagittarius: interessant ist aber, dass nach dem Treffen Arnold, Lauber und Marty vom 8.7.2015, plötzlich die ganze Blatter/Platini-Honorar-Geschichte bekannt wird. Daraufhin wird Platini bei der Fifa gesperrt und der Weg für Infantino (Jugendfreund von Arnold) als neuer Fifa-Präsident ist frei.
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