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TalkTäglich mit Luzi Stamm, Cédric Wermuth und Modeator Oliver Steffen.<br data-editable="remove">
TalkTäglich mit Luzi Stamm, Cédric Wermuth und Modeator Oliver Steffen.
Quelle: Screenshot TeleM1

Zoff im «TalkTäglich»: Wermuth beschimpft Stamm und SVP als Antidemokraten

Die beiden Aargauer Nationalräte Luzi Stamm (SVP) und Cédric Wermuth (SP) haben komplett verschiedene Ansichten zur Bundesratswahl. Stamm fordert einen SVP-Hardliner, Wermuth lehnt einen solchen kategorisch ab.
03.11.2015, 11:0703.11.2015, 11:53

«Die SVP sucht Bundesrats-Kandidaten»: Zu diesem Thema diskutierten die beiden Aargauer Nationalräte Luzi Stamm (SVP) und Cédric Wermuth (SP) im «TalkTäglich» – und sehr schnell wurde klar: Wermuth will keinen SVP-Hardliner auf den Wahlzettel schreiben – möglicherweise auch keinen der softeren Sorte. Auch wenn die SVP die grosse Wahlsiegerin ist.

Wermuth rechtfertigte das damit, dass die SVP den liberalen Rechtsstaat ablehne. Er sprach von Antidemokraten und Menschenfeinden, weil SVP-Politiker bereit seien, die Europäische Menschenrechtskonvention zu kündigen und mit dem Burka-Verbot Kleidervorschriften einzuführen. Die SVP gehe in die Richtung, einen totalitären Staat aufzubauen und mache die Flüchtlinge für alles verantwortlich. Zudem sei es nicht der Auftrag seiner Wähler, einen SVP-Politiker in die Regierung zu hieven.

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Stamm zeigte sich ob der angriffigen Worte unübersehbar irritiert. «Das ist völlig deplatziert», sagte er. Und: «Das sind Worte, die ich mir nicht gewohnt bin in der Schweiz.» Er pochte darauf: «Mit 30 Prozent Wähleranteil haben wir das Recht auf zwei Bundesratssitze.»

Trotzdem befürchtete er: «Ein SVP-Hardliner hat leider keine Chance, gewählt zu werden.» Sein Wunschkandidat ist Fraktionspräsident Adrian Amstutz, auch wenn der ablehnt. Doch Stamm ist überzeugt: «In dem Moment, wenn jemand spürt, dass er vom Parlament getragen wird, wird er meistens Ja sagen.»

Luzi Stamm zeigt sich ob der angriffigen Worte von Cédric Wermuth irritiert.<br data-editable="remove">
Luzi Stamm zeigt sich ob der angriffigen Worte von Cédric Wermuth irritiert.
Quelle: Screenshot TeleM1
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Wermuth liess die Tür für die Wahl eines SVP-Bundesrats doch einen Spalt offen. Auf die Frage von Moderator Oliver Steffen, was ein Kandidat mitbringen müsse, sagt er: Ein Kandidat muss von der Persönlichkeit her extrem viel aushalten, auf Leute zugehen können, ein tiefes Vertrauen zu den Schweizer Institutionen haben, eine grosse Erfahrung mitbringen und breit akzeptiert sein.

Dementsprechend werde die SP «mit den valablen Bundesrats-Kandidaten Gespräche führen.» Schlussendlich werde sich aber die politische Mitte mit der SVP einigen müssen. (pz) (aargauerzeitung.ch)

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mal bist du der Hund, mal der Baum
03.11.2015 11:37registriert September 2015
Das ist ja schon witzig. Die SP, hier in Person von Herr Wermuth, welche der SVP immer nur als Oppositions- oder Stammtisch Partei beschimpft, liefert hier ein solch grottenschlechtes Bild ab - alles was hier Wermuth zum Besten bringt, ist destruktive Zwängerei und in keiner Art und Weise Sachbezogen. Man mag Luzi Stamm und seine Partei/Politik mögen oder nicht - aber sein Auftritt war sympathisch, bei weitem konkreter und sachlier.
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Brian
03.11.2015 17:07registriert April 2014
DerWeise: ja genau, diesen Artikel habe ich auch gelesen und da kann man eben feststellen, dass es sowohl links wie rechts auch intelligente Politiker gibt, welche eben noch einen gesunden Menschenverstand haben. Das ewige kritisieren von rechts nach links oder eben von links nach rechts, was bringt das? Nichts! Es ist richtig, wenn ein neuer Bundesrat ob links oder rechts seine Parteiprinzipien vertreten soll und dann eben kollegial die Konkordanz akzeptiert auch wenn Entscheidungen nicht genau seinen Parteiprinzipien entspricht.
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amore
03.11.2015 11:53registriert Februar 2014
Antidemokratisch ist u.a. das Reglement der SVP mit der Bestimmung, dass nicht von der Partei vorgeschlagene gewählte BR aus der Partei ausgeschlossen werden. So geht das natürlich nicht. Demokratisch legitimiert können alle Mitglieder der Bundesversammlung die Kandidaten/innen wählen, die sie wollen. Wenn zum Beispiel Putin oder Erdogan so was macht, kann ich das nachvollziehen. Aber bei einer Schweizerischen Volkspartei, die immer betont, wie wir zur Demokratie Sorge tragen müssen.
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