Schweiz
Gesellschaft & Politik

Bundesrat setzt im Sonntagsverkauf auf Idee aus dem Parlament

KEYPIX - Bundesrat Guy Parmelin spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates zum Lohnschutz, am Mittwoch, 19. Februar 2025, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Guy Parmelin hat die Arbeiten zur Regelung des Sonntagsverkaufs auf nationaler Ebene eingestellt.Bild: keystone

Bundesrat setzt im Sonntagsverkauf auf Idee aus dem Parlament

26.02.2025, 13:5626.02.2025, 13:56

Wirtschaftsminister Guy Parmelin hat die Arbeiten zur Regelung des Sonntagsverkaufs auf nationaler Ebene eingestellt. Das Parlament startete aber bereits einen Neuanlauf.

Der Bundesrat wurde über den Abbruch der Arbeiten des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) zur Revision einer Verordnung zum Arbeitsgesetz informiert, wie die Landesregierung am Mittwoch mitteilte. Ziel der Revision sei es gewesen, eine Rechtsgrundlage für Sonntagsarbeit in Läden von Grossstadtquartieren mit internationalem Tourismus zu schaffen.

Zur geplanten Revision fand zwischen November 2023 und März 2024 eine Vernehmlassung statt. Den Bürgerlichen und den Städten ging die Öffnung zu wenig weit, die Linken und die Gewerkschaften wehrten sich gegen jegliche Aufweichung. Laut dem Bundesrat erhielt der Entwurf generell nicht genügend Unterstützung.

Neuer Anlauf im Parlament

Im Parlament gaben unterdessen beide Kommissionen für Wirtschaft und Abgabe einer Standesinitiative des Kantons Zürich folge. Sie verlange die Erhöhung der Anzahl bewilligungsfreie Sonntagsverkäufe. Diese Bestrebungen ermöglichten eine Wiederaufnahme der Gespräche ausgehend von einer neuen Grundlage, die den Bedürfnissen der Tourismuskreise und der Kantone eher gerecht werden dürfte, hiess es vonseiten des Bundesrats weiter. (sda)

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2 Kommentare
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Der Rüpel von Davos verdient von der Schweiz keinen Respekt
Die Zeiten, als die Schweiz und die USA Schwesterrepubliken waren, sind vorbei. Der Bundesrat muss den Umgang mit Trump neu lernen. Als Vorlage könnte eine bewährte Schweizer Polit-Taktik dienen.
Ein Kind, das sich am Familientisch benimmt, wie es Donald Trump in Davos getan hat, würde man in sein Zimmer schicken. Was er bei seiner Rede über die Schweiz sagte, war sachlich falsch und im Ton daneben. Eine Frechheit. Aber Donald Trump in sein Zimmer schicken, das geht leider nicht. Der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten ist in jeder Hinsicht zu mächtig.
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