Schweiz
Drogen

Churer Konsumraum für Drogenabhängige um Mehrfaches teurer

Churer Konsumraum für Abhängige kostet plötzlich dreimal so viel – wegen Art der Drogen

17.01.2024, 10:2417.01.2024, 10:24
Überwachter Konsumraum in Chur (Archivbild).
Überwachter Konsumraum in Chur (Archivbild).Bild: stadt chur

Der Konsumraum für Drogenabhängige kommt die Stadt Chur sehr viel teuer als geplant zu stehen. Für die Einrichtung des Konsumraums und einen dreijährigen Pilotbetrieb rechnet die Stadtregierung neu mit Kosten von 3.9 Millionen Franken anstatt 1.1 Millionen Franken.

Die Mehrkosten führt die Stadt auf die aktuell konsumierte Art von Drogen zurück. Das ist der am Mittwoch von Stadtpräsident Urs Marti (FDP) den Medien präsentierten Botschaft an das Stadtparlament zu entnehmen. Der Konsum von Base und anderen kokainbasierten Drogen fordere gleichbleibende und längere Öffnungszeiten und mehr qualifiziertes Fachpersonal, heisst es in der Botschaft.

Es ginge der Stadt insbesondere darum, die Herausforderungen menschlich gut abzuwickeln, sagte Marti.

Der Gemeinderat, das Parlament, hatte für den Konsumraum im Juni 2022 bereits 1'080'000 Franken bewilligt. Die Stadtregierung beantragt nun die Aufhebung dieses Kredits und einen neuen Rahmenkredit von 3'879'000 Franken. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
27 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27
Jenische zur Debatte im Nationalrat: «Das hat mich erschüttert»
Die jenische Uschi Waser verfolgte am Montag von der Zuschauertribüne aus die Nationalratsdebatte über die Verbrechen an Jenischen und Sinti. Mit watson spricht sie über ihre persönliche Geschichte und die gemischten Gefühle, welche die Debatte bei ihr auslösten.
Am ersten Tag der diesjährigen Sondersession in Bern gab der Nationalrat eine Erklärung zu den historischen Verbrechen gegen Jenischen und Sinti in der Schweiz ab. Mit 100 zu 67 Stimmen folgte der Nationalrat dem Antrag der Rechtskommission und anerkannte damit, wie schon der Bundesrat im letzten Jahr, dass die Geschehnisse als Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuordnen sind. Die heute 73-Jährige Uschi Waser erlebte das, worüber im Parlament diskutiert wurde, als Kind hautnah mit.
Zur Story