Schweiz
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Schweiz zahlt mehr Sozialleistungen als die grossen EU-Länder, aber es gibt ein Aber



ARCHIVBILD ZU DEN ZAHLEN ZUR SOZIALHILFE 2016 --- Information material on social help titled 'In Not geraten?' (English: Fallen into hardship?) and forms pictured at the social center Albisriederhaus on Albisriederstrasse in Zurich, Switzerland, on March 31, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Die Sozialleistungen haben in der Schweiz 2016 einen Höchstwert erreicht. Das gilt auch im internationalen Vergleich: Umgerechnet in Kaufkraft wurden pro Einwohner in keinem der fünf grössten EU-Staaten soviel Unterstützungsbeiträge ausgerichtet wie in der Schweiz.

Aber Vorsicht: Wenn man das Bruttoinlandprodukt (BIP) als Massstab nimmt, ist die Schweiz ein eher geiziger Unterstützer. Weil das BIP in der Schweiz hoch ist, ist der Anteil an Sozialleistungen geringer als anderswo: Von den fünf bevölkerungsreichsten EU-Staaten gibt nur Spanien prozentual weniger Geld für Sozialleistungen aus als die Schweiz, nämlich 23.9 Prozent. Hierzulande sind es etwa zwei Prozentpunkte mehr. Frankreich verteilt fast ein Drittel seines BIP-Kuchens an die Bedürftigen.

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Gemessen in der künstlichen Währungseinheit Kaufkraftstandard (KKS) aber ist die Schweiz Spitzenreiter: Pro Einwohner wurden 11'105 KKS an Sozialleistungen ausbezahlt. In Deutschland waren es knapp 10'500, in Frankreich etwas über 10'000, in Italien und Grossbritannien etwa 7800 und in Spanien 6237 KKS. In Osteuropa lagen die Werte in der Regel unter 3000, das Schlusslicht bildete Serbien mit 2300, wie neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen.

Anderswo ist Vater Staat grosszügiger

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Einen auffälligen Unterschied gibt es bei den Finanzierungsquellen. In der Schweiz greift Vater Staat deutlich weniger tief in die Tasche als in den fünf Vergleichsländern: Stammen hier 23.7 Prozent der Sozialleistungen aus der öffentlichen Hand, sind es in Italien und im Vereinigten Königreich über 48 Prozent.

Mit 66.1 Prozent der Kosten übernehmen Arbeitgeber und Versicherte in der Schweiz mehr Soziallasten als in den fünf grössten EU-Ländern: In Deutschland und Frankreich kommen 60 bis 64 Prozent der Sozialleistungen aus diesen Quellen, in Grossbritannien nur 38.1.

In allen Vergleichsländern sind Alter und Gesundheit die grössten Budgetposten. Differenzen bei den Bereichen, in die die Sozialleistungen gehen, sind gering. Italien wendet zum Beispiel besonders viel seiner Sozialleistungen für das Alter auf - fast die Hälfte. Und ähnlich wie Frankreich und Spanien steckt das Land, in dem die Zitronen blühen, etwas mehr Geld in die Arbeitslosigkeit als die nördlichen Länder. (aeg/sda)

Die Sozialhilfe nimmt uns Schweizern die Frauen weg!

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Video: watson/Renato Kaiser

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tan Long 22.01.2019 15:05
    Highlight Highlight Dostojewski hat mal gesagt dass sich der zivilisatorische Grad einer Gesellschaft an den Gefängnissen bemisst. Ich sage auch an den Sozialleistungen.
  • Tan Long 22.01.2019 14:52
    Highlight Highlight Ist alles egal, denn es sind bloss Peanuts im Vergleich zu dem was die oberen 10000 abschöpfen. Aber sie sorgen ja für Arbeitsplätze.
    Was zu beweisen wäre.
  • RandyRant 22.01.2019 13:23
    Highlight Highlight Habe mich gerade gefragt welchen Sinn es machen soll Sozialhilfe mit BIP zu vergleichen.

    Aber hier geht es ja nur darum zu zeigen dass wir ach soooo geizig sind und mehr blechen sollen. Da bedient man sich eben einem Vergleichswert der die richtigen Zahlen liefert. Ob der sinnvoll ist oder nicht, ist doch egal..
    • Fabio74 22.01.2019 14:42
      Highlight Highlight Der 100. Kommentare dass das BIP falsch ist aber natürlich keine Antwort was man sonst nehmen soll...
    • RandyRant 22.01.2019 15:52
      Highlight Highlight Warum das BIP überhaupt taugen sollte, wäre die Frage. Ausser natürlich wenn man von Anfang an etwas bestimmtes suggerieren will.
      Aber wenn du schon fragst könnte man vergleichen:
      Wie viel hat jemand mit Mindestlohn vs. Soziahilfe
      Wieviel Geld ist es im Verhältnis zu Preisen von Lebensmitteln/Konsum
    • quarzaro 22.01.2019 16:35
      Highlight Highlight @randy
      Genau die Kaufkraft steht ja im Artikel, das ist kein neuer Vorschlag;)
  • SchweizAbschaffen 22.01.2019 13:15
    Highlight Highlight Ein kleines Detail ging bez. "Sozialhilfe" vergessen:
    In der Schweiz (ausser in 2 Kantonen") ist diese Sozial"hilfe" ein SozialKREDIT, rückzahlbar.
    Das ist in keinem andern Land so.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 22.01.2019 12:44
    Highlight Highlight Das Problem, die Höhe der Sozialausgaben sagt noch wenig über deren Verteilung aus. Wenn die Franz. Sozialausgaben sehr hoch sind, ein überproportionaler Anteil jedoch zu den Beambten fliesst, nützt das dem Rest weniger, er bezahlt es nur.
    Im Umkehrschluss, hohe Sozialausgaben stellen den Sozialen Frieden nicht per se sicher, diese müssen auch effizient und fair verteilt werden.
    Aber schön zu sehen, das die CH über einen relativ gut ausgebautren Sozialstaat verfügt.
    • Fairness 22.01.2019 13:32
      Highlight Highlight Noch...
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 22.01.2019 12:31
    Highlight Highlight BIP als Vergleichsgrösse ist etwa gleich sinnvoll wie Anzahl Bergspitzen oder Flusskilometer. 🤦‍♂️🤦‍♀️
    • Fabio74 22.01.2019 13:45
      Highlight Highlight Und was nehme man dann um vergleichen zu können?
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 22.01.2019 15:46
      Highlight Highlight @Fabio: selber überlegen? Es muss etwas sein, was einen Vergleich zu den Kosten zulässt. Aber BIP steigt auch, wenn bei mehr Handel und Arbeitsteilung - hat schlicht keinen Zusammenhang. Gescheiter sind zB Lebenshaltungskosten, Mindestlohn, Existenzminimum, durchschnittliches Salär etc etc
    • Fabio74 22.01.2019 17:49
      Highlight Highlight Wer motztbund sagt es sei falsch, der hat zu liefern. Simpler Grundsatz
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walser 22.01.2019 12:11
    Highlight Highlight Warum sollte man den BIP zum Massstab nehmen? Macht einfach mal etwas auf Realität. Sucht ein Land wo ein Sozialhilfe -empfänger so leben kann wie in der Schweiz. Ihr werdet keines finden!
    • Flötist 22.01.2019 13:46
      Highlight Highlight In Skandinavien sind die Sozialleistungen zT besser. Aber das gehört sich auch so. Ein Land soll allen Einwohnern ein würdiges Leben ermöglichen. Auch jenen die auf das letzte Auffangnetz fallen.
    • Fabio74 22.01.2019 13:48
      Highlight Highlight Hast du eine Ahnung wie ein Sozialhilfe-Enpfänger hier lebt? Nackter als nackt vor den Behörden. Stets von Missgunst und Hass umgeben und von irgendwelchen Rechten,die alles streichen wollen, weil die Arnen per se verdächtig sind zu betrügen, zu faul zu sein und eigentlich selber Schuld sind.
      Zim Glück gibts noch die Hagenbuch SVPlerin mit der man im Volg für kein Geld super einkaufen kann.
  • Rhabarber 22.01.2019 12:11
    Highlight Highlight Und die ach so volksnahen bürgerlichen Parteien wollen noch mehr abbauen und noch mehr und noch mehr. Grrrrrr
  • Resche G 22.01.2019 12:03
    Highlight Highlight Vermögen muss umbedingt einen grösseren Beitrag leisten speziell für sozialen Gerechtigkeit (Sicherheit) leisten und nicht nur Einkommen.

    Mehr steuern auf Vermögen für Soziale Sicherheit und eine gewisse Umverteilung ansonsten werden Spannungen zunehmen.

    Un mahl ehrlich, es ist so viel Vermögen vorhanden, dass einzelne Leute gar nicht mehr wissen was sie noch mit ihrem Zaster anstellen sollen.
    • Rabbi Jussuf 22.01.2019 12:15
      Highlight Highlight Nein, so wie die Aufteilung der Finanzquellen in der Schweiz ist, ist das ziemlich gut. Am Besten noch weniger Steuergelder (wo ja auch Vermögenssteuern enthalten sind). Was passiert, wenn der Staat übermässig mitfinanzieren muss, sehen wir ja in DE und besonder FR und IT besonders gut. Das führt in den Ruin. Nein Danke!
    • just sayin' 22.01.2019 12:58
      Highlight Highlight das sind super parolen!
      (aber so einfach ist das eben nicht)

      die mühsam zusammengesparte wohnung, auto und der familienbetrieb gelten eben auch als vermögen.
    • Gubbe 22.01.2019 13:03
      Highlight Highlight Bei den allermeisten wurde 'Vermögen' erarbeitet. Möchtest du auf deinem erspartem Vermögen von angenommenen 50'000 gerne noch mehr Abgaben zahlen. Wer Vermögen erarbeitet, hat in der Regel schon mal Steuern darauf bezahlt. Wenn du dein Vermögen nicht weiter anhäufst, zahlst du jedes Jahr weiterhin Steuern darauf. Es wird also weniger. Dies um andere die nicht sparen, zu unterstützen. So sozial bist du?
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 22.01.2019 12:02
    Highlight Highlight Den Bezüger dürfte das Verhältnis der Sozialleistungen zum BIP wenig interessieren. Fakt ist, dass die CH die besten Sozialleistungen weltweit hat und darin nur von zwei, drei skandinavischen Ländern überboten wird. Nach einem Jahr Arbeit in der CH hat man Zugang zu Allem, zum luxuriösen Gesundheitswesen sogar per sofort, ohne schon Pämie gezahlt zu haben. Und das Rahmenabkommen mit der EU sieht vor, dass EU-Bürger viel früher als bisher Zugang haben zu unseren Sozialkassen, anstatt endlich einheitliche Standarts anzustreben, werden die "reichen" Länder geplündert.
    • N. Y. P. 22.01.2019 13:07
      Highlight Highlight @mogad
      Du vergisst aber, dass du umgekehrt auch in Ungarn Zugang zu den Sozialleistungen kriegst, wenn es dich dorthin verschlägt.

      quid pro quo, sozusagen !

      *LOLverkneiff*
    • Hierundjetzt 22.01.2019 13:16
      Highlight Highlight Nanana mich interessiere nicht diese Ausländer da, sondern meine Schweizer Mitbürger. Senken wir das die Leistungen der Ausländer senken wir Sie auch für die 70% der Schweizer Bezüger. Und das will ich nicht.

      Wir haben immer noch 1 Rechtssystem.

      Ausnahme gibts nur bei den Vorläufig Aufgenommenen sowie Menschen die Ausreisen müssen.
    • Klaus0770 22.01.2019 13:40
      Highlight Highlight Die Krankenkasse ist eine Versicherung und keine Sozialleistung. Ab dem Zeitpunkt an dem Sie versichert sind, haben Sie Anspruch auf Leistung!
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