Schweiz
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Mehrere tausend Personen nehmen an einer Demonstration zu Black Lives Matter teil in Basel, am Samstag, 6. Juni 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Mehrere tausend Personen nahmen am Samstag an einer Demonstration zu Black Lives Matter teil in Basel. Viele trugen eine Maske. Bild: keystone

Interview

«Ich selbst bin immer noch beunruhigt» – Epidemiologin warnt vor Corona-Gelassenheit

Seit letztem Samstag sind Clubs, Kinos und Zoos wieder offen. Auch versammelten sich tausende Menschen zu Black-Lives-Matter-Demonstrationen. Kann das gut gehen? Epidemiologin Olivia Keiser erklärt, auf was man nun achten muss.



Frau Keiser, in unserem letzten Interview Mitte Mai haben Sie gesagt, dass Ihnen die Bilder einer Partymeile in Basel Sorgen bereiten.
Olivia Keiser: Das stimmt. Viele Leute haben sich dort nicht an die offiziellen Empfehlungen gehalten.

Mittlerweile sind weitere Massnahmen gelockert worden. Am Wochenende haben zahlreiche Day-Dance-Partys und Demos stattgefunden. Haben Sie diese Veranstaltungen immer noch mit Sorge beobachtet?
Ja, ich selbst bin immer noch beunruhigt, wenn bei solchen Veranstaltungen die Distanz nicht eingehalten werden kann und es zu einem engen Kontakt zwischen vielen Personen kommt. Dies besonders bei Veranstaltungen, die in geschlossenen Räumen stattfinden.

Bars und Clubs müssen um 24 Uhr schliessen. In den Party-Hotspots der Schweiz strömen die Massen dann alle gleichzeitig auf die Strassen. Wie sinnvoll ist eine solche Sperrstunde?
Grundsätzlich ist die Ansteckungsgefahr im Freien deutlich geringer als in geschlossenen Räumen. Mir ist es also lieber, wenn sich die Menschen um Mitternacht draussen treffen, als wenn sie mit steigendem Alkoholpegel und damit einhergehender Unvorsicht in den Bars und Clubs verweilen.

Menschenmassen hin oder her: Die Fallzahlen bleiben tief. Wie beurteilen Sie die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen?
Es ist beruhigend, zu sehen, dass die Fallzahlen weiterhin tief geblieben sind seit den Lockerungen. Allerdings müssen wir weiterhin sehr achtsam bleiben, um einen erneuten stärkeren Anstieg der Fälle zu verhindern.

«Die mildernde Wirkung der höheren Temperaturen ist bescheiden und wird nicht ausreichen, um die Epidemie einzudämmen.»

Ein Mittel dafür wären Masken im ÖV. In den Zügen oder Bussen trägt jedoch fast niemand eine Maske. Ist das nicht DER Infektionsherd?
Im ÖV ist es wichtig, dass die Distanz eingehalten – und falls dies nicht möglich ist, eine Maske getragen wird. Tatsächlich wird in der Schweiz viel mehr auf Eigenverantwortung gesetzt als in anderen Ländern, wo das Tragen von Masken, zum Beispiel beim Einkaufen oder auch im ÖV, obligatorisch ist. Ich hoffe, dass da noch ein Umdenken stattfinden wird, da es ja nicht nur darum geht, sich selbst, sondern auch andere Personen zu schützen. Als mögliche Infektionsherde kommen natürlich verschiedene Orte in Frage und man kann zur Zeit nicht sagen, wo sich die meisten Personen anstecken.

Bild

Olivia Keiser ist Epidemiologie-Professorin an der Universität Genf und Mitglied der wissenschaftlichen Task Force des Bundesrates. bild: zvg

Das wäre Aufgabe des Contact Tracings. Funktioniert das?
Das ist leider schwierig zu sagen, da es meines Wissens nach keine öffentlichen Daten zum Contact Tracing gibt.

Was für eine Rolle spielt das wärmere Wetter?
Zur Frage der Saisonalität gibt es ein Policy Brief von der Nationalen Wissenschaftlichen Taskforce. Dafür wurden 16 Studien miteinander verglichen. Die Studien waren sich weitgehend einig, dass saisonale und klimatische Faktoren bei der Übertragung von SARS-CoV-2 eine Rolle spielen. Die mildernde Wirkung der höheren Temperaturen ist jedoch bescheiden und wird nicht ausreichen, um die Epidemie einzudämmen.

«Wir müssen besser dokumentieren, wo sich die Leute anstecken.»

Dafür spricht auch, dass der R-Wert wieder praktisch bei 1 liegt ...
Solange die Fallzahlen konstant tief bleiben und die nötigen Tests durchgeführt werden, ist ein R-Wert um 1 nicht beunruhigend. Dank der tiefen Fallzahlen ist auch die Unsicherheit um die Schätzung von R grösser geworden. Was meines Erachtens besser dokumentiert werden müsste, ist, wo sich die Leute anstecken, und wie viele der Neuinfektionen von einem bekannten oder unbekannten Fall abstammen. Zudem ist es auch wichtig zu wissen, wie viele Tests wo durchgeführt worden sind.

Mit den sich öffnenden Grenzen dürfte auch das Contact Tracing schwieriger werden. Besteht das Risiko, dass wir uns quer durch Europa wieder anstecken?
Es gibt natürlich immer die Gefahr von neuen Ausbrüchen – innerhalb der Schweiz, aber auch durch importierte Fälle aus dem Ausland. Zum Glück sind jedoch auch in den Nachbarländern die Fallzahlen deutlich gesunken. Die Leute sind überall viel vorsichtiger geworden und man ist nun auch viel besser vorbereitet, auf einen erneuten Ausbruch schnell zu reagieren. Diesbezüglich macht es sicher Sinn, dass nun auch die Grenzen wieder geöffnet werden.

Im letzten Interview sagten Sie, dass solange es keine effiziente Impfung gibt, wir weiterhin ein Problem haben werden. Heisst das auch, dass die Schutzmassnahmen bis dahin gelten werden?
Die Schutzmassnahmen müssen laufend der aktuellen Situation und allenfalls auch dem Verhalten der Bevölkerung angepasst werden. Wenn sich die Leute an die Hygiene- und Distanzempfehlungen halten, bin ich optimistisch, dass ein grosser Ausbruch auch ohne strengere Massnahmen verhindert werden kann.

Müssen wir also weiterhin darauf verzichten, unsere Grosseltern in den Arm zu nehmen?
Ein Besuch bei den Grosseltern, unter Einhaltung der Hygieneregeln, sollte kein Problem sein. Allerdings ist trotz der tiefen Fallzahlen das Virus natürlich nicht verschwunden, und das Risiko im Falle einer Infektion bleibt unverändert. Ich denke deshalb, dass es schlussendlich in der Eigenverantwortung von Familien und Grosseltern liegen sollte, wie sie sich verhalten.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rölsche 10.06.2020 12:05
    Highlight Highlight Wenn ich sowas lese, sehe ich vor allem eines: dass sich die Dinge normalisieren. Wenn nur noch Blabla von Leuten mit Profilierungsneurosen zu lesen ist, weiss ich: alles wird gut.

    Vor ein paar Monaten habe ich hier geschrieben: „.....2. Ich bin mir zu 100% sicher, dass es genau gleich weiter geht wie vorher, wenn es mal vorbei ist....“

    Und so ist es. Man konnte jetzt kurz träumen von „einer neuen Gesellschaft“, war schön, nun aber back to reality. In zwei, drei Jahren wird sich auch die Wirtschaft komplett erholt haben, ein Impfstoff wird da sein und das ganze wird zu den Akten gelegt.



  • Conradinho 10.06.2020 11:23
    Highlight Highlight Brasilien zeigt, dass die Temperaturen leider keinen oder keinen grossen Einfluss auf die Ausbreitung des Corona-Virus haben. Ausgerechnet die Provinzen Amazonas (wo mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Manaus lebt) und Pará verzeichnen drei Mal grössere Fallzahlen und zwei bis drei Mal mehr Todesfälle im Verhältnis zur Anzahl Einwohner als der Rest des Landes.
    In diesen Regionen fällt die Minimaltemperatur das ganze Jahr selten unter 23 Grad und ist am Nachmittag meistens über 30 Grad.
  • Bene86 10.06.2020 09:24
    Highlight Highlight Vor 2 Wochen waren wir zu 8 an einer kleinen Geburtstagsfeier weit Abseits des Dorfes auf einem Hügel, mind. 20 Min Fussmarsch vom Dorf weg. Wir grillierten zusammen und zogen die Sitzbänke sogar extra auseinander. Um 00:30 Uhr latschte tatsächlich die Polizei den Weg da hoch und löste das Ganze auf (wir waren angetrunken aber sehr anständig). Jeder von uns zahlte 100 Stutz! Und jetzt demonstrieren sie zu 10tausenden für eine Tragödie ausserhalb Europas? Habt ihr sie eigentlich noch alle? Hat man dafür die Wirtschaft an die Wand gefahren? WO ist jetzt diese "Solidarität" zu Risikopatienten?
  • Herbibi 10.06.2020 04:17
    Highlight Highlight Wie Frau Keiser gehöre ich eher zu den Besorgten, die sich wundern, dass die Fallzahlen trotz des eher lockeren Umgangs vieler Leute nicht wieder ansteigen. Würde man die Massnahmen, die das Leben und die Wirtschaft nur leicht einschränken, für mich wären das Distanz halten, Maskentragplicht im ÖV sowie Händewaschen, konsequent durchführen, so hätten wir vielleicht gar keine Neuansteckungen mehr. Ich denke, mit diesen Massnahmen hätten in Zukunft auch die Grippe sowie allfällige neue Viren einen schweren Stand.
  • JP del Grano 09.06.2020 21:34
    Highlight Highlight "Was meines Erachtens besser dokumentiert werden müsste, ist, wo sich die Leute anstecken"
    Richtig: Das ermöglicht auch, hotspots rascher zu erkennen.
    Genau DAS aber kann und WILL die SwissCovid-App wegen der bewusst fehlenden Ortserfassung nicht leisten.
  • David Rüegg 09.06.2020 20:07
    Highlight Highlight "Dafür spricht auch, dass der R-Wert wieder praktisch bei 1 liegt ..." das einzig Relevante im ganzen Interview steht in diesem Absatz, der Rest ist geschenkt. Jetzt gilt es die ganzen Resourcen auf die Nachverfolgung der wenigen Neuansteckungen zu verwenden (anstatt mit Aktivismus und Angstmacherei die ganze Bevölkerung in den Wahnsinn zu treiben).
  • Amarillo 09.06.2020 14:14
    Highlight Highlight Ich habe auch eher ein "ungutes" Gefühl. Nicht weil eine gewisse Sorglosigkeit den Leuten nicht zu gönnen wäre, denn derzeit sind die Fallzahlen ja (noch) wirklich tief. Etwas anderes wäre kurz nach dem Lockdown komisch, zudem hilft derzeit noch die Jahreszeit, in welcher sich die Corona-Virenfamilie (Atemwegserkrankungen) nicht so gut entfalten kann. Dies wird ab Okt / Nov wieder anders werden, leider wohl Covid19 inklusive. In den meisten Köpfen hat sich aber der Gedanke breitgemacht, mit dem Lockdown habe man ja "gebüsst", und damit sei die Sache erledigt. Dürfte ein Irrtum sein.
    • Hillary Clinton 09.06.2020 16:59
      Highlight Highlight Es wird keinen 2. Lockdown geben.

      Können wir uns schlicht und einfach nicht leisten - die anderen Länder, die jetzt schon in finanzieller Schieflage sind schon gar nicht.
    • Mutzli 09.06.2020 17:55
      Highlight Highlight @Amarillo

      Ich habe ebenfalls absolut keinen Bock auf einen Lockdown Nr.2 und bin deshalb wirklich ziemlich ab vielen Leuten in der Kommentarspalte irritiert.

      Ja, die Fallzahlen sind zum Glück tief, aber die Ansteckungsrate ist gemäss den Zahlen der Taskforce von damals ca. 0.66 auf ca. 1 gestiegen und alles über 1=Exponentielles Wachstum.

      Mit Contact Tracing sollte es machbar sein, doch muss sich dies hier erst noch beweisen und es gibt keinen Grund, denen die Arbeit noch schwerer zu machen.

      Nur zur Erinnerung: Mitte Februar die ersten Fälle, Mitte März-> Lockdown
    • MahatmaBamby 09.06.2020 19:26
      Highlight Highlight 'Wird' ein Irrtum sein.
      Das Ding mit der Temperatur ist auch so eine Sache. Bin absolut kein Experte aber sieht man mal rüber nach Brasilien(ja da wurde das Ganze auch komplett anderst handgehabt ich weiss), wo höhere Durchschnittstemperaturen herschen, wirkt es so als ob Cov doch resistenter ist als vermutet.
  • rodolofo 09.06.2020 13:30
    Highlight Highlight Wichtig ist es zu betonen, dass sich jetzt allle bewusst sind, was sie mit der weiteren "Normalisierung" riskieren und dass darum nur diejenigen das machen, die sich das zutrauen, sei das jetzt, weil sie sich jung und/oder gesund-, oder psychisch-mental fit genug fühlen und/oder eines, oder beides auch sind!
    Die Leute sind ja im allgemeinen weder blöd, noch lebensmüde.
  • Hillary Clinton 09.06.2020 12:25
    Highlight Highlight Seit Ostern geht die Diziplin beim Einhalten der Regeln bach ab und die Leute sind mehr unterwegs. Man trifft sich wieder vermehrt und die Schulen, Restaurants und Bars sind seit mehr als 10 Tagen offen.

    Gemäss Experten müssten die Fallzahlen ja steigen nach all diesen fahrlässigen und verfrühten Öffnungen. Tun sie aber nicht, die gehen nur in eine Richtung, seit Wochen.

    Wiso ist das so liebe Experten?
    Könnt ihr das erklären?
    • _andreas 09.06.2020 14:28
      Highlight Highlight sie bleiben seit Wochen in etwa gleich(sonst wären wir ja eigentlich schon bei 0) .. das heisst für mich, dass sich die meisten Leute gut an die Empfehlungen halten. Es wäre einfach intressant wo diese paar sich immernoch anstecken. Einkaufen? Demos? ÖV? Pflegepersonal?
    • Terraner 09.06.2020 15:05
      Highlight Highlight Als nicht Experte würde ich bei der momentan sehr geringen Virusverbreitung auf Zufall und Glück tippen. Solange keiner der unvorsichtigen das Virus in sich trägt, wird es sich auch nicht verbreiten können. Erst wenn ein Virusträger sich unvorsichtig verhält und dadurch das Virus an viele Personen weiter gibt, wird es zu steigenden Fallzahlen kommen. Solange dann diese kleinen Ausbrüche immer wieder durch Isolation und Quarantäne unterbunden werden, bleibt es bei tiefen Fallzahlen.

      Zudem sind doch die meisten noch immer deutlich vorsichtiger als vor Corona. Und das ist auch gut so.
    • Mutzli 09.06.2020 18:00
      Highlight Highlight Gemäss der Forschung müsste mit den Lockerungen einhergehend auch die Ansteckungsrate steigen und das ist sie auch, wie die Berechnungen der Taskforce belegen. Von ca. 0.66 während Lockdown bis zu ca. 1 am 24.5. Also eine mögliche Steigerung von ca. 34%
      https://ncs-tf.ch/de/lagebericht

      Da die Fallzahlen zum Glück niedrig sind, führte das nicht zu einem auffallenden Anstieg und sollte, falls die Ansteckungsrate noch mehr steigt, ein gewisses Zeitpolster für Massnahmen bieten.

      Aber gestiegen ist sie. Wie sollte sie denn nicht? Ein Virus macht ja schliesslich nicht einfach mal Feierabend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chili5000 09.06.2020 12:00
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • weissauchnicht 09.06.2020 11:46
    Highlight Highlight Eine Lockerung der neuen Misstrauenskultur schadet sicher nicht. Man soll sich irgendwann ja auch wieder neu kennenlernen und sich näherkommen dürfen. Über Zoom ist das halt so eine Sache...😉
  • De-Saint-Ex 09.06.2020 11:33
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, wie man sich ab solch mahnender Worte derart aufregen kann. Das Virus ist nicht „weg“. Wir scheinen es unter Kontrolle zu haben, dank unschöner Massnahmen, was uns erlaubt diese Massnahmen zu lockern. Und lockern heisst eben nicht zurück zum Verhalten von vor Ausbruch der Pandemie. Da nehmen einige billigend in Kauf, dass diese Schei..-Übung unter Umständen umsonst war. Sorry, sowas nenne ich Dummheit.
    • Basti Spiesser 09.06.2020 13:15
      Highlight Highlight Es war nie das Ziel, dass Virus „weg“ zu haben, sondern Spitäler nicht zu überlassen. Die Übung kann gar nicht umsonst gewesen sein.
    • De-Saint-Ex 09.06.2020 14:47
      Highlight Highlight Da hast Du recht. Ich formuliere um... ich habe keine Lust auf eine Wiederholung dieser Schei**übung... also tut nicht so, als ob der Virus weg wäre...
  • Hoci 09.06.2020 11:28
    Highlight Highlight Es ist eine Schande, dass die Leuze in den ÖV gegen hohe Busse eine Maske tragen müssen. Selbst wenn der Zug leer ist, hinterlösst man oder der Vorgänger Viren in Tröpfchenform, hier mehrfach beschrieben.
    Es ist eine völlig unnötige Gefährdung des Zugpersonals und damit respektlos und unverschämt.
    Die Maske 2*4 h zu tragen, hab ich ausprobiert, ist keine Komforteinschränkung und das Sbb Personal offensichtlich dankbar.
    Zumal ich praktisch die einzige war.
    Selbst bei genug Platz auf dem Bahnhof wird nicht auf die 2 Meter geachtet.
    Leute es ist wirklich etwas kleines eine Maske zu tragen!!!
  • Thomas G. 09.06.2020 10:30
    Highlight Highlight Die Quote von Unbelehrbaren ist schon sehr hoch hier. Wahsinn.
    • covidel 09.06.2020 11:10
      Highlight Highlight Die Quote von Panikmachern ist schon sehr hoch hier. WahNsinn.
    • rodolofo 09.06.2020 13:33
      Highlight Highlight Was ist eine Quote?
    • davej 09.06.2020 15:28
      Highlight Highlight "Das ist nur Panikmache"

      Witzig, dass hört man immer wieder von Verschwörungstheoretikern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sikki_nix 09.06.2020 10:28
    Highlight Highlight Kann sein dass das Achtlose verhalten eine zweite welle auslöst. Kann aber auch sein, dass das Thema corona nun endgültig passé ist. Oder irgendetwas dazwischen. Einen sichere vorhersage ist nicht möglich. Egal wie es kommt, unser Gesundheitswesen ist besser gewappnet als im Februar und auch die Infrastruktur für breites Testen sind vorhanden. Das ist für mich doch schon etwas beruhigend.
    • Hoci 09.06.2020 11:49
      Highlight Highlight Da hast du recht. Aber es wprdja nix kosten ausser etwas selbstkontrolle Distanz zu halten und Maske zu tragen usw. Der aggressiv vertretene Egoismus der Disziplinunfähigen ist erschreckend, vor allem wie arrogant Besserwisserisch sie sind in ijrer Unfähigkeit (Voraus)zu denken und zu planen.
      Es sind Massen. Dabei mpsste man nurdieErfahrenen Asiaten kooieren und ihnen zuhlren. Aber lieber tut man nichts und greift an a laTrump um von der eigenen Dummheit und Unföhigkeit abzulenken.
      Ist leider weit verbreitet.
    • sikki_nix 09.06.2020 12:50
      Highlight Highlight Ja sicher das unterstütze ich. Keine Angst zu haben und vorsichtig zu sein schliessen sich ja nicht aus.
  • Morgenbrot 09.06.2020 10:00
    Highlight Highlight Ich zitiere: "Wir müssen achtsam bleiben..."
    Das betrifft dann aber auch die positive Entwicklung der Fallzahlen trotz Lockerung und beinahe normalem Gedränge im Alltag. Wir kommen uns alle wieder viel näher und trotzdem steigen die Zahlen nicht, wie das viele vorhergesagt haben. Es gilt also genau hinzusehen und herauszufinden, warum nicht eintritt, wovor viele gewarnt haben und noch immer warnen.
    • Thomas G. 09.06.2020 10:30
      Highlight Highlight "Wir waren im fast abgebrannten Haus. Die Feuerwehr hat fast alles gelöscht. In einem Raum brannte noch ein kleines Feuer, aber wir haben einfach einen Tanz drum gemacht. Mit Baumwoll-Tüchern haben wir versucht einen grösseren Brand in Gang zu setzen, aber bisher ist es nur ein kleines Feuer. Die Baumwoll-Tücher haben wir mal dagelassen. Ist ja ein kleines Feuer!"
    • Morgenbrot 09.06.2020 10:50
      Highlight Highlight @Thomas G.
      All die Analogien, die zur Zeit die Runde machen, mögen auf den ersten Blick Sinn ergeben. Letztendlich eignen sie sich aber lediglich dazu, Kleinkindern eine für sie zu komplexe Kausalität zu erklären.

      Aber um deine Analogie aufzugreifen, führe ich dein Beispiel gerne weiter und muss gleich eine Frage an dich stellen: Warum setzt du achtsam bleiben mit weglaufen gleich?

      Achtsam wäre zu beobachten, welche Materialien brennen, welche ein Brandbeschleuniger sind, welche nicht, welche eine Ausbreitung verhindern und die Frage warum sie das tun oder eben nicht.
    • IZO 09.06.2020 11:11
      Highlight Highlight Darum Magenbrot;Tracing App schon Instaliert? Gibst du auch immer schön brav deine Kontaktadresse an? Trägst du Mundschutz zb. im ÖV? Wie immer liegt die Wahrheit zwischen den Extremen. Nur schütze ich mich und meine Liebsten lieber einmal zu viel als zu wenig!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Unwichtig 09.06.2020 09:54
    Highlight Highlight "Sommerliche Temperaturen reichen nicht, um die Epidemie einzudämmen" - das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Epidemie ist längst eingedämmt! Wenn schon müsste es also heissen: "...um einen erneuten Ausbruch zu verhindern." Aber die Wortwahl zeigt sehr schön, wie die Wahrnehmung von vielen Epidemiologen oder auch Virologen ist: Berufsbedingt denken diese extrem problemorientiert. Oder wie heisst es doch so schön: Für einen Hammer ist alles ein Nagel. Und für einen Epidemiologen lauert die nächste Pandemie/die nächste Welle gleich um die Ecke...
    • SeboZh 09.06.2020 10:49
      Highlight Highlight Also global gesehen steigen die Fallzahlen an. Aber immer wieder schön zu wissen, dass es in der Schweiz an Spezialiszen(egal zu welchem Thema) nie rar sind..
    • Ritiker K. 09.06.2020 10:59
      Highlight Highlight Und alle Nicht- Epidemologen oder Virologinnen sollten demnach nicht problemorientiert denken?

      Falls ich das richtig verstehe soll die Aussage sein: "Hey Leute - Corona ist längst eingedämmt! Lasst euch nicht von ein paar Experten Angst machen - die sehen berufsbedingt nur Probleme!"

      Da habe ich für mich doch schon ein paar Fragezeichen. Eingedämmt bedeutet für mich, dass keine Ansteckungen mehr stattfinden und die wenigen VirusträgerInnen demnach isoliert sind. Haben wir diese Situation? Nein - wir haben täglich neue diagnostizierte Fälle und eine Dunkelziffer gibt es auch.
    • Dr. Unwichtig 09.06.2020 11:44
      Highlight Highlight Na, ja - was bei dir "eingedämmt" bedeutet, ist in Wirklichkeit "beseitigt". Das ist natürlich nicht der Fall, deshalb gibt es - teilweise zu recht - weiterhin Einschränkungen und Schutzkonzepte. Bisher gibt es keinerlei Hinweise, dass diese Konzepte nicht funktionieren, deshalb ist "Besorgnis" wohl eher Ausdruck einer persönlichen Einstellung, als einer konkreten Bedrohungslage. Und woher diese Einstellung meiner Ansicht nach kommt, habe ich im ursprünglichen Kommentar ja schon dargelegt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • San_Fernando 09.06.2020 09:50
    Highlight Highlight Ich glaube die Virologen und Epidemiologen sind drauf und dran eine einmalige Chance zu vergeben.. Momentan hören alle auf sie. Sie müssen aber aufpassen mit diesem ständigen „Ich bin beunruhigt und das ist alles sehr gefährlich“–Wahn!
    Natürlich besteht ein Restrisiko aber Fakt ist, dass wir momentan kaum Neuansteckungen haben. Wer soll wen anstecken?
    Und was wäre die Alternative? Alles weiterhin im Lockdown belassen? So machen sie sich komplett unglaubwürdig.
    Wir müssen lernen mit diesem Virus umzugehen und es wird vereinzelte Fälle/Ausbrüche geben. Aber das ist keine zweite Welle...
    • Thomas G. 09.06.2020 10:26
      Highlight Highlight So haben die Leute in Göttingen auch gedacht. Und in Berlin. Und in Paris. In Madrid. London. New York. Brasilien. Brauchen Sie noch mehr Beispiele?
    • Conradinho 09.06.2020 15:13
      Highlight Highlight Nicht Virologen und Epidemiologen sind gegenwärtig vielleicht daran, Chancen zu vergeben, sondern die verantwortlichen Behörden, die über das weitere Vorgehen entscheiden. Sie müssen aufpassen, dass sie nicht den bereits beschädigten Wirtschaftskarren, dessen Reparatur noch nicht einmal richtig begonnen hat, noch ein zweites Mal gegen eine Wand fahren müssen. Unglaubwürdig machen sich Behörden und Politiker, die jetzt nicht genügend vorsichtig sind, nur weil sie sich den Unmut von Uneinsichtigen nicht zuziehen wollen, die gerne ein Risiko eingehen, weil es für sie kleiner ist als für andere.
    • San_Fernando 09.06.2020 18:51
      Highlight Highlight Wann wollen sie denn anfangen mutiger zu werden? Wenn wir ein halbes Jahr keine Fälle mehr haben? Und die Grenzen bleiben gemäss Ihrer Argumentation für immer geschlossen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hier Name einfügen 09.06.2020 09:50
    Highlight Highlight Wenn sie beunruhigt sein will, kann sie ja weiter Zuhause bleiben, aber für den Rest von uns geht das Leben weiter.
    • SeboZh 09.06.2020 10:50
      Highlight Highlight Sehr beschränkte Ansicht, durch solches Verhalten sind dann auch wieder die betroffen die sich an Regeln halten und am Ende dann am Arbeitsplatz von den unvorsichtigen Kollegen angesteckt werden
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 09.06.2020 13:25
      Highlight Highlight Hier Name einfügen

      Leute wie du sind dann die, welche am lautesten jammern, wenn der erneute Lockdown kommt.
    • Conradinho 09.06.2020 21:08
      Highlight Highlight @Hier Name einfügen
      Keine Ahnung von nichts, aber über Fachleute, die das eher beurteilen können und dementsprechend vorsichtig sind, lästern.
      Sie gehören sicher nicht zu den Risikogruppen. Aber wenn dann ein zweiter Lockdown wegen Leuten wie Ihnen nötig sein sollte, werden Sie sicher zu den Ersten gehören, die sich beklagen, dass sie nicht mehr Party feiern können. Aber jammern Sie dann bitte nicht, wenn Sie arbeitslos werden, weil die Wirtschaft in eine noch tiefere Rezession geraten ist.
  • The oder ich 09.06.2020 09:49
    Highlight Highlight Bin ich einfach naiv oder zeigt nicht z. B. Brasilien, dass höhere Durchschnittstemperaturen für das Covid-19-Virus nicht wirklich ein Hindernis sind?
    • Dr. Unwichtig 09.06.2020 10:34
      Highlight Highlight Nun, Brasilien zeigt vor allem, dass der klimatische Einfluss in jedem Fall tiefer ist, als griffige Massnahmen, Kontrollen oder eine funktionierendes Gesundheitswesen. Allein in CH sterben geschätzte 2000 Menschen jährlich auf Grund von Spitalinfektionen. Ich nehme mal an, diese Zahl liegt in Brasilien - auch im Verhältnis - deutlich höher...
    • Unicron 09.06.2020 10:41
      Highlight Highlight Naja, wir wissen nicht wie schlimm es wäre wenn es kälter wäre.
      Ausserdem Leben und arbeiten die nunmal auf relativ engem Raum, und das ist wohl das grössere Problem.
    • pop_eye 09.06.2020 11:15
      Highlight Highlight In Brasilien ist es mancherorts, da bald Winter, eher Kühl!
    Weitere Antworten anzeigen
  • neutrino 09.06.2020 09:43
    Highlight Highlight Langsam wird es schon absurd - die Zahl der Corona-Experten übersteigt mittlerweile die Zahl der neuen Corona-Fälle bei weitem.


    Ich fand den Lockdown nötig, ich finde weitere Vorsichtsmassnahmen nötig, ich halte Corona nicht für eine Grippe, aber: dass jetzt die Corona-Experten um Salathé, Keiser, Althaus, etc. wichtiger geworden sind als die Thematik selber, ist doch wirklich absurd. Im besten Fall geben sie wie hier Keiser weichgespülte Interviews, im komischen Fall posieren sie wie Salathé auf SBB-Plakaten, und im schlechtesten Fall beweinen sie ihr verletztes Ego auf Twitter (Althaus)
    • pop_eye 09.06.2020 11:13
      Highlight Highlight Für den ganzen, gemachten Schlamassel müssen Rechtfertigungen her. Auch das mag noch eine Zeit lang funktionieren, die Frage ist wie lange noch!
    • HP G 10.06.2020 02:37
      Highlight Highlight Begreife die ja schon: endlich gefragt und jetzt will der Virus nicht mehr ....
    • Nick Name 10.06.2020 08:45
      Highlight Highlight Auf die «Corona-Experten» zu schiessen, finde ich das Thema verfehlt. Die Fachleute sind eh hier, schon lange hier, machen die ganze Zeit ihre Arbeit. Dass ein Gefühl von «Experten wichtiger als Thema» aufkommt, ist erstens ein persönliches – eben – Gefühl und wäre zweitens als Medien- und nicht als fachliche Kritik zu äussern. Denn die Medien kramen die Fachleute hervor, geben ihnen Plattformen und beispielsweise die Richtung von Interviews wie oben und animieren sie auch durch die Publikation ihrer Äusserungen wiederum zu selbst gesteuerten Repliken und Thesen auf Kanälen wie Twitter.
  • Sebi 91 09.06.2020 09:40
    Highlight Highlight Was kommt jetzt? der Smartphonezwang oder gleich ein Chipimplantat?
    • w'ever 09.06.2020 10:38
      Highlight Highlight @sebi
      du solltest deinen aluhut mal wieder waschen
    • CalibriLight 09.06.2020 11:08
      Highlight Highlight @Sebi -- Beides.

      Gib acht! ;-))
    • Walter Sahli 09.06.2020 11:09
      Highlight Highlight Das Chipimplantat ist doch schon längst Realität! Schau Dir doch die Narbe der Impfung an Deinem Oberarm an, die Du seit Deinem Säuglingsalter hast!!!11!!!1
      Du hast sie hoffentlich auch mit Grillfolie abgeklebt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 09.06.2020 09:32
    Highlight Highlight Alles schon tausendmal gehört. Die Wissenschaft weiss immer noch gar nichts über das Virus.
    • Dr. Unwichtig 09.06.2020 10:40
      Highlight Highlight Das ist und war schon immer komplett falsch. Als Teil der Familie der Corona-Viren gehört SARS-CoV-2 zu einer Gruppe sehr gut erforschter Erreger. Natürlich ist es "unwissenschaftlich" einfach von einem Typ auf einen anderen zu schliessen - bezgl. Risiko von Schmierinfektionen, Immunität und anderen Faktoren hat sich das Bild aber bestätigt. Es ist und war nie unseriös, solche Schlüsse zu ziehen, auch wenn die letzte Bestätigung durch die Wissenschaft fehlt.
    • Linus Luchs 09.06.2020 11:27
      Highlight Highlight @ Antichrist: "Die Wissenschaft" gibt es nicht. Es sind sehr viele Wissenschaftler in vielen Ländern, die sehr, sehr viel Forschungsarbeit leisten und Daten verarbeiten. Über einen Teil der Erkenntnisse herrscht Konsens, sie sind gesichert. Andere Erkenntnisse werden geprüft. Dann gibt es noch eine Menge Hypothesen. Die Welt ist kompliziert, Antichrist.
    • Conradinho 09.06.2020 18:56
      Highlight Highlight Als Antichrist sind sie ja wohl wohl nicht gerade religiös und sollten begriffen haben, dass in der Wissenschaft fast nichts in Stein gemeisselt ist. Nur weil Erkenntnisse nicht als absolute Wahrheit verkündet werden können, da sich der Stand der Forschung zur Corona-Pandemie sehr schnell ändert, heisst das noch lange nicht, dass die Wissenschaft nichts weiss. Aber dieses Wissen ist nun mal relativ und veränderlich. Wer mit dieser Unsicherheit nicht umgehen kann, wie offenbar viele Leute in diesem Lande, und Gewissheit statt Wissen braucht, soll sich halt einer Religion zuwenden.

Dicke Post für Koch – Epidemiologen kritisieren «Mister Corona»

Seit Ende Mai steht Daniel Koch nicht mehr an der Spitze der Abteilung «Übertragbare Krankheiten» des Bundesamts für Gesundheit (BAG), sondern geniesst seine Pension. Der 65-Jährige war seit Beginn der Corona-Pandemie enorm präsent in den Medien; er wurde zum «Mr. Corona».

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