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Ein Luzerner Taxifahrer soll sechs Jahre ins Gefängnis, nachdem er sich an Kundinnen sexuell vergangen hat. (Symbolbild)

Ein Luzerner Taxifahrer soll sechs Jahre ins Gefängnis, nachdem er sich an Kundinnen sexuell vergangen hat. (Symbolbild) Bild: APA/APA

Strafe für Luzerner Taxifahrer nach Vergewaltigung leicht reduziert



Das Luzerner Kantonsgericht hat die Strafe für einen Taxifahrer leicht reduziert, der sich an mehreren jungen Frauen vergriffen hatte. Der 46-Jährige erhielt in zweiter Instanz eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren.

Das Kriminalgericht hatte den Taxifahrer im vergangenen Jahr, wie von der Staatsanwaltschaft beantragt, noch zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Es legte dem Taxifahrer Vergewaltigung, fünffache sexuelle Nötigung, dreifache Entführung und versuchte schweren Körperverletzung zur Last.

Das Kantonsgericht, dessen Urteil am Donnerstag erst im Dispositiv und somit nicht rechtskräftig vorlag, kam zu einer leicht milderen Einschätzung. Unbestritten blieb die Vergewaltigung aus dem Jahre 2016.

Die vergewaltigte Taxikundin, eine 18-jährige australische Austauschstudentin, war das letzte Opfer des Beschuldigten. Zwei Monate später wurde der Taxifahrer festgenommen und dank DNS-Tests der anderen Taten überführt.

Belästigung statt Nötigung

Anders als die Vorinstanz erachtete das Kantonsgericht einen der Fälle nicht als sexuelle Nötigung sondern als sexuelle Belästigung und sprach ihn in zwei weiteren Fällen frei.

Er berührte die Opfer, die auf dem Beifahrersitz sassen, an Brust, Beinen und Unterleib, teilweise auch unter der Wäsche. Auch habe sich der Beschuldigte nur in zwei Fällen der Entführung schuldig gemacht, weil er von der Route abwich.

Weil der Mann HIV-positiv ist, machte er sich zudem gegenüber dem Vergewaltigungsopfer und seiner Gattin, die nichts von der Infektion wusste, der versuchten schweren Körperverletzung schuldig. Angesteckt wurden die beiden Frauen nicht.

Die Opfer des Taxifahrers waren junge, alkoholisierte Frauen, die nachts mit dem Taxi nach Hause fahren wollten. Zur Last gelegt wurden ihm Fälle aus den Jahren 2010, 2012 und 2016.

Der Beschuldigte muss eine Busse über 500 Franken bezahlen und Verfahrenskosten von über 57'000 Franken, dazu kommen Verteidigungskosten von über 20'000 Franken. Das Gericht untersagt dem Mann für die Dauer von fünf Jahren, in irgendeiner Form Taxifahrten anzubieten oder durchzuführen. (sda)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Malaga 25.07.2019 18:59
    Highlight Highlight Nach dem Absitzen der Strafe, darf er gleich wieder Taxi fahren....wow, da fühlt man sich doch als Frau so richtig sicher, wenn man spätabends mit dem Taxi nach Hause fahren möchte.
  • Bud Spencer 25.07.2019 15:56
    Highlight Highlight War das die gleiche Richterin wie vor ein paar Tagen, welche fragte, was dann das Fräulein anhatte?
  • karl_e 25.07.2019 15:50
    Highlight Highlight Warum masturbiert der Blödmann nicht ganz einfach, wenn es ihn überkommt? Natürlich alleine, in einer stillen Ecke ohne die Polster zu verschmutzen. Im Knast kann er nun 6 Jahre üben.
  • sherpa 25.07.2019 14:35
    Highlight Highlight wie kann man nur eine Strafe gegen einen Vergewaltiger reduzieren, welcher eines der abscheuch lichsten Verbrechen das begangen hat?
    • Magnum44 25.07.2019 16:47
      Highlight Highlight Ähm genau so wie bei allen anderen Delikten? Geht bis 1 Fr. Busse.
    • Supermonkey 25.07.2019 17:35
      Highlight Highlight Weil wir in einem Rechtsstaat leben und nicht in einer mittelalterlichen Monarchie oder Diktatur.
  • Neruda 25.07.2019 14:03
    Highlight Highlight Da er als Taxifahrer die leicht ausnutzbare Lage der alkoholisierten Frauen ausnützt, ist es ja nur verständlich, wirkt dies strafmildernd. Heil dir Justitia! Ich dachte die Augenbinde symbolisiert die Fairness, nicht die Blindheit bei Gerechtigkeit.
  • Neruda 25.07.2019 13:58
    Highlight Highlight Schon OK die Strafe zu reduzieren, sie hatte sicher eine Winterjacke an, da ist es ja nicht so schlimm.
  • Borki 25.07.2019 13:58
    Highlight Highlight Nocheinmal, losgelöst von dem konkreten Fall:
    Der Strafrahmen für Vergewaltigungen gehört erhöht. Man beendet zwar kein Leben, aber man zerstört eins.
  • Butschina 25.07.2019 12:54
    Highlight Highlight Dünkt es mich nur, oder werden in letzter Zeit Strafen durch die zweite Instanz oft reduziert? Das Bundesgericht korrigiert dies oft nachher wieder nach oben. Zahlen habe ich dazu keine, es ist eine rein subjektive Beobachtung. Vieleicht kann mir jemand sachlich sagen ob mein Gefühl stimmt oder ob ich mich täusche.
    • TERO 25.07.2019 13:24
      Highlight Highlight Ist mir in letzter Zeit auch aufgefallen.

      Ja, ich täusche mich auch nicht...
  • pamayer 25.07.2019 12:51
    Highlight Highlight Skandal.
  • Gulasch 25.07.2019 12:41
    Highlight Highlight Unverständlich!
  • Baccaralette 25.07.2019 12:40
    Highlight Highlight Echt.
    Die Strafe reduziert.
    Ich frage mich langsam, was Mann alles noch machen darf, ohne mal so richtig bestraft zu werden.
    • Scott 25.07.2019 18:33
      Highlight Highlight Er hatte wohl nicht die richtigen Wurzeln, um richtig bestraft zu werden. Will heissen, kommt aus einem Kulturkreis, wo diese Straftat nicht so hart bestraft wird.
    • Baccaralette 26.07.2019 10:15
      Highlight Highlight Scott hör mal. Es macht für die vergewaltigte Frau keinen Unterschied, woher der Täter stammt.

      Und ich kanns echt nicht mehr hören - jedesmal das selbe Gelaber betreffend der Nationalität.

      Ich bin vergewaltigt worden. Von einem Schweizer.
  • Ohmann94 25.07.2019 12:07
    Highlight Highlight Der Typ gehört lebenslang von jeglichen Taxifahrten gesperrt!
    • MetalUpYour 25.07.2019 13:33
      Highlight Highlight Allg. Tätigkeitsverbote sind nach StGB für max. 5 Jahre möglich. Das Gericht hat also das Maximum ausgeschöpft.
    • woman 25.07.2019 13:48
      Highlight Highlight Also er ist 6 Jahre im Gefängnis, kann demnach wenn er rauskommt wieder als Taxifahrer arbeiten. Das ist doch absurd! Igittt😠
    • Ohmann94 25.07.2019 13:57
      Highlight Highlight Das ist mir leider nur zu gut bewusst, aber falsch finde ich es dennoch. LehreInnen, die SchülerInnen belästigen, sind in der Regel gebrandmarkt und finden keine Stelle mehr, bei Berufen wie Taxifahrer und ähnlichem fehlt eine solche Kontrolle m.M.n. und sie können nach 5 Jahren einfach weitermachen, ohne das es jemanden interessiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • häxxebäse 25.07.2019 11:55
    Highlight Highlight Und danach darf er wieder taxi fahren? 🤮
    • Wander Kern 25.07.2019 15:14
      Highlight Highlight Mehr als 5y können nicht ausgesprochen werden.
    • häxxebäse 25.07.2019 17:22
      Highlight Highlight Uuff.
      Danke für die info. 👍

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