Schweiz
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«Rad steht, Kind geht!» – Kampagne warnt zu Schulbeginn vor Gefahren im Strassenverkehr



In mehreren Kantonen machen sich heute die neuen Erstklässler zum ersten Mal auf den Schulweg. Dieser kann gefährlich sein: Jährlich verunfallen auf den Strassen 530 Kinder, die zu Fuss unterwegs sind. Eine Kampagne mit Playmobil-Figuren soll Abhilfe schaffen.

«Rad steht, Kind geht!», lautet der Slogan der Sensibilisierungskampagne von Polizei, Touring-Club Schweiz (TCS) und der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).

Die Botschaft der Kampagne lautet wie in den Vorjahren: Fahrzeuglenker müssen ganz anhalten, um Kinder die Strasse überqueren zu lassen. Denn die Kinder lernen im Verkehrserziehungsunterricht, dass sie erst loslaufen dürfen, wenn die Räder des Fahrzeuges still stehen.

Zur Kampagne gehören ein neuer TV-Spot, ein Radio-Spot sowie Plakate und Anzeigen in Printmedien. Zudem werden 80'000 Sicherheitswesten an Erstklässler in der ganzen Schweiz verteilt.

«Elterntaxis» gefährden andere Kinder

Die Kampagne soll dazu beitragen, die Zahl der Unfälle senken. Nach Angaben des TCS verunfallen auf den Schweizer Strassen pro Jahr 530 Kinder als Fussgänger. Sechs Unfälle enden tödlich.

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) empfiehlt den Eltern dennoch, ihre Kinder zu Fuss zur Schule zu schicken. «Nur so lernen sie, sich sicher im Verkehr zu bewegen», schreibt der VCS. Der Schulweg sei für Kinder eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Selbständigkeit.

Von «Elterntaxis» rät der VCS ab. Die Kinder im Auto zur Schule zu bringen sei kontraproduktiv und gefährde zudem andere Kinder vor den Schulhäusern, schreibt der VCS in einer Medienmitteilung zum Schulanfang.

Sicherster, nicht kürzester Weg

Der VCS empfiehlt, die neu eingeschulten Kinder in einer ersten Phase zu Fuss zur Schule zu begleiten. Dabei sollte nicht der kürzeste, sondern der sicherste Weg gewählt werden. Allfällige gefährliche Situationen sollten mit dem Kind besprochen werden, damit es diese erkennt.

Die Kinder sollten helle Kleider und reflektierende Materialien tragen, damit sie gut sichtbar sind. Auch sollten Eltern mit ihrem Kind besprechen, wo es wenn nötig Hilfe holen könnte, zum Beispiel in einem Dorfladen. Zudem sollten die Eltern ihrem Kind einschärfen, nie mit fremden Leuten mitzugehen. (sda)

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