Unglück in Crans-Montana – das sind die Bilder nach der Katastrophe
In einer Bar in Crans-Montana brach gegen 1.30 Uhr ein Feuer aus – die Behörden rechnen mit dutzenden Toten und rund hundert Verletzten.
Die genaue Anzahl der Todesopfer und der Verletzten ist aktuell noch nicht bekannt.
Das Unglück hat sich in einer Bar namens «Le Constellation», einem beliebten Treffpunkt im Skigebiet, zugetragen.
Die rund hundert Verletzten wurden in das Spital Wallis sowie in andere Spitäler gebracht. Das Spital Wallis hat den Katastrophenplan ausgelöst – die Intensivstationen und Operationssäle sind nach eigenen Angaben voll belegt.
Ein Teil der Schwerverletzten, insbesondere Brandopfer, wurde bereits in Universitätsspitäler in anderen Kantonen verlegt.
Laut dem Walliser Staatsrat Mathias Reynard sind die Kapazitäten im Wallis vollständig ausgelastet. Die Rettungskräfte werden von anderen Kantonen unterstützt, unter anderem wurden 10 Helikopter für die Versorgung der Verletzten aufgeboten.
Die Identifizierung der Verstorbenen hat laut Staatsanwaltschaft oberste Priorität. Da es sich um einen international frequentierten Ferienort handelt, wird davon ausgegangen, dass die Opfer aus verschiedenen Ländern stammen. Die rechtsmedizinischen Arbeiten seien aufwendig, weshalb Verstärkung aus benachbarten Kantonen angefordert wurde.
Ein Anschlag wird ausgeschlossen, wie die Walliser Behörden am Neujahrstag vor den Medien sagten. Man habe Anzeichen gefunden, dass sich in der Bar ein Feuer entwickelt habe. Im Zuge dieses Feuers sei es zu Explosionen gekommen.
Der Walliser Staatsrat hat die «besondere Lage» ausgerufen, um den Grosseinsatz zu koordinieren. Damit sollen möglichst rasch und ohne Verzögerung alle nötigen Einsatzmittel mobilisiert werden können, hiess es in einem Communiqué.
Mehrere hundert Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz und Sanität stehen im Einsatz. Mobilisiert wurden unter anderem zehn Helikopter und 40 Ambulanzen.
Für Angehörige wurde eine psychologische Betreuungszelle eingerichtet und eine Hotline geschaltet. Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Zurückhaltung und Respekt gegenüber den Familien der Opfer auf. Von Spekulationen über die Brandursache sei abzusehen, da die Ermittlungen noch am Anfang stünden.
Bundespräsident Guy Parmelin sprach an einer Pressekonferenz von einer der «schlimmsten Tragödien» in der Geschichte der Schweiz.
Bei einem Rundgang durch das Dorf verschaffte sich Parmelin einen Überblick über die Katastrophe.
Am Abend gab es in der Ortschaft eine spontane Andacht.
Anwohnende und Angehörige legten Blumen und Kerzen nieder.
(Mit Material der sda)
