Schweiz
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58 Prozent der Frauen in der Schweiz glauben an Engel und vertrauen Hellsehern 



Mit Beten sind die Frauen im Allgemeinen fleissiger als die Männer: Während über ein Drittel der Schweizerinnen nach eigenen Angaben täglich oder fast täglich beten, sind es bei den Männern nur ein Fünftel.

Die Frauen sind allerdings nicht nur spiritueller, sondern gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) auch abergläubischer als die Männer: 58 Prozent der Frauen glauben an Engel und übernatürliche Wesen, etwa gleich viele vertrauen in Heiler und Hellseher. Bei den Männern sind es 15 bis 20 Prozentpunkte weniger.

Raus aus der Kirche, rein in die Esoterik
Interessant, auch bei einer Statistik des BFS lässt sich die Tendenz feststellen, dass Frauen mehr an esotherische Gegebenheiten glauben. Ihr hattet recht, in diesem Fall war meine Behauptung falsch.  Woran könnte es liegen, dass Frauen diese Tendenzen haben? Nature or nurture?

Religiosität mag allgemein im Rückgang begriffen sein, aber gelegentlich gewinnt sie wieder persönlich an Wert: Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie eine wichtige Rolle spiele in seelischen Notlagen oder bei Krankheit. Auch bei der Beziehung zu Natur und Umwelt sowie der Kindererziehung greifen fast die Hälfte der Informanten auf Religion zurück.

Für ein Sechstel der Bevölkerung spielt Gottes Wort auch bei Abstimmungen und anderen politischen Fragen eine wichtige Rolle. Gleich viel Personen lassen sich bei ihrem Sexualleben davon leiten. 

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Religionslosigkeit nimmt dramatisch zu

Bis in die 1980er Jahre haben noch über 90 Prozent der Einwohner der Schweiz einer der beiden Landeskirchen angehört. Heute sind es noch knapp 60 Prozent. Mehr als ein Viertel der ständigen Wohnbevölkerung über 15 Jahren ist mittlerweile ohne religiöse Zugehörigkeit.

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Menschen mit Migrationshintergrund bezeichnen sich gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) öfter als religionslos als Schweizer. Stieg der Anteil der Atheisten und Agnostiker unter den Schweizern seit 1970 um 23 Prozentpunkte, waren es bei den Ausländern fast 30.

Die Anteile der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Landeskirchen haben zwischen 2010 und 2017 um drei beziehungsweise vier Prozentpunkte abgenommen. Im selben Zeitraum nahm die Zahl der Angehörigen von muslimischen und verwandten Glaubensgemeinschaften um einen Prozentpunkt leicht zu.

Muslime beten weniger als Christen

Allerdings praktizieren Muslime von allen Religionsgruppen ihren Glauben am passivsten. «Nach den Konfessionslosen weisen die islamischen Gemeinschaften den grössten Anteil Personen auf, die angaben, in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung nie oder einmal pro Woche an einem Gottesdienst teilgenommen zu haben», schreibt das BFS.

Auch der Anteil der Personen, die in den zwölf Monaten vor der Befragung nie gebetet haben, liegt bei den Muslimen mit 40 Prozent höher als bei Protestanten und Katholiken, von denen ein Drittel respektive ein Viertel das Jahr über keinerlei Zwiesprache mit Gott gehalten haben. (whr/sda)

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68 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Fanta Diallo
29.01.2019 16:39registriert July 2018
“Religionslosigkeit nimmt dramatisch zu“ .... nimmt mich nur Wunder was daran dramatisch sein soll.
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S¥BIONT
29.01.2019 16:42registriert September 2018
Wurde diese Umfrage ausschliesslich bei Ü60 durchgeführt oder wie kommt man auf solche Werte?
Engel & Hellseher really?!?!?!
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Oh Dae-su
29.01.2019 16:46registriert May 2017
Finde ich schade, dass Frauen so oft auf Scharlatane hereinfallen. Für mich auch ein Zeichen, dass Dinge wie Stamm's Sektenblog weiterhin bitter nötig sind.
Die Tatsache, dass Muslime ihren Glauben weniger ausleben, dürfte auch damit zusammenhängen, dass Muslim zu sein keinerlei finanzielle Konsequenzen nach sich zieht. Da dürfte die Motivation auszutreten relativ gering sein. Zumal das sicherlich auch auf Unverständnis der konservativen Verwandschaft stossen würde.
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