Schweiz
Schule - Bildung

Kinderporno in Appenzell: Das Video tauchte schon vor zwei Jahren erstmals auf

ZUR HANDY-STUDIE DER ZHAW (ZUERCHER HOCHSCHULE FUER ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN) STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 23. MAERZ 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. GEMAESS DER STUDIE KOENNEN HANDYS DIE S ...
Laut Einschätzungen von Jugendanwalt Caius Savary sei die Schuld des betroffenen Jugendlichen, auf dessen Handy ein kinderpornografisches Video gefunden wurde, minimal. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Kinderporno in Appenzell: Das Video tauchte schon vor zwei Jahren erstmals auf

Wegen eines Tipps vom FBI fanden Polizisten auf dem Handy eines Jugendlichen in Appenzell kinderpornografisches Material. Nun werden weitere Details zum Fall bekannt. 
29.03.2018, 16:1430.03.2018, 07:28

Der Appenzeller Jugendliche, auf dessen Handy ein kinderpornografisches Video gefunden worden war, ist inzwischen befragt worden. Dies bestätigt Jugendanwalt Caius Savary gegenüber watson.

Inzwischen ist auch klar, was auf dem Video zu sehen ist. Laut dem Jugendanwalt handelt es sich dabei um sexuelle Handlungen zwischen zwei Knaben unter zehn Jahren. Auf das kinderpornografische Material aufmerksam wurden die Schweizer Behörden durch einen Tipp vom FBI. Laut Savary kursiert das Video offenbar schon seit längerem im Netz. Vor zwei Jahren tauchte es bereits in St.Gallen auf.  

Wie Savary sagt, hat der Jugendliche aber kaum aus krimineller Absicht gehandelt: «Ich gehe davon aus, dass es sich hier mehr um jugendlichen Unverstand handelte.»

Nachdem die Polizei das Video gestern bei einer Hausdurchsuchung gefunden hatte, informierte Savary am Mittag die Schüler des Gymnasiums St.Antonius in Appenzell über den Vorfall. Denn betreffende Datei wurde auf dem Areal des Schulhauses vom Handy auf ein soziales Netzwerk geladen. 

«Ich gehe davon aus, dass es sich hier mehr um jugendlichen Unverstand handelte, nicht um echte kriminelle Absichten.»
Jugendanwalt Caius Savary

Savary forderte die Schüler während der Infoveranstaltung dazu auf, jegliche Bilder und Videos, die kinderpornografisches oder anderes illegales Material enthalten, sofort zu löschen. Bisher hat die Jugendanwaltschaft davon abgesehen, die Handys von weiteren Schülern zu kontrollieren. «Ich warte bis sich die ganze Aufregung etwas gelegt hat. Nach den Frühlingsferien kann es gut sein, dass ich einige Stichproben durchführen werde», sagt Savary. Und fügt hinzu: «Ich will die Jugendlichen nicht unnötig kriminalisieren, aber es ist wichtig, dass sie für dieses Thema sensibilisiert werden und dass sie wissen, dass der Besitz von kinderpornografischem Material verboten ist.» 

Um Sensibilisierung geht es auch in den Unterrichtsveranstaltungen, die Savary zusammen mit dem Prorektor des St.Antonius Gymnasiums Marco Knechtle nächstens ansetzen wird. «Die Schüler fühlen sich derzeit verunsichert. Deshalb sollen sie auch ihre eigenen Fragen stellen können.» Geleitet wird die Veranstaltung vom Jugendanwalt zusammen mit der Psychologin und Leiterin des Forensischen Instituts Ostschweiz, Monika Egli-Alge. 

Aktuelle Polizeibilder: Toter nach Brand aufgefunden

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
2.3.2020, Bremgarten (AG): Mehrere Feuerwehren rückten nach Bremgarten aus, nachdem ein Brand in einer Liegenschaft ausgebrochen war. Personen wurden keine verletzt. Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.bild: kapo Aargau
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Dieser SVP-Bauer kassiert fast eine Viertelmillion Franken Direktzahlungen
Die Landwirtschaft hat eine der mächtigsten Lobbys in Bundesbern. Neue Zahlen zeigen, wie viel die einzelnen Bauern im Parlament an Subventionsgeldern erhalten.
239'217 Franken: So viel Geld erhielt Didier Calame, SVP-Nationalrat aus dem Kanton Neuenburg, im Jahr 2025. Das berichtet der SonntagsBlick, der über das Öffentlichkeitsgesetz beim Bundesamt für Landwirtschaft Einblick in die Direktzahlungen aller Bauern-Parlamentarier erfragt hat.
Zur Story