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Egerkingen

In Egerkingen kreuzen sich die Autobahnen A1 und A2. Der Ort gilt daher als idealer Treffpunkt für Sitzungen.
Bild: googlemaps

Burkaverbot: Gemeinde verlangt vom «Egerkinger Komitee» ihren Ortsnamen nicht mehr zu verwenden – SVP-Hardliner findet das einen «Witz»



Die Solothurner Gemeinde Egerkingen sorgt sich um ihren internationalen Ruf. Der Gemeinderat hat sich «in aller Form» vom sogenannten Egerkinger Komitee aus SVP-Exponenten distanziert. Das Komitee will eine Volksinitiative für ein nationales Burkaverbot lancieren.

Das Komitee sei unmissverständlich aufgefordert worden, den Namen Egerkingen in Zukunft nicht mehr zu verwenden, teilte der Gemeinderat am Donnerstag mit. Auch wenn die Anliegen nachvollziehbar seien, störe sich der Gemeinderat an der «ideologisch verbrämten Gesinnung» des Komitees.

Das Komitee will von der Forderung des Gemeinderates nichts wissen. Es bestehe seit 2006 und sei in Egerkingen gegründet worden, sagte Komitee-Präsident und Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann auf Anfrage. Das Komitee sei eine «politische Gruppierung». Die Forderung der Gemeinde gehöre in die «Kategorie Witz». Ein Namenswechsel sei kein Thema.

Idealer Treffpunkt für Sitzungen

Die Gemeinde am Jurasüdfuss zählt rund 3400 Einwohner. In Egerkingen kreuzen sich die Autobahnen A1 und A2. Der Ort gilt daher als idealer Treffpunkt für Sitzungen.

Das «Egerkinger Komitee» hatte bereits die Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten» lanciert. Das Schweizer Volk sagte im November 2009 mit 57 Prozent Ja zur Anti-Minarette-Initiative. (whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ruffy 01.10.2015 18:19
    Highlight Highlight Dabei will die SVP doch nur ein dringendes Problem lösen mit dieser tollen Initiative, schliesslich laufen mit täglich hunderte Frauen in Burkas über den weg, da muss etwas unternommen werden!!!

    *Wer Ironie findet darf sie behalten :)*
    • Ruffy 01.10.2015 23:01
      Highlight Highlight Die linken und rechten Chaoten könnte man ja schon als einheimisches Brauchtum beschreiben ;)

      Mal abgesehen davon ist diese Initiative absolut unnötig, Verbote sollen auf Gesetzesebene geregelt werden. Und schlussendlich zielt sie sowieso nur darauf ab Angst vor Fremden zu schüren, denn wie gesagt, Frauen in Burkas (oder Burken ;)) gibt es in der Schweiz so gut wie gar nicht.
    • cassio77 02.10.2015 15:14
      Highlight Highlight es geht auch um hooligans??? dass ich nicht lache. als das hooliganproblem wirklich akut und dr. iur ch. blocher justizminister waren, hat sich der besagte minister einen feuchten braunen haufen um dieses problem gekümmert.
  • zombie woof 01.10.2015 17:01
    Highlight Highlight Die SVP hat eine ganz simple Sichtweise, da ist das Volch das der Partei zuträglich ist, und dort ist das Volk, das man getrost als Witz bezeichnen kann.
  • Bouz 01.10.2015 17:01
    Highlight Highlight Gutes Marketing, zumindest weiss jetzt jeder im Land das die SVP eine Initiative lanciert. Schade spült es solche Themen immer wieder auf die Frontseiten aller Medien. Das Resultat ist immer das selbe, die einen sagen nein die anderen sagen ja. Am ende wird es der Schweiz nicht besser gehen.
    • exeswiss 01.10.2015 17:54
      Highlight Highlight stand doch schon lange im blick... (nein ich lese es nicht, stand aber hier)
  • jdd2405 01.10.2015 16:46
    Highlight Highlight Ich verstehe die Forderung der Gemeinde gut, zumal ich selbst aus dieser Region komme. Dennoch ist ein Gemeindename nicht schützenswert. Da der Verein dort gegründet wurde, ist es auch legitim, diesen Namen zu tragen.

    Statt sich über den Namen aufzuregen, sollte man sachlich über die Inhalte diskutieren. Aber von welcher Seite kann man das schon verlangen?
    • Hans Jürg 01.10.2015 18:57
      Highlight Highlight Wobei es schon sehr schwierig ist, über so eine Initiative ( resp. deren Initianten und Anhänger) sachlich zu diskutieren. Ebenso könnte man versuchen, eine sachliche Diskussion mit einem IS-Fanatiker zu diskutieren.
  • elivi 01.10.2015 16:16
    Highlight Highlight Find's witzig das die SVP mögliche Bedenken der Bevölkerung als witz ansehen.
    Was auch witzig ist, eine gruppierung der ortschaft der sitzungen zu widmen ... wenn der sinn und zweck der gruppierung nichts mit egerkingen und ihre 3400 einwohner zu tun hat... da sieht man wieder wie örtlich eingeschränkt man denken kann ..
    • wasylon 01.10.2015 18:27
      Highlight Highlight @elivi google mal nach " Erklärung von Bern" oder "Club of Rome"........
  • C0BR4.cH 01.10.2015 15:29
    Highlight Highlight "Die Forderung der Gemeinde gehöre in die «Kategorie Witz»"

    Wohl eher gehört die SVP mit ihren Forderungen in diese Kategorie : D
    • Duweisches 01.10.2015 17:55
      Highlight Highlight Das Problem ist das viele Leute denn Witz nicht checken 😉

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