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Bundesanwaltschaft ermittelt zu «Sarajevo-Safaris» im Bosnienkrieg

A Bosnian special forces soldier returns fire April 6, 1992 downtown Sarajevo as he and civilians come under fire from Serbian snipers. The Serb extremists were shooting from the roof of a hotel at a  ...
Ein bosnischer Soldat erwidert am 6. April 1992 in der Innenstadt von Sarajevo das Feuer, als er und Zivilisten unter Beschuss serbischer Scharfschützen geraten.Bild: EPA

Haben sich Schweizer an «Sarajevo-Safaris» beteiligt? Bundesanwaltschaft ermittelt

13.09.2026, 09:5313.09.2026, 09:53

Die Vorwürfe rund um die sogenannten «Sarajevo-Safaris» während des Bosnienkriegs bleiben bis heute ungeklärt. Während der Belagerung der bosnischen Stadt Sarajevo von 1992 bis 1995 sollen wohlhabende Kriegstouristen aus Westeuropa Geld bezahlt haben, um von den Hügeln rund um das belagerte Sarajevo aus gezielt auf Zivilisten zu schiessen.

Bei der Bundesanwaltschaft sind laut SonntagsBlick Informationen zu möglichen Tätern und Mitwissenden aus der Schweiz eingegangen. Darum prüfe sie nun Strafanzeigen zu möglichen Schweizer Beteiligten an den «Safaris». Ermittlungen liefen zuvor bereits in Italien, Österreich und Belgien.

Ein Strafverfahren sei bisher nicht eröffnet worden. Es sei noch unklar, ob ein hinreichender Tatverdacht bestehe und ob die Bundesanwaltschaft zuständig sei.

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Einwohner von Sarajevo tragen Olga Sucic, eines der ersten Opfer des Bosnienkrieges von 1992 bis 1995, durch die Innenstadt von Sarajevo.Bild: AP

Der Mailänder Autor Ezio Gavazzeni hat mit einem kleinen Team über reiche Ausländer recherchiert und die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Er behaupte, Schweizer und Italiener aus dem Umfeld eines Kunsthändlers in Lugano seien gemeinsam für solche «Sniper-Safaris» nach Bosnien gereist. Belastbare Belege dafür fehlten bislang. Fachleute zweifelten an den Anschuldigungen und zwei Kronzeugen distanzierten sich von Darstellungen Gavazzenis, heisst es im «SonntagsBlick».

Im März sagte Gavazzeni gegenüber der «SonntagsZeitung», dass auch Schweizer bei der Menschenjagd beteiligt gewesen wären. Laut dem SonntagsBlick konkretisiert er nun seine Aussagen. Es habe sich um Schweizer und Italiener gehandelt, die sich um einen Kunsthändler in Lugano im Tessin gruppiert hätten. Die Gruppe habe sich aus Jägern zusammengesetzt, die im Zuge der «Sniper-Safaris» gemeinsam nach Bosnien gereist seien. Doch auch hierfür fehlen bislang belastbare Beweise.

(hkl, mit Material von Keystone-SDA)

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InneriChreis
13.09.2026 10:43registriert September 2016
Falls sich die Vorwürfe bestätigen, ist das an Menschenverachtung kaum zu überbieten: Aus sicherer Distanz auf wehrlose Zivilisten zu schiessen und dafür auch noch zu bezahlen. Solche Taten dürfen nicht einfach in Vergessenheit geraten. Sie müssen aufgeklärt und, sofern beweisbar, konsequent bestraft werden.
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T13
13.09.2026 10:48registriert April 2018
Sollte das wirklich stimmen, kommen diese "Menschen" dann nach Den Haag?
Ob dafür bezahlt oder nicht das wären ja dann Kriegsverbrechen.
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Cer0
13.09.2026 13:33registriert Januar 2026
Würde mich nicht wundern. Vielleicht sind manche davon heute politisch aktiv.
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