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Eine Lawine ist am Donnerstagvormittag auf eine Skipiste im Gebiet Andermatt-Sedrun niedergegangen. Bislang wurden sechs Personen geborgen, zwei sind leicht verletzt. Die Suche nach weiteren möglicherweise Verschütteten dauert an.

Heute Vormittag ist in Andermatt im Kanton Uri eine Lawine auf eine Skipiste niedergegangen. Bild: KEYSTONE

Lawine in Andermatt war 60 Meter breit ++ 6 Personen geborgen ++ Suche abgeschlossen



Nach dem Lawinenniedergang auf eine Skipiste bei Andermatt sind sechs Personen geborgen worden. Zwei sind leicht verletzt. Am Abend war der ganze Lawinenkegel durchsucht, und die Suche nach Vermissten wurde abgeschlossen. Auch bei St. Moritz ging eine Lawine nieder.

«Wir suchen, bis wir den ganzen Lawinenkegel abgesucht haben und zu hundert Prozent sicher sind, dass niemand mehr unter der Schneemasse liegt», hatte Reto Pfister am späten Donnerstagnachmittag vor den Medien in Andermatt gesagt. Pfister ist Kommandant der Urner Kantonspolizei. Bereits um 18.15 Uhr war dann der ganze Lawinenkegel durchsucht, und die Suche nach etwaigen weiteren Verschütteten konnte abgeschlossen werden.

Von den sechs Geborgenen blieben vier Personen unverletzt, sie konnten sich teilweise selbständig aus den Schneemassen befreien. Zwei weitere Personen wurden leicht verletzt und mit der Rega ins Spital geflogen, wie Pfister sagte. Eine Person konnte das Spital bereits wieder verlassen. Alle sechs Verschütteten sind Schweizer, Kinder seien keine betroffen.

Fünf Hunde suchten mit

Die Lawine löste sich am Donnerstagvormittag um 10.47 Uhr im Gebiet Oberalppass/Felli und donnerte auf eine Skipiste. Diese war an dem Morgen in dieser Saison zum ersten Mal geöffnet, sagte Stefan Kern, Mediensprecher der Skiarena Andermatt-Sedrun, vor den Medien. Sie musste erst noch präpariert und gesichert werden.

Der Lawinenkegel ist 60 Meter breit und 300 Meter lang. Es handle sich um eine sogenannte Gleitschneelawine, wie Pfister sagte. Im Einsatz standen über 60 Rettungskräfte unter anderem von der Alpinen Rettung, der Rega, der Skiarena-Pistenrettung, des Rettungsdiensts sowie fünf Suchhunde. Mehrere Zivilpersonen leisteten spontane Hilfe.

Bei einer Lawine auf eine Skipiste im Skigebiet Andermatt-Sedrun auf dem Oberalppass wurden am Donnerstag, 26. Dezember 2019 mindestens 6 Skifahrer verschuettet. (KEYSTONE/Urs Flueeler).

Bild: KEYSTONE

Warum sich die Lawine löste, ist noch unklar. Die Ermittlungen seien im Gang, sagte Pfister. Strafanträge wurden noch keine gestellt, die Staatsanwaltschaft sei über den Vorfall aber informiert worden. Für Angehörige wurde eine Hotline eingerichtet.

Laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung gilt für die Region Andermatt die Gefahrenstufe 3 «erheblich». Viel Neuschnee und Triebschnee der vergangenen drei Tage bildeten die Hauptgefahr. Lawinen könnten schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden und gefährlich gross werden.

Erst im Februar war in Crans-Montana VS eine Lawine auf eine Skipiste gedonnert. Das Lawinenunglück forderte ein Todesopfer. Der 34-jährige Franzose verstarb im Spital, nachdem er zuvor schwer verletzt aus den Schneemassen geborgen und ins Spital eingeliefert worden war. Er arbeitete als Pistenpatrouilleur im Skigebiet. Drei weitere Personen wurden verletzt.

Rescue forces with search dogs still search for missed persons after an avalanche swept down a ski piste in the central town of Andermatt in canton Uri, Switzerland, Thursday, December 26, 2019. Six people have been rescued, two of them with minor injuries but cantonal authorities fear that several other people may be buried. An extensive rescue operation is underway. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

Snowboarder löst Lawine am Piz Nair aus

Auch am Piz Nair bei St. Moritz GR ist am Stephanstag eine Lawine niedergegangen. Ein 36-jähriger Snowboarder, der zu einer Vierergruppe gehörte, hat sie ausgelöst. Die Wintersportler waren ausserhalb der markierten und gesicherten Pisten unterwegs.

Der 36-Jährige wurde rund 400 Meter von den Schneemassen mitgerissen. Später flog ihn die Rega ins Spital nach Chur. Der Mann wohnt in der Schweiz. (sda)

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