DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Macht auch einen Teil der Exporte aus: das Schweizer Sturmgewehr 90.
Macht auch einen Teil der Exporte aus: das Schweizer Sturmgewehr 90.
Bild: KEYSTONE

Schweiz exportiert im ersten Halbjahr 2021 Waffen für 357 Millionen – hierhin gingen sie

Die Schweiz hat im ersten Halbjahr 2021 Waffen für knapp 357 Millionen Franken ausgeführt. Hierhin gingen die Exporte.
13.07.2021, 16:2613.07.2021, 16:44

Europa

Hauptabnahmeland (insgesamt) war Rumänien mit einem Volumen von gut 73 Millionen Franken, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Gegenüber der Vorjahresperiode gingen die Waffenexporte um 40 Prozent zurück. Mit einem Volumen von 240 Millionen Franken gingen die meisten Exporte von Kriegsmaterial an Länder in Europa.

Asien

Im Nahen Osten ging Material für 18.5 Millionen an das in den Jemenkrieg involvierte Saudi-Arabien. Die ebenfalls an diesem Krieg beteiligten Vereinigten Emirate kauften für rund 3 Millionen bei Schweizer Rüstungsfirmen ein. Insgesamt beliefen sich die Exporte nach Asien auf 32 Millionen Franken.

Amerikas

Auf dem amerikanischen Kontinent nahm Brasilien Rüstungsgüter für 2 Millionen Franken ab. Waffenexporte dorthin stehen in der Kritik wegen der steigenden Gewalt in den Slums der Städte. Hauptabnehmer waren mit 40 Millionen Franken die USA. Für den ganzen Kontinent betrug das Volumen 45.5 Millionen.

Afrika

In Afrika entfiel der grösste Brocken mit knapp 34.7 Millionen Franken auf Botswana. Insgesamt ging Kriegsmaterial für 38.2 Millionen Franken nach Afrika.

Ozeanien

Australien, Neukaledonien und Neuseeland kauften zusammen für 2.4 Millionen Franken Kriegsmaterial aus der Schweiz.

Vergleich zum Jahr 2020

Bei den in der Liste aufgeführten Staaten handelt es sich jeweils um das Bestimmungsland, in dem die Ware «verwendet oder vor einer allfälligen Wiederausfuhr verarbeitet, veredelt oder sonst wie verarbeitet wird», wie das Seco festhält. Aktuell stehen 58 Länder auf der Liste.

Im ersten Halbjahr 2020 erreichten die Kriegsmaterialausfuhren einen Betrag 501 Millionen Franken. Über das ganze Jahr 2020 gesehen verliess Kriegsmaterial für insgesamt 901 Millionen Franken die Schweiz, ein neuer Rekord und eine Zunahme um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) ist das ein Skandal. Auch im ersten Halbjahr 2021 habe die Schweiz wieder Kriegsmaterial an Länder geliefert, die in Bürgerkriege und Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind.

Angesichts der Exportzahlen werde einmal mehr die Wichtigkeit der Korrektur-Initiative deutlich, die Waffenexporte an solche Länder unterbinden will, schrieb die GSoA. (jaw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die vergessene humanitäre Katastrophe: Der Krieg im Jemen

1 / 14
Die vergessene humanitäre Katastrophe: Der Krieg im Jemen
quelle: keystone / yahya arhab
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Unermessliches Elend in Jemen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Crew der «Ocean Viking» rettet Dutzende Migranten im Mittelmeer

Die Seenotretter der privaten Organisation SOS Mediterranee haben bei weiteren Einsätzen rund 90 Bootsmigrantinnen und -migranten im zentralen Mittelmeer in Sicherheit gebracht. In einer vierten Rettung nahm die Crew der «Ocean Viking» knapp 70 Menschen auf, wie die Organisation am Sonntag mitteilte. Darunter seien 20 unbegleitete Minderjährige gewesen.

Zuvor brachte die Organisation nach eigenen Angaben 21 Menschen in Sicherheit. Auf der «Ocean Viking» befänden sich damit etwas mehr als 130 …

Artikel lesen
Link zum Artikel