Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Pssst!! Die Schweiz ist weltweit der verschwiegenste Finanzplatz – aber die eigentliche Nummer 1 ist ...



A long time exposure shows light trails of a tram driving past the headquarters of Swiss bank Credit Suisse at the Paradeplatz square in Zurich, Switzerland October 21, 2015. REUTERS/Arnd Wiegmann

Zürich, Paradeplatz. 
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Die Schweiz bleibt der verschwiegenste Finanzplatz weltweit. Dies zeigt der Schattenfinanzindex des Tax Justice Network (TJN). Trotz Fortschritten führt die Schweiz damit zum dritten Mal in Folge das Ranking an. Die versteckte Nummer 1 ist aber Grossbritannien.

Das Land unterhalte ein Netzwerk von Steueroasen auf der ganzen Welt, schreibt das TJN in der am Donnerstag veröffentlichten Studie. Auf Inseln wie Bermuda oder Jersey würden Trusts und Briefkastenfirmen viele Billionen Dollar verwalten. Diese Gebiete eingerechnet, wäre Grossbritannien der Spitzenplatz garantiert.

Skyscrapers are seen at Canary Wharf financial district in London, Britain, October 26, 2015. World shares rose on Friday and were on course for their best month in four years, led by Europe's best month in over six years, as global central banks kept stimulus policies intact and many hinted at further steps to re-energise their economies. Picture taken October 26, 2015.  REUTERS/Reinhard Krause

Bild: REINHARD KRAUSE/REUTERS

Die «Mutter aller Steueroasen» bleibt aber die Schweiz. Sie führt nach 2011 und 2013 den sogenannten Schattenfinanzindex erneut an. Den Spitzenrang verdankt sie vor allem einer hohen Verschwiegenheit. Das Bankgeheimnis sei «alles andere als tot», heisst es in dem Bericht.

Fokus auf Entwicklungsländer

Zwar musste die Schweiz laut TJN Zugeständnisse bei «seiner eisernen Verschwiegenheit» machen. Im Vergleich zu anderen grossen Finanzplätzen wie Luxemburg bleibe das Land aber ein «Nachzügler.» Die Schweiz beginne etwa erst 2018, den globalen automatischen Informationsaustausch der OECD umzusetzen.

Die Schweiz verfolge dabei eine Zebrastrategie: Weissgeld aus reichen und mächtigen Ländern, Schwarzgeld aus «verwundbaren» Entwicklungsländern. Entsprechend hätten die Schweizer Banken ihren Fokus weg von OECD-Ländern verlagert und ihre Marktanteile in Entwicklungsländern ausgebaut, konstatiert das TJN. Nicht zufällig habe der Nationalrat im September neue Sorgfaltspflichten für Banken abgelehnt, schreibt Alliance Sud.

Finanzsystem bleibt «Transparenz-Wüste»

Das TJN anerkennt, dass die internationale Staatengemeinschaft in den letzten Jahren auf politischen Druck hin erste Schritte zu mehr Transparenz gemacht habe. Das globale Finanzsystem selbst bleibe aber «in weiten Teilen eine Transparenz-Wüste».

Dass der politische Druck nur beschränkt wirkt, zeigen die vorderen Plätze der Schattenfinanzindexes. Die ersten acht Länder von 2013 belegen auch in diesem Jahr die vorderen Plätze, wenn auch in anderer Reihenfolge. Davon sind mit der Schweiz, USA, Luxemburg und Deutschland vier OECD-Länder.

Arabische Länder auf dem Vormarsch

Nach der Schweiz auf Platz zwei landete Hong Kong. Die Kontrolle Chinas ermögliche es der früheren britischen Kronkolonie, sich weitgehend von globalen Transparenzinitiativen abzuschirmen.

Vom sechsten auf den dritten Rang verschlechtert hat sich die USA. Das Land sei zwar ein Vorreiter, wenn es darum gehe, seine eigenen Interessen gegenüber ausländischen Steueroasen durchzusetzen, kritisiert das TJN. Im Gegenzug übermittle die USA nur wenige Informationen an andere Länder.

Singapur, 19.09.2015 - Formel 1 Grand Prix von Singapur 2015, Qualifying, Uebersicht Rennstrecke Marina Bay Street Circuit (EQ Images) SWITZERLAND ONLY

Singapur liegt auf Rang 5.
Bild: Pixathlon

Singapur und die Cayman Inseln folgen auf den Plätzen fünf und sechs, gefolgt vom Libanon und Deutschland. Die Top-Ten komplettieren Bahrain und Dubai.

Der Index listet insgesamt 92 Finanzzentren nach dem Grad ihrer Geheimhaltung in Kombination mit ihrem Anteil am globalen Markt für grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen auf. Das Ranking zeigt laut TJN somit, welche Staaten illegale Finanzströme besonders anlocken. Der Index wird seit 2009 alle zwei Jahre erstellt. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

72
Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

4
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

26
Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

126
Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

45
Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

48
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

158
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

62
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

72
Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

4
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

26
Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

126
Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

45
Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

48
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

158
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

62
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 03.11.2015 06:28
    Highlight Highlight AIA gilt nur für die OECD-Länder! Da gibt es aber noch Asien, Afrika und Südamerika. Dort leben doch jene Kunden, auf die sich die Schweizer Banken jetzt stürzen!
  • Pitar 02.11.2015 21:11
    Highlight Highlight typisch USA
  • ZHighlander 02.11.2015 19:50
    Highlight Highlight wie wenn das stimmen würde. das Bankgeheimnis für Ausländer ist in den USA noch völlig intakt. Kooperation mit anderen Länder gleich null.
  • Donald 02.11.2015 19:48
    Highlight Highlight Was ist das TJN? Von wem wird es bezahlt? Welche Interessen verfolgt es?

Die Revolut-App startet durch – schon über 110'000 User in der Schweiz

Das britische Start-up krempelt mit seiner App die Finanzwelt um. Aber wird den Banken-Revoluzzern das rasante Wachstum zum Verhängnis?

Eine App-Bank.

Auch Smartphone-Bank genannt.

Oder Mobile-Only-Bank.

Diese und weitere Bezeichnungen klingen modern und innovativ, tragen aber nicht zum Verständnis des Phänomens bei. Denn Revolut ist keine Bank im engeren Sinn, sondern will die gesamte Finanzbranche auf den Kopf stellen.

Es handelt sich um ein britisches Fintech-Start-up, das eine Reihe digitaler Bankdienstleistungen bietet in einer mobilen App für junge, technisch versierte Nutzer.

So zum Beispiel:

Revolut sorgt allerdings auch für …

Artikel lesen
Link zum Artikel