DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Brady W. Dougan, CEO Credit Suisse, links, spricht mit Verwaltungsratspraesident Urs Rohner an der ordentlichen Generalversammlung der Credit Suisse im Hallenstadion in Zuerich am Freitag, 24. April 2015. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Brady Dougan und Urs Rohner bei der heutigen GV von Credit Suisse.  Bild: KEYSTONE

Brady Dougan übt Selbstkritik: «Ich bedauere das Fehlverhalten im US-Geschäft ausserordentlich»



Der scheidende Credit-Suisse-Chef Brady Dougan hat an der Generalversammlung selbstkritische Töne angeschlagen. «Im Rückblick hätte ich beispielsweise zurückhaltender sein sollen beim Ausbau des Geschäfts in der Erholungsphase gleich nach der Krise», sagte Dougan.

Er habe sicher auch gewisse Fehler gemacht, erklärte Dougan am Freitag bei seinem letzten Auftritt vor den Aktionären. «Unsere Bank ist heute stark, gut ausgerichtet und bereit für die Zusammenarbeit mit ihrem nächsten CEO.»

Verwaltungsratspräsident Urs Rohner dankte dem amtierenden Konzernchef, der Ende Juni den Konzern verlässt, für seine langjährige Tätigkeit. Dougan habe die Bank in schwierigen Zeiten auf Kurs gehalten und zusammen mit seinem Management-Team grösste Herausforderungen gemeistert.

Am 1. Juli 2015 wird Tidjane Thiam die Funktion des neuen Konzernchefs übernehmen. Der neue Chef werde nach der Amtsübernahme in die Schweiz ziehen, sagte Rohner.

Brady W. Dougan, CEO Credit Suisse, spricht an der ordentlichen Generalversammlung der Credit Suisse im Hallenstadion in Zuerich am Freitag, 24. April 2015. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Brady Dougan ist noch bis Ende Juni CEO von Credit Suisse. Bild: KEYSTONE

Nulltoleranz

Zur Bereinigung des US-Steuerstreits im Mai 2014 sagte Rohner, dass die Bank «das Fehlverhalten im früheren grenzüberschreitenden US-Geschäft, das zum grössten und langwierigsten Rechtsfall in unserer Geschichte führte» ausserordentlich bedauere. Die Einhaltung gesetzlicher und interner Vorschriften müsse absolute Priorität haben.

Es werde diesbezüglich kein Fehlverhalten toleriert. Die Reputation sei ein zentraler Wert für den nachhaltigen Erfolg der Bank. Wer dies nicht verstehe und akzeptiere, habe bei der Credit Suisse Group nichts verloren.

Auch Dougan befasste sich in seinen Ausführungen mit der Bereinigung des US-Steuerstreits: «Ich denke, wir haben in einer sehr schwierigen Situation gute Arbeit geleistet. Es war nicht einfach, aber wir haben einen verantwortungsvollen und gangbaren Weg gefunden, um den wohl bedeutendsten Rechtsfall in der Geschichte unserer Bank beizulegen», so Dougan.

Bezüglich der anderen regulatorischen Probleme der Finanzbranche – er nannte explizit die Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäscherei sowie die Libor- und Wechselkurs-Manipulationen – habe die Credit Suisse bisher keine materiellen Probleme. (sda/awp/cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Schäme mich für diese unglaubliche Unachtsamkeit»: Darum tritt Lachappelle zurück

Er wollte nach den Skandalen von Pierin Vincenz alles besser machen. Doch jetzt muss Guy Lachappelle als Verwaltungsratspräsident der Raiffeisen nach nur zweieinhalb Jahren wieder gehen. Zum Verhängnis wurde ihm unter anderem eine Liebesaffäre, die schlecht geendet hat.

Er war angetreten als Saubermann, als bescheidener Kantonalbanker, der die angeschlagene Reputation der Raiffeisen-Gruppe nach den wilden Pierin-Vincenz-Jahren wiederherstellen wollte.

Und Guy Lachappelle hat nach seiner Wahl zum Verwaltungsratspräsidenten der Raiffeisen im November 2018 das gemacht, was man von ihm erwartet hatte: Er brach mit allem radikal, was Vincenz vorgelebt hatte – auf geschäftlicher wie auch auf symbolischer Ebene. Er hat die alten Weggefährten des langjährigen …

Artikel lesen
Link zum Artikel