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CS-Chef: Werden in der Schweiz bis zu 500 Stellen streichen

25.08.2020, 11:59
André Helfenstein
André HelfensteinBild: KEYSTONE

Bei der Credit Suisse könnten im Zuge der am Morgen angekündigten Restrukturierung in der Schweiz bis zu 500 Stellen wegfallen. Das sagte André Helfenstein, CEO Swiss Universal Bank und Credit Suisse (Schweiz) AG, am Dienstag an einer Telefonkonferenz für Journalisten.

Über die Zeit seien Stellen aber nicht gleich Leute. Man wolle an anderen Orten Neueinstellungen tätigen und betroffene Mitarbeiter daher wenn möglich anderweitig unterbringen. Auch die Fluktuation solle genutzt werden, um Entlassungen zu verhindern.

Bei der Art der betroffenen Stellen handle es sich grösstenteils um unterstützenden Funktionen, sagte Helfenstein weiter. Aber da Filialen geschlossen werden sollen, gehe es auch um Mitarbeiter in den Geschäftsstellen.

Die Grossbank hat angekündigt, das Geschäft der Tochter Neue Aargauer Bank (NAB) mit jenem der Credit Suisse zusammenzuführen. In der ganzen Schweiz soll das Filialnetz auf 109 Filialen von aktuell 146 Standorten gestrafft werden. Welche Geschäftsstellen schliessen, werde in den nächsten ein bis zwei Wochen kommuniziert, sagte Helfenstein.

Er könne nicht ausschliessen, dass die Zahl der Filialen in Zukunft noch weiter schrumpfen werde, sagte der CS-Schweiz-Chef auf eine entsprechende Frage. Das Netz werde laufend angeschaut. Was in fünf Jahren sein werde - dazu etwas zu sagen, sei aber zu früh. Jetzt werde der angekündigte Schritt erst einmal umgesetzt.

Mit Fintechs mithalten

Derweil sehe das angekündigte neue digitale Angebot für die kleinen und mittleren Privatkunden zunächst eine Lösung vor, die sich stark an Karte und Konto orientiere. In vielerlei Hinsicht werde es dem ähneln, was man von Fintechs kenne.

Nach und nach würden dann weitere Elemente - etwa zu den Themen Investieren und Finanzplanung - hinzugefügt. Anfang September will die CS im Detail darüber informieren und das neue Angebot dann im Oktober starten.

Die Bank will auf diese Weise ihren Marktanteil - vor allem auch bei jungen Kunden - erhöhen. Wichtig sei einerseits die Kundenzahl, andererseits aber auch das Volumen pro Kunden («share of wallet»). Denn man wolle natürlich auch Erträge erzielen mit den Kunden und gute Beziehungen entwickeln, so Helfenstein. (aeg/sda/awp)

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