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Zürcher Anti-WEF-Demo legt Tramverkehr lahm, Polizist verletzt

epa08151822 Protesters march during the demonstration against the World Economic Forum (WEF) in Davos, in the streets of Zurich, Switzerland, 22 January 2020. EPA/ENNIO LEANZA
Protestierende am Mittwochabend gegen das WEF in Davos – in den Strassen von Zürich.Bild: EPA

Zürcher Anti-WEF-Demo legt Tramverkehr lahm – Polizist bei Scharmützel verletzt

22.01.2020, 19:5022.01.2020, 22:42

Mehrere hundert Demonstrantinnen und Demonstranten haben am Mittwochabend im Zürcher Kreis 4 unter dem Motto «Züri gäge WEF» gegen das Weltwirtschaftsforum protestiert.

Schon nach wenigen Metern zündeten die Teilnehmer erste Leuchtraketen und Böller. Wenig später kam es zu Scharmützeln mit der Polizei, bei denen offenbar ein Polizist durch eine geworfene Flasche oder einen Feuerwerkskörper verletzt wurde. Bei Zusammenstössen mit der Polizei wurde auch eine Passantin verletzt. Drei Personen wurden festgenommen.

Nachdem die Kundgebungsteilnehmer ein Feuer auf Tramgeleisen entfacht und pyrotechnisches Material gezündet hatten, setzte die Stadtpolizei Zürich einen Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein, wie sie auf Twitter mitteilte.

Organisiert wurde die Demonstration von den Juso und den jungen Grünen. Es gesellten sich aber noch andere linke Gruppierungen dazu, darunter auch ein gutes Dutzend Vermummte des Schwarzen Blocks sowie ihre Anführerin Andrea Stauffacher.

Der Umzug führte vom Helvetiaplatz durch den Kreis 4 und wieder zurück. Die Zürcher Stadtpolizei hatte den Anlass zuvor bewilligt. Auch in Lausanne fand am Mittwochabend eine Anti-WEF-Demonstration statt. Dort nahmen allerdings nur 40 Personen teil.

Philipp Hildebrands Hecke angezündet

Von ihrer unfriedlichen Seite zeigten sich linke WEF-Kritiker auch in Zollikon am Zürichsee. Dort zündeten sie eine Hecke am Haus von Philipp Hildebrand an, dem ehemaligen Nationalbankpräsidenten und heutigen Vizepräsidenten des Vermögensverwalters Blackrock. Die Täter schrieben in einem einschlägigen Forum darüber.

Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, sabotierten WEF-Gegner zudem vermeintliche Nestlé-Kühl-Lastwagen in Bülach, indem sie die Türen mit Silikonschaum zuklebten. Sie hofften so, einen Lieferengpass am WEF in Davos auszulösen. Auch über diese Tat schreiben die WEF-Kritiker auf einer linken Plattform.

(sda)

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