Simon Ammann
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer enttäuschen auf Grossschanze

Oldie Kasai bei zweitem Triumph von Stoch der Sieger der Herzen

Kamil Stoch ist Doppel-Olympiasieger. Der Pole gewinnt nach dem Erfolg auf der Normalschanze erneut. Bester Schweizer wird Gregor Deschwanden als 14., Simon Ammann enttäuscht als 23.



Der bald 22-jährige Luzerner Gregor Deschwanden konnte seine glänzende Ausgangslage aus dem ersten Durchgang, als er auf Platz 6 gesprungen war, nicht nutzen und fiel im finalen Durchgang mit einer Weite von 123 m auf Rang 14 zurück. «Ich wäre gerne wieder einmal in die Top Ten gesprungen», ärgerte sich Deschwanden.

Simon Ammann hatte bei seinem wohl letzten Olympia-Einsatz die Chance auf eine bessere Klassierung bereits im ersten Durchgang vergeben. Der 32-jährige Toggenburger kam wie andere Topspringer mit den schwierigen Windverhältnissen im «RusSki Center» nicht zurecht und landete bereits nach 125,5 Metern. Immerhin gelang Ammann ein versöhnlicher Abschluss seiner fünften Winterspiele. Im zweiten Durchgang sprang er 131 m weit und verbesserte sich damit von Platz 29 auf Rang 23.

Simon Ammann of Switzerland reacts after his second jump during the men's ski jumping LH competition at the XXII Winter Olympics 2014 Sochi at the RusSki Gorki ski jumping center in Krasnaya Polyana, Russia, on Saturday, February 15, 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: Keystone

«Ich habe mich für die Stimmung bedankt, das war heute nicht mein endgültiger Abschied», stellte Ammann im SRF-Interview klar. Sein Winken ins Publikum sei anders zu interpretieren, er habe sich für die gute Stimmung bedankt, sagte der Toggenburger.

Für Ammann war es der wohl letzte Auftritt an Olympischen Spielen. Der erfolgreichste Schweizer Teilnehmer an Winterspielen nahm in Sotschi zum fünften Mal an Olympischen Spielen teil. 1998 in Nagano gab er als 16-Jähriger sein Debüt, 2002 in Salt Lake City und 2010 in Vancouver gewann er je zweimal Gold. Mit vier Olympiasiegen ist er der erfolgreichste Skispringer der Geschichte.

Winner Poland's Kamil Stoch (C), celebrates with team members Jan Ziobro (R) and Maciej Kot after his victory in the men's ski jumping large hill individual final of the Sochi 2014 Winter Olympic Games, at the RusSki Gorki Ski Jumping Center in Rosa Khutor, February 15, 2014.                    REUTERS/Kai Pfaffenbach (RUSSIA  - Tags: OLYMPICS SPORT SKIING)

Seine Teamkollegen feiern Kamil Stoch. Bild: Reuters

Stoch wie Ammann Doppel-Olympiasieger

Auf Ammanns Spuren wandelt Kamil Stoch. Der Pole ist nach Ammann (2002 und 2010) und Matti Nykänen (1988) erst der dritte Skispringer, der an Olympischen Spielen auf beiden Schanzen siegte. Der 26-Jährige gewann vor dem Japaner Noriaki Kasai, der in Sotschi ein kleines Wintermärchen schrieb. Der 41-Jährige holte an seinen siebten olympischen Winterspielen mit Silber seine erste olympische Einzelmedaille. 1994 in Lillehammer hatte Kasai mit der Mannschaft sein zuvor einziges Edelmetall gewonnen.

Zu den grossen Geschlagenen gehörten die Österreicher. Als Bester klassierte sich Gregor Schlierenzauer, der in Vancouver zweimal Bronze gewonnen hatte, auf Platz 8. Bereits im ersten Durchgang aus der Entscheidung gefallen waren Thomas Diethart, der Sieger der Vierschanzentournee, und Thomas Morgenstern, der Olympiasieger von 2006 in Turin. Für den Satz des Tages sorgte der Russe Dimitri Wassiljew, der erst nach 144,5 m landete, den Sprung aber nicht stehen konnte und sich mit den Händen im Schnee abstützen musste. Den gültigen Schanzenrekord stellte der Deutsche Marinus Kraus mit 140 m auf. (ram/si)

SOCHI, RUSSIA - FEBRUARY 15:  Silver medalist Noriaki Kasai of Japan celebrates with the Japanese national flag after the Men's Large Hill Individual Final Round on day 8 of the Sochi 2014 Winter Olympics at the RusSki Gorki Ski Jumping Center on February 15, 2014 in Sochi, Russia.  (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Riesenfreude bei Noriaki Kasai, der bei seinen siebten Olympischen Spielen im Alter von 41 Jahren endlich die ersehnte Einzelmedaille gewinnt. Bild: Getty Images Europe

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

WM-Skispringen, Normalschanze

Velta holt sich den Titel vor Freud und Kraft – Gregor Deschwanden schafft den Sprung unter die besten 15

Artikel lesen
Link zum Artikel