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WM 2026: Darauf muss die Schweiz gegen Kanada und Bosnien aufpassen

epaselect epa13033520 Promise David of Canada (C) and Tarik Muharemovic of Bosnia and Herzegovina (front) in action during the FIFA World Cup 2026 group stage match Canada against Bosnia and Herzegovi ...
Die schnellen Kanadier trafen zum WM-Auftakt auf bosnische Abwehrhünen.Bild: keystone
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Das kann die Schweiz aus dem Spiel ihrer WM-Gegner Kanada und Bosnien lernen

Am heutigen Samstagabend (21 Uhr) startet die Schweizer Nati gegen Katar in die WM 2026. Danach warten in der Gruppenphase noch Bosnien-Herzegowina und Kanada – über die Trainer Murat Yakin und Co. nach deren Aufeinandertreffen bereits einiges lernen konnten.
13.06.2026, 05:3013.06.2026, 05:30

Drei Nationen dürfen mit dem 1:1-Unentschieden zwischen WM-Co-Gastgeber Kanada und Bosnien-Herzegowina glücklich sein: einerseits die beiden beteiligten Teams, die sich nun mit einem Sieg gegen Katar – das wohl schwächste Team der Gruppe – ziemlich sicher für die K.o.-Phase qualifizieren können. Andererseits auch die Schweiz, deren beiden grössten Konkurrenten um den Gruppensieg schon mal Punkte liegengelassen haben.

Für die Nati bot die Auftaktpartie der Gruppe B zusätzlich einiges an Anschauungspotenzial für die weiteren Gegner nach dem Spiel gegen Katar vom heutigen Samstag (21 Uhr, bei watson im Liveticker). Das kann die Schweiz vom ersten Auftritt Kanadas und Bosnien-Herzegowinas mitnehmen.

Bosnische Kampfbereitschaft

Wie erwartet kam das Team von Trainer Sergej Barbarez über seine Kampfbereitschaft und eine kompakte Defensive. Hart geführte Zweikämpfe und Grätschen gibt es hier fast im Minutentakt. Gegen dieses Bosnien-Herzegowina müssen die Schweizer deshalb einiges einstecken können – und den Kampf unbedingt annehmen. Wenn Kanten wie Ex-FCZ-Hüne Nikola Katic oder der langjährige Bundesliga- und Arsenal-Profi Sead Kolasinac vor ihnen stehen, dürfen sich die Nati-Stars auf keinen Fall einschüchtern lassen.

Gleichzeitig zeigte sich gegen Kanada eben auch einmal mehr, dass die bosnische Defensive nicht immer sattelfest ist. Obwohl der Fokus auf der Verteidigungsarbeit liegt, kassierte Bosnien in den letzten zehn Spielen nur gegen Nordmazedonien kein Tor. Die Kanadier kombinierten sich einige Male zu Chancen und nur wegen einer unglaublichen Rettungstat von Kolasinac fiel der Ausgleich nicht schon früher. Auf diese Weise könnte auch die Schweiz dank Spielern wie Granit Xhaka oder Johan Manzambi zu Chancen kommen.

… und Grösse

In der Offensive wurde Bosnien-Herzegowina vor allem nach Standards gefährlich. Der Führungstreffer von 1,93-m-Stürmer Jovo Lukic fiel nach einer Ecke. Auch sonst sind viele Spieler bei den Zmajevi (Drachen) gross gewachsen: Insgesamt massen vier Feldspieler in der Startformation gegen Kanada über 1,90 m, auf der Bank sass zudem der noch angeschlagene Edin Dzeko (1,92 m). Um ihre Torgefahr bei Kopfbällen sollte die Schweiz Bescheid wissen.

Abgesehen von Standards wurde Bosnien aber nur selten einmal gefährlich. Wenn die Schweiz keine Fehler macht und dem Gegner so unnötig zu Chancen verhilft, sollte sie die bosnische Offensive gut im Griff haben.

Kanadische Schnelligkeit

Anders verhält es sich beim letzten Gruppengegner. Die Kanadier konnten spielerisch durchaus einige Akzente setzen und sich so Chancen herausspielen. Neben der durch Kolasinac vereitelten Grosschance von Richie Laryea gelang dies auch beim Tor von Cyle Larin.

Am besten ist Kanada für gewöhnlich jedoch, wenn es sich durch sein intensives Pressing den Ball erobert und dann zu schnellen Gegenstössen ansetzt. Juve-Stürmer Jonathan David, Villarreal-Flügel Tajon Buchanan und vor allem der zum Auftakt noch verletzt fehlende Bayern-Aussenverteidiger Alphonso Davies glänzen allesamt mit Spitzengeschwindigkeiten, bei denen kaum ein Schweizer mithalten kann. Die Schweizer täten deshalb gut daran, den Kanadiern auch nach Ballverlusten nicht zu viele Räume zu bieten, um ihre Geschwindigkeit zu entfalten.

… und Schwachstelle

Wie gut Kanada gegen ein ballstarkes Team verteidigt, konnte im Auftaktspiel nicht beobachtet werden. Das Ziel der Schweizer unter Trainer Murat Yakin dürfte selbstverständlich sein, das Spiel zu machen und Kanada mehrheitlich zu dominieren. Doch es könnte sich lohnen, den Ball auch mal den Ahornblättern zu überlassen. Schliesslich unterliefen diesen auch mal Ballverluste im Spielaufbau, die zu gefährlichen Chancen für den Gegner führten.

Das sagt Nati-Captain Xhaka vor dem WM-Auftakt:

Video: watson/Amber Vetter

Es drohen zwei Auswärtsspiele

Neben dem Platz fiel vor allem auf, dass nicht nur Kanada auf die Unterstützung vieler Fans zählen konnte. Dass die Schweizer Anhängerschaft zum Abschluss der Gruppenphase in Unterzahl sein wird, wenn es am 24. Juni in Vancouver gegen Kanada geht, war ohnehin klar. Doch der Schweiz droht auch am 18. Juni in Los Angeles gegen Bosnien-Herzegowina ein Auswärtsspiel.

Gemäss dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) reisen nur 2200 Menschen aus der Schweiz zum zweiten Gruppenspiel an. Unklar ist, wie viele der Exil-Schweizerinnen und -Schweizer aus Kalifornien zum Spiel kommen werden. Es müssten aber doch einige sein, damit sie die gegnerischen Fans übertönen können.

Videos aus den Strassen von Toronto zeigen Tausende Bosnierinnen und Bosnier beim Fanmarsch zum Stadion. Es ist zu erwarten, dass das Team von Trainer Sergej Barbarez auch am Donnerstag in LA lautstark unterstützt wird.

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