«Wieder reingeschissen»: So klingen die Deutschen nach der WM-Blamage
Kai Havertz brachte seine Stimmungslage nach dem Aus im WM-Sechzehntelfinal gegen den krassen Aussenseiter Paraguay gut auf den Punkt: «Es war meine zweite WM, zweimal reingeschissen …» 2022 war Deutschland wie vier Jahre zuvor gar schon in der Gruppe ausgeschieden.
Der deutsche Stürmer, der bei der Niederlage nach Penaltyschiessen den Treffer zum 1:1-Ausgleich erzielte, am Ende aber aus elf Metern an Paraguay-Goalie Orlando Gill scheiterte, hatte ansonsten Mühe, Worte für die Enttäuschung zu finden: «Es gibt nicht viel zu sagen. Die letzten Turniere waren nichts. Das einzige, was ich sagen kann, ist: Entschuldigung!» Das Team habe sich viel vorgenommen, und nun erneut zu enttäuschen, «ist kein schönes Gefühl».
Auf die Bemerkung, dass er ansonsten doch ein sehr sicherer Penaltyschütze sei, sagte der 27-jährige Arsenal-Profi beim ZDF: «Heute nicht …» Neben Havertz brachten auch weitere deutsche Spieler ihre Enttäuschung – und ihren Ärger – über das blamable Ausscheiden zum Ausdruck:
Kai Havertz
Scheinbar sind wir nur noch zweitklassig. Wir haben zwar keinen schlechten Fussball gespielt an den Turnieren, aber irgendwas hat uns immer gefehlt. Heute auch wieder. Wir Spieler müssen uns alle an der eigenen Nase fassen – da ist der Trainer ausgeschlossen. Wir spielen für so ein Riesenland mit einer solchen Historie. Wenn man dann immer wieder so früh rausfliegt, hat man das nicht verdient.»
Manuel Neuer
Captain Joshua Kimmich
Nadiem Amiri
Wir respektieren jede Nation, alle sind gut geworden, aber unser Anspruch war natürlich das Weiterkommen. Glückwunsch an Paraguay, es war in gewisser Hinsicht verdient. Die haben alles auf dem Platz gelassen. Wir natürlich auch, aber mit unserer Qualität hätten wir das Spiel nach 90 Minuten entscheiden müssen.»
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