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Trainer Kevin Schläpfer beschwichtigt das Bieler Publikum.
Trainer Kevin Schläpfer beschwichtigt das Bieler Publikum.
Bild: KEYSTONE

Interview mit Biel-Trainer Kevin Schläpfer: «... das wäre dann wirklich Hollywood»

Biels Trainer Kevin Schläpfer (45) spricht im watson-Interview über seine neuste Hollywood-Aktion, die wundersame Rückkehr seines Teams und die Aussichten fürs siebte Spiel in Zürich.
13.03.2015, 10:4613.03.2015, 11:34

Das Spiel ist aus und auf einmal stehen Sie auf dem Eis und mahnen das Publikum über Lautsprecher, jetzt noch nicht zu feiern. Wieder einmal «Kevin Hollywood».
Kevin Schläpfer: Nein, nicht Hollywood. Es war ein spontaner Entscheid von mir. Ich war da draussen fürs TV-Interview und bekomme mit, wie gefeiert wird und neben mir steht einer mit dem Mikrofon. Da musste ich einfach handeln. Es ist noch nicht vorbei. Wir haben uns dieses siebte Spiel nicht erkämpft, um jetzt schon zu feiern, sondern um diese einmalige Chance zu packen und ins Halbfinale zu kommen. Ich will einfach verhindern, dass jetzt schon alle glauben, wir seien am Ziel. So wie wir nach der Playoff-Qualifikation noch nicht am Ziel waren, so sind wir auch jetzt noch nicht am Ziel. Es geht weiter!

Kevin Schläpfer heizt dem Bieler Eisstadion ein.

Was hat dieses wundersame Comeback ermöglicht? Im fünften Spiel in Zürich wirkte Ihre Mannschat ziemlich müde.
Ja, das stimmt. Wir hatten tatsächlich zum ersten Mal in dieser Serie weniger Energie als der Gegner.

Warum ist diese Energie wieder zurückgekommen?
Am Mittwoch waren wir alle zum Training da, aber ich habe spontan entschieden, dass das Eistraining freiwillig ist. Ich hatte einfach das Gefühl, dass Erholung wichtiger ist als ein Training. Ich bin wirklich überrascht, wie viel Energie wir nun im sechsten Spiel wieder hatten.

Verzichten Sie auch vor dem siebten Spiel auf ein Eistraining?
Das lasse ich offen. Ich werde in den Gesichtern der Spieler sehen, wie gross die Müdigkeit ist und aus dem Gefühl heraus entscheiden. Jedenfalls ist die Erholung sehr wichtig und jeder soll die Möglichkeit haben, sich auf die Weise zu erholen, die er mag. Alle sollen den Tag vor dem Spiel geniessen. Zur Erholung gehört ja auch die Freude über das, was wir erreicht haben.

Bieler Glückseligkeit nach dem Sieg im sechsten Spiel.
Bieler Glückseligkeit nach dem Sieg im sechsten Spiel.
Bild: KEYSTONE

Wann hatten Sie das Gefühl, dass der Sieg möglich ist?
Ich hatte schon zu Beginn des letzten Drittels ein sehr gutes Gefühl. Nach dem 2:1 war ich dann sicher, dass wir das Spiel gewinnen.

Es war trotzdem nicht alles Gold, was glänzte. Die Fehler im Powerplay führten dazu, dass die Zürcher zweimal alleine auf Torhüter Simon Rytz laufen konnten. Das hätte das Spiel kosten können.
Ja, wir haben zu viele Fehler gemacht. Diese Fehler müssen wir unbedingt vermeiden, wenn wir das siebte Spiel gewinnen wollen. Unser Powerplay muss einfach besser werden.

Sie haben in der Schlussphase nur noch drei Linien eingesetzt und mit Ahren Spylo erstmals in dieser Saison sogar ihren besten Torschützen aus der Qualifikation auf der Bank gelassen. Das ist ungewöhnlich.
Ich habe die ganze Linie von Spylo nicht mehr eingesetzt. Da kam einfach zu wenig, so geht das nicht und da werde ich noch ein ernsthaftes Wort reden.

Ein Kevin Schläpfer in Rage: Ahren Spylo und seine Linienkollegen müssen sich noch etwas anhören müssen.
Ein Kevin Schläpfer in Rage: Ahren Spylo und seine Linienkollegen müssen sich noch etwas anhören müssen.
Bild: KEYSTONE

Greifen Sie in die psychologische oder taktische Trickkiste für dieses siebte Spiel?
Nein und ich glaube auch, dass es die Zürcher nicht tun werden. Wir haben bisher gut gespielt und die ZSC Lions auch. Es gibt keinen Grund, alles, was sich bewährt hat, über den Haufen zu werden.

Was wird in diesem siebte Spiel entscheiden?
Die Energie, das Powerplay und das Momentum. Das erste Tor wird sehr wichtig sein und kann uns das Momentum bringen, das wir für einen Sieg benötigen. Und wissen Sie was?

Nein.
Wenn wir dieses siebte Spiel gewinnen und noch einmal in unser altes Stadion zurückkehren können – das wäre dann wirklich Hollywood.

Die NLA-Playoffs 2015

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