Sport
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WM-Test in Fribourg

Schweiz – Russland 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)

CAPTION CORRECTION: CORRECTS NAME - Russia's Bogdan Kiselevich, left, and Switzerland's Reto Schaeppi, right, in action during a friendly ice hockey game between Switzerland and Russia, at the BCF Arena in Fribourg, Switzerland, this Friday, 21. April 2017. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Schweizer haben in Freiburg das erste von zwei Länderspielen gegen Russland gewonnen. Bild: KEYSTONE

Praplan schiesst Schweizer zum Sieg gegen Russland

Das Schweizer Nationalteam hat seine erste WM-Vorbereitungspartie vor dem eigenen Publikum gewonnen. In Freiburg siegten die Schweizer gegen Russland nach einem 0:1-Rückstand und dank zweier Powerplay-Tore von Vincent Praplan 2:1.



Praplan sorgte in der 34. Minute zuerst für den Ausgleich und knapp sechs Minuten vor dem Ende für den Siegtreffer zum 2:1. Praplan spielt eine starke WM-Vorbereitung und dürfte in zwei Wochen sein WM-Debüt geben. Im fünften WM-Vorbereitungsspiel waren es für den Stürmer des EHC Kloten bereits die Skorerpunkte vier und fünf. Im ersten Spiel gegen Frankreich (4:3) hatte Praplan seinen ersten Treffer für das Nationalteam erzielt. Nun traf er erstmals doppelt.

Die Schweizer setzen damit ihre erfolgreiche WM-Vorbereitung fort. Im fünften Spiel feierte die Auswahl von Trainer Patrick Fischer bereits den vierten Sieg. Gelegenheit zur Revanche erhalten die Russen bereits am Samstag, wenn die beiden Mannschaften in Biel ein zweites Mal aufeinander treffen.

Schweizer nahmen Tempo an

«Jetzt kommt Stufe zehn» hatte Nationaltrainer Patrick Fischer vor den beiden Begegnungen gegen Russland gesagt. Er hatte damit primär das zu erwartende, hohe Tempo angesprochen. In den ersten vier Vorbereitungsspielen auf die WM in Paris (5. bis 21. Mai) war die Schweiz gegen Frankreich und die Slowakei, also zwei Gegner der zweiten Garde, angetreten. Nun trafen sie erstmals auf einen Gegner der Top-Kategorie.

In der Tat starteten die Russen, die in der Schweiz offiziell als kommende Olympia-Auswahl antreten, mit viel Tempo. Die Schweizer kamen in der Anfangsphase stets einen Schritt zu spät. Als Joël Genazzi deswegen eine Strafe kassierte, nützten dies die Russen durch Anton Burdassow zur Führung aus.

Die Schweizer aber steigerten sich und boten der jungen, aber hungrigen russischen Mannschaft in einem intensiven und animierten Spiel Paroli. Fischers Auswahl erspielte sich in der Folge mindestens ebenso viele gute Möglichkeiten.

CAPTION CORRECTION: CORRECTS NAME - Russia's Bogdan Kiselevich, left, and Switzerland's Reto Schaeppi, right, in action during a friendly ice hockey game between Switzerland and Russia, at the BCF Arena in Fribourg, Switzerland, this Friday, 21. April 2017. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Der Russe Bogdan Kiselevic und der Schweizer Reto Schäppi im Zweikampf. Bild: KEYSTONE

Die Russen antworteten mit Härte, die insbesondere Damien Brunner zu spüren bekam. Der Stürmer des HC Lugano wurde in der 22. Minute von Bogdan Kisselewitsch mit einem Check gegen den Kopf erwischt. Brunner hatte Glück: Obwohl er blutüberströmt vom Eis geführt werden musste, kehrte er nach kurzer Pflege und mit einem neuen Trikot wieder auf das Eis zurück.

Den Restausschluss gegen Kisselewitsch vermochten die Schweizer nicht zum Ausgleich auszunützen. Sie holten Verpasstes aber bei der darauffolgenden Strafe gegen Russland nach: Praplan schloss eine schöne Kombination mit Denis Hollenstein zum 1:1 ab.

Malgins Debüt, Kurmanns Abschied

Ein eher unauffälliges Debüt im Trikot des Nationalteams zeigte Denis Malgin. Der Stürmer der Florida Panthers spielte neben Cody Almond und Kevin Romy. Der 20-Jährige demonstrierte zwar mehrmals seine Kreativität, die Spritzigkeit jedoch fehlte ihm nach der Reise und der Zeitumstellung spürbar.

Während Malgin debütierte, gab ein anderer seinen Abschied. Schiedsrichter Danny Kurmann leitete seine letzte Partie und beendete im Alter von 51 Jahren und nach 28 Jahren seine lange Karriere. Kurmann wird nun Schiedsrichter-Chef beim Internationalen Eishockey-Verband (IIHF). Am Ende wurde er gar zum «Best player» der Schweiz gewählt und vom Schweizer Captain Andres Ambühl, IIHF-Boss René Fasel und Fribourgs Legende Slawa Bykow ausgezeichnet.

Schweiz - Russland 2:1

Schweiz - Russland 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)

Freiburg. - 3806 Zuschauer. - SR Kurmann/Stricker, Fluri/Küng (SUI). - Tore: 6. Burdasow (Swetlakow/Ausschluss Genazzi) 0:1. 34. Praplan (Hollenstein/Ausschluss Oschiganow) 1:1. 55. Praplan (Romy, Hollenstein/Ausschluss Naumenkow) 2:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 plus 5 Minuten (Kisselewitsch) plus Spieldauer (Kisselewitsch) gegen Russland.

Schweiz: Flüeler; Loeffel, Furrer; Sutter, Geering; Heldner, Genazzi; Paschoud; Brunner, Ambühl, Herzog; Praplan, Haas, Hollenstein; Malgin, Romy, Almond; Chris Baltisberger, Schäppi, Suter; Riat.

Russland: Sorokin; Mironow, Naumenkow; Gawrikow, Kisselewitsch; Ljubuschkin, Proworow; Oschiganow, Arsamaszew; Telegin, Andronow, Burdassow; Sannikow, Schalunow, Schumakow, Nitschuschkin, Swetlakow, Mamin; Golischew, Tkatschjow, Ljubomow.

Bemerkungen: Schweiz ohne Hiller, Marti (beide überzählig) und Schlegel (Ersatztorhüter), Russland u.a. ohne Namestnikow (überzählig). - Timeout Russland (59:23). Russland ab 59:23 ohne Torhüter. - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 5/2; Russland 4/1. (sda)

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