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Panik in Davos – eine Chance für Kloten

Davos' Joren van Pottelberghe, left, and goalkeeper Gilles Senn celebrate after winning the game between HC Davos and Mountfield HK at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switze ...
Gilles Senn und Joren van Pottelberghe droht in Davos die Ersatzbank.Bild: SPENGLER CUP
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Panik in Davos – doch Kloten will diese einmalige Chance nicht nützen

Der «Panik-Transfer» von NHL-Torhüter Anders Lindbäck ist eine grosse Chance für Kloten. Aber Sportchef Felix Hollenstein will sie noch nicht nützen.
17.09.2018, 08:1617.09.2018, 11:59

Anders Lindbäck kommt nach Davos. Somit wartet auf die zwei NHL-Drafts Gilles Senn (er war als dritter Goalie sogar ein Teil des WM-Silberteams) und Joren van Pottelberghe die Ersatzbank.

Im Sommer 2019 wechseln voraussichtlich beide nach Nordamerika in die NHL-Organisationen, die ihre Rechte halten (New Jersey und Detroit). Da kann es nicht sein, dass sie vorher eine ganze Saison lang bloss trainieren und hin und wieder ein Spiel bestreiten dürfen.

Klotens Sportchef Felix Hollenstein weiss, dass er eigentlich einen Schweizer Torhüter braucht. Er hatte im Sommer versucht, Dominic Nyffeler, den Bruder von Rappis Aufstiegsheld Melvin Nyffeler, trotz eines laufenden Vertrags bei Ajoie nach Kloten zu holen. Er hatte zu wenig Geduld und schaffte es nicht. Deshalb muss er eine der beiden Ausländer-Lizenzen für die Torhüter-Position opfern. Österreichs WM-Held Bernhard Starkbaum ist Klotens letzter Mann.

Spätestens dann, wenn es in den Playoffs hart auf hart geht, hat Kloten mit nur einem ausländischen Feldspieler einen entscheidenden Nachteil. Denn viel besser als die Titanen Simon Rytz, Mathias Mischler (Olten), Marco Mathis (Langenthal) und Dominic Nyffeler (Ajoie) ist Bernhard Starkbaum nicht.

Hollenstein winkt ab

Der «Panik-Transfer» von Anders Lindbäck ist nun die grosse, unverhoffte Chance für Klotens Sportchef. Er müsste nun alles daran setzen, entweder Gilles Senn (22) oder Joren van Pottelberghe (21) für diese Saison zu verpflichten.

Umgekehrt ist Kloten auch die Chance für einen der beiden HCD-Goalies, vor dem Nordamerika-Abenteuer doch noch in einem konkurrenzfähigen Team ausreichend Spielpraxis zu bekommen. Einsätze bei den Ticino Rockets (wo der HCD diese Saison Spieler «parkieren» darf) sind nach Davos, Kloten und dem Warten, bis irgendwo aufgrund von Verletzungspech ein Torhüter benötigt wird, nur die viertbeste Lösung.

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Felix Hollenstein will sich (noch) nicht in Davos bedienen.Bild: KEYSTONE

Die Frage geht also an Klotens Sportchef Felix Hollenstein: Bemühen Sie sich um einen Transfer von Gilles Senn oder Joren van Pottelberghe? Die überraschende Antwort: «Nein. Wir haben kein Interesse. Wir haben einen sehr guten Torhüter.»

Das sagt er jetzt, noch vor dem ersten Meisterschaftsspiel des Absteigers in der zweithöchsten Liga. Wer wettet, dass er bald seine Meinung ändern und in der Sache mit HCD-Trainer und -Sportchef Arno Del Curto telefonieren wird, hat erstklassige Gewinnchancen.

Alle NLA-Absteiger seit Einführung der Zwölfer-Liga

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Alle NLA-Absteiger seit Einführung der Zwölfer-Liga
Saison 2017/18: EHC Kloten (Aufsteiger: Rapperswil-Jona Lakers)
quelle: keystone / gian ehrenzeller
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