Niederländischer König sitzt neben Infantino – und witzelt danach darüber
Der niederländische König Willem-Alexander ist mit Königin Maxima und Prinzessin Amalia in die USA gereist, um den 5:1-Sieg der Oranje gegen Schweden live im Stadion in Houston mitzuverfolgen. Natürlich sass die königliche Familie da neben dem FIFA-Präsidenten Gianni Infantino, der ebenfalls bei der Partie war.
«Ich bin Gast der FIFA», erklärte der König danach im Interview beim niederländischen TV-Sender NOS, «und wenn Gianni Infantino da ist, sitze ich natürlich neben dem Gastgeber.» Die Journalistin wollte dann auch vom 59-Jährigen wissen, ob er den FIFA-Präsidenten denn ein wenig bearbeitet habe. «Vielleicht habe ich ein paar Vorschläge bezüglich des Friedenspreises in den nächsten Jahren gemacht», witzelte der Niederländer.
Der FIFA-Friedenspreis wurde im letzten Dezember bei der Gruppenauslosung zur WM in Kanada, Mexiko und den USA erstmals vergeben. Präsident Infantino führte diesen wohl eigenhändig ein, um ihn seinem Kumpel und US-Präsidenten Donald Trump zu überreichen. Daraufhin hagelte es grosse Kritik. König Willem-Alexander liess mit seiner Aussage durchscheinen, dass auch er den Friedenspreis des Weltfussballverbands nicht ganz ernst nehme. Wen er als künftige Preisträgerinnen oder -träger sieht, liess er offen.
Ohnehin hatte er nicht viel Zeit nach dem Spiel. Schliesslich musste die Königsfamilie von Houston ins knapp zwei Flugstunden entfernte Kansas City reisen. Dort spielte fünf Stunden nach dem Schlusspfiff zwischen den Niederlanden und Schweden nämlich Curaçao gegen Ecuador. Die Karibikinsel ist zwar autonom, gehört aber dennoch zum Königreich der Niederlande. Ob Willem Alexander, Maxime und Amalia auch dem WM-Debütanten Glück bringen, ist derzeit noch offen (Hier geht's zum Liveticker). (nih)
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