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UEFA droht Gianni Infantino und Investor Kushner rechtliche Schritte an

FIFA president Gianni Infantino looks on during the World Cup round of 32 soccer match between Ivory Coast and Norway in Arlington, Texas, near Dallas, Tuesday, June 30, 2026. (AP Photo/Sam Hodde)
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Für FIFA-Präsident Gianni Infantino wird es immer unangenehmer – nun drohen ihm rechtliche Schritte seitens der UEFA.Bild: keystone

UEFA prüft rechtliche Schritte gegen Infantino und Investor Kushner – das befürchtet sie

Die Macht von FIFA-Boss Gianni Infantino scheint zu bröckeln. Die UEFA appelliert in einem Schreiben nicht nur an den Schweizer, sondern auch an Technologieinvestor Joshua Kushner.
03.08.2026, 20:5503.08.2026, 21:04
Ein Artikel von
t-online

Nach dem krachend gescheiterten Investorendeal von Gianni Infantino hat Europa den Druck auf den angezählten FIFA-Boss erhöht und dem Weltverbandspräsidenten mit rechtlichen Schritten gedroht. Die Europäische Fussball-Union (UEFA) erhebt in einem Schreiben an den Spitzenfunktionär den schweren Verdacht, der Schweizer sowie Geschäftspartner könnten Beweise vernichten wollen. Und die ersten Nationalverbände aus Europa entziehen Infantino wieder ihre Unterstützung für eine erneute FIFA-Kandidatur, die im kommenden Jahr in Marokko eigentlich ihre Krönung finden sollte.

Die UEFA weitet den Widerstand gegen den FIFA-Präsidenten aus. Das Ziel ist ziemlich deutlich: Infantino soll aus seinem mächtigen Amt verschwinden. Wie der «Telegraph» und die «Financial Times» berichten, hat der europäische Dachverband den Weltverbandspräsidenten aufgefordert, sämtliches Material im Zusammenhang mit dem zurückgezogenen Investorenvorhaben nicht zu vernichten. Entsprechende Appelle gingen demnach unter anderem auch an Technologieinvestor Joshua Kushner. Der Deutschen Presse-Agentur wurde bestätigt, dass ein Schreiben zur Sicherung von Beweismitteln versandt wurde.

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Joshua Kushner.Bild: keystone

«Die UEFA teilt hiermit förmlich mit, dass sie aktiv die Einleitung rechtlicher Schritte, eines Schiedsverfahrens und/oder Beschwerden bei den zuständigen Aufsichtsbehörden (zusammen die ‹Verfahren›) prüft. Diese beziehen sich auf den von der FIFA vorgeschlagenen FFE-Plan sowie auf alle damit in Zusammenhang stehenden Angelegenheiten, die nachstehend näher erläutert werden», zitiert der «Telegraph» aus dem UEFA-Schreiben.

UEFA fordert «alle erforderlichen Massnahmen»

Infantino wollte Anteile an den Premium-Produkten des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Geldgeber hätten rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) erwerben können, dessen Wert zunächst mit 20 Milliarden Dollar beziffert war.

Die FFE hätte die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM gebündelt. Technologieinvestor Kushner, dessen Bruder Jared mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma Thrive eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.

Die UEFA, die als grosser Gegenspieler der FIFA auftritt, wähnt bei dem am massiven Widerstand der Verbände und der Öffentlichkeit gescheiterten Hinterzimmerdeal Unregelmässigkeiten. «Sie und die FIFA sind verpflichtet, unverzüglich alle erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, um sämtliche in diesem Schreiben bezeichneten Dokumente und elektronisch gespeicherten Informationen zu identifizieren, aufzufinden und zu sichern, die sich in Ihrem oder im Besitz, Gewahrsam oder unter der Kontrolle der FIFA befinden», beschied die Europäische Fussball-Union energisch. (nih/t-online/dpa)

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Die beliebtesten Kommentare
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Sunstich
03.08.2026 21:24registriert Mai 2020
Man sollte zuerst auf den Toiletten in Mar-a-Lago nachschauen.
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wasps
03.08.2026 21:03registriert Januar 2022
Jetzt kommt es knüppeldick für den Halbgott.
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Bluedog5420
03.08.2026 21:28registriert Dezember 2024
Da braut sich ein "Gewitter" zusammen. Man wäre kaum überrascht, wenn Herr Präsident Trump in den Papieren auch auftaucht. Wer weiss, andere sind schon aus geringerem gestürzt!
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«Ungeheuerliche Handlung»: CONCACAF kritisiert Infantino und fordert Konsequenzen
Der Präsident des Fussball-Weltverbands muss nun auch aus Nord- und Mittelamerika scharfe Kritik einstecken. Die CONCACAF wählt deutliche Worte – und fordert Konsequenzen.
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