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CONCACAF kritisiert Infantino und fordert Konsequenzen

FILE - FIFA President Gianni Infantino is silhouetted as he walks past the World Cup trophy after addressing the 76th FIFA Congress in Vancouver, British Columbia, Thursday, April 30, 2026. (Darryl Dy ...
Gianni Infantino steht in der Kritik.Bild: keystone

«Ungeheuerliche Handlung»: CONCACAF kritisiert Infantino und fordert Konsequenzen

Der Präsident des Fussball-Weltverbands muss nun auch aus Nord- und Mittelamerika scharfe Kritik einstecken. Die CONCACAF wählt deutliche Worte – und fordert Konsequenzen.
01.08.2026, 22:1202.08.2026, 06:16
David Digili / t-online
Ein Artikel von
t-online

Der nächste Fussball-Kontinentalverband hat mit einer scharf formulierten Stellungnahme den Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino weiter erhöht. Der ursprünglich geplante Investoren-Deal der FIFA sei «Symptom für eine Führung, die aufgehört hat, den Fussball an erste Stelle zu setzen», teilte die für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige CONCACAF in einer Stellungnahme mit.

Die 41 Mitglieder der CONCACAF begrüssten die Rücknahme des vorgeschlagenen Projekts, sehen das Thema damit aber alles andere als abgeschlossen an. «Diese jüngste einseitige und ungeheuerliche Handlung, die von schlechter Regierungsführung und Führungsschwäche zeugt, reiht sich ein in eine Reihe von Fehltritten und ähnlichem Verhalten. Eine umfassende Aufarbeitung dieser Präsidentschaft ist unerlässlich.»

Zuvor hatte bereits die UEFA mit harschen Worten eine solche Aufarbeitung gefordert. «Diese Überprüfung muss gründlich und umfassend sein. Keine Option darf von vornherein ausgeschlossen werden», hiess es in einer Mitteilung. «Wir müssen die Verantwortlichen ausfindig machen und sie zur Rechenschaft ziehen.»

Fussball «nicht in den Händen einer einzelnen Person»

Die CONCACAF lobte das entschiedene Vorgehen der Verbände gegen die FIFA-Pläne. «Die in dieser Woche von unseren Mitgliedsverbänden gezeigte Einheit hat bestätigt: Wenn Mut, Integrität und solide Führung im Vordergrund stehen, bleibt der Sport dort, wo er hingehört – in den Händen des Fussballs – und nicht in den Händen einer einzelnen Person», hiess es in Richtung Infantinos. «Wir alle sind lediglich Verwalter, die einem Spiel dienen, das uns allen gehört.»

Die Pläne der FIFA um Infantino hatten vorgesehen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzuspielen. Für die Umsetzung wollte die FIFA das Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) gründen. In der Nacht zum Samstag hatte der Weltverband die Pläne nach massivem Widerstand unter anderem der Kontinentalverbände aufgegeben. (riz/tonline)

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quelle: keystone / mike stewart
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