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Infantino-Saga: Wales entzieht FIFA-Präsident die Unterstützung

FILE - FIFA President Gianni Infantino gestures as he meets the media at the FIFA World Cup closing press conference in Doha, Qatar, Friday, Dec. 16, 2022. (AP Photo/Martin Meissner, File)
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Gianni Infantino erfährt immer mehr Gegenwind.Bild: keystone

Wales entzieht Infantino als erster Landesverband die Unterstützung

03.08.2026, 09:0103.08.2026, 09:10

Der Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino nimmt immer mehr zu. Wie diverse britische Medien berichten, hat Wales am späten Sonntagabend als erster Landesverband dem Schweizer offiziell die Unterstützung zur Wiederwahl im März 2027 entzogen. «Dass Infantino die Interessen des Fussballs nicht an erster Stelle setzt, ist ein Versagen, das wir nicht akzeptieren können», heisst es in der Mitteilung der Waliser. Die jüngsten Versäumnisse in guter Unternehmensführung, Kommunikation und Urteilsvermögen hätten dazu geführt, dass der Präsident das Vertrauen des walisischen Verbands verloren habe.

In den nächsten Stunden und Tagen dürften fast alle europäischen Landesverbände ähnliche Misstrauensvoten einreichen. Vor der Bekanntgabe der Pläne, einen Teil der FIFA an Investoren verkaufen zu wollen, hatten 52 von 55 europäischen Verbänden der FIFA zugesichert, Infantino im kommenden März wiederzuwählen. Einzig Deutschland, Norwegen und Rumänien verzichteten auf die Unterstützungs-Garantie.

Nachdem die Investorenpläne Infantino in den letzten Tagen um die Ohren flogen und der Schweizer in dieser Hinsicht einen Rückzieher machen musste, dürften diese Vertrauensentzüge nach und nach bei der FIFA eintrudeln. Wie der Guardian berichtet, haben die UEFA-Mitgliederverbände zwar auch einen gleichzeitigen Rückzug besprochen. Wenn jedes Land Infantino einzeln das Vertrauen entziehe, sei das aber wirkungsvoller und käme einem tatsächlichen Misstrauensvotum gleich.

Am Wochenende haben aber auch einzelne Landesverbände von anderen Kontinenten Unterstützung für Infantino geäussert. Dazu gehören neben Katar, Marokko und Ägypten auch die eher kleineren Verbände von Sri Lanka, dem Libanon oder Kuwait. Der asiatische Kontinentalverband AFC hat sich hingegen genau wie der nord- und mittelamerikanische Verband CONCACAF der UEFA-Kritik an Infantino angeschlossen. Auch innerhalb der FIFA hat der Walliser an Unterstützung verloren: Sein engster Vertrauter Carlos Cordeiro hat vor wenigen Tagen seinen Job aufgegeben.

Infantino wollte innerhalb der FIFA eine Tochtergesellschaft namens «FIFA Forward Enterprise» (FFE) gründen, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln soll. Private Investoren hätten sich dann an der FFE beteiligen dürfen. Rund 20 Prozent der Anteile hätten verkauft werden sollen, was im ersten Jahr rund 4,2 Milliarden US-Dollar (3,7 Milliarden Euro) einbringen soll. Und Infantino wäre nach seinem Ausscheiden als FIFA-Chef prädestiniert gewesen, den FFE-Vorsitz zu übernehmen. Nach heftiger Kritik aus der ganzen Fussballwelt zog Infantino die Pläne in der Nacht auf Samstag aber wieder zurück. (abu)

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Die beliebtesten Kommentare
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Lessnair
03.08.2026 09:35registriert Juli 2019
Liebe Politiker dieser Welt:

SO MACHT MAN DAS MIT UNLIEBSAMEN DESPOTEN IM AMT.

Team Scheibe abschneiden
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Horst-Rüdiger
03.08.2026 09:23registriert März 2020
Was jst mit dem SFV?
Gerade der SFV muss nun ebenfalls einer der ersten sein und ihm ausdrücklich die Unterstützung entziehen.
Schliesslich ist Infantino manchmal auch Schweizer wenn er nicht gerade queer oder was anderes ist und die Schweiz sollte nicht in Verbindung mit so einem ***Platzhalter für ein Gegenstand der benutzt wird um ihn in etwas zu schieben das den gleichen Namen trägt wie ein italienischer Fluss*** gebracht werden
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Maple
03.08.2026 09:21registriert September 2018
Jetzt bitte die Schweiz so schnell wie möglich. Das wäre ein Zeichen. Aus dem Land des FIFAantino Sitz.
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