Diese drei Optionen gibt es, um FIFA-Präsident Gianni Infantino zu stürzen
Nach den gescheiterten Investorenplänen von Gianni Infantino wird die Luft für den Walliser immer dünner. Die UEFA fordert Medienberichten zufolge sogar den freiwilligen Rücktritt. In der gesamten Fussballwelt nimmt die Kritik an Infantino nicht ab und es scheint ein realistisches Szenario zu sein, dass seine Zeit als FIFA-Präsident bald zu Ende sein könnte. So könnte der 56-jährige Dreifachbürger (Schweiz, Italien, Libanon) gestürzt werden.
Abwahl im nächsten Jahr
Am 18. März 2027 stehen die nächsten Präsidentschaftswahlen der FIFA an. Im marokkanischen Rabat möchte sich Infantino ein letztes Mal für vier weitere Jahre wählen lassen.
Bis zum 18. November 2026 können mögliche Kandidaten noch ihre Bewerbungen einsenden, um Infantino herauszufordern. Noch gibt es keinen offiziellen Gegenkandidaten, aber einige mögliche Namen geistern bereits herum.
Rücktrittsaufforderung durch das FIFA-Council
Das FIFA-Council besteht aus 37 Mitgliedern und gilt als das wichtigste Entscheidungsgremium der Organisation zwischen den FIFA-Kongressen. Das Council könnte, wie die BBC schreibt, wenn 19 Teilnehmer dafür stimmen, eine Krisensitzung einberufen. Diese müsste innerhalb von zwei Wochen stattfinden.
Infantino müsste sich dann vor dem FIFA-Council erklären und könnte zum Rücktritt aufgefordert werden. Allerdings könnte der Walliser die Rücktrittsaufforderung einfach ablehnen.
Misstrauensvotum durch den FIFA-Kongress
Die UEFA plant, gemäss dem Telegraph ein Amtsenthebungsverfahren gegen Infantino einzuleiten, sollte dieser nicht freiwillig zurücktreten. Dafür müssen 20 Prozent der 211 Mitgliedsverbände einen ausserordentlichen Kongress einberufen. Mindestens 43 Verbände müssten mitmachen. Da die UEFA mit 55 Nationen vertreten ist, wäre die Einberufung wohl nur Formsache.
Eine Anfrage müsste schriftlich eingehen und innerhalb von drei Monaten müsste die Sitzung stattfinden. In dieser könnte es zu einem Misstrauensvotum gegen Infantino kommen.
Bonus: Infantino tritt selbst zurück
Nach den letzten Ereignissen und weil die Kritik immer mehr steigt, merkt Infantino, dass er gewisse Grenzen überschritten hat. Deshalb tritt der 56-Jährige freiwillig zurück oder lässt sich im kommenden März nicht wiederwählen. Diese Variante scheint jedoch sehr unwahrscheinlich. (riz)
